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Kind des Ehepartner zum Auszug zwingen

| 10.04.2020 11:48 |
Preis: 48,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Mack


Meine Frau hat ihren erwachsenen Sohn (26) in unser gemeinsam nach der Hochzeit erworbenes Haus einquartiert. Er ist berufstätig und verdient genug, bewohnt das Dachgeschoss des Hauses aber ohne Mietvertrag und bezahlt weder Miete noch Nebenkosten. Auch verweigert er eine Beteiligung an notwendigen Arbeiten an oder im Haus nach Aufforderung von mir. Wir streiten uns permanent. Er wird mir gegenüber auch verstärkt respektlos und beleidigend. Meine Frau will ihn unter unserem gemeinsamen Dach wohnen behalten. Muss ich das dulden oder habe ich eine Möglichkeit ihn vor die Tür zu setzen? Wohlwissentlich dass unser Verhältnis leiden wird, wir haben schon eine Scheidung in Erwägung gezogen, darauf wird es über kurz oder lang hinauslaufen. Sie hat schon gesagt dass sie mich vor die Tür setzen will sofern ich versuche ihn rauszuschmeißen. Im Grundbuch stehen meine Fau und ich als Ehepaar. Ebenso im Kreditvertrag der Bank, die Kreditraten für das Haus bezahle ich jedoch seit Einzug 2017 ausschließlich alleine.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben wie folgt beantworte:


Grundsätzlich hat ein volljähriges Kind ohne Mietvertrag keinen Anspruch in der elterlichen Wohnung bzw. dem elterlichen Haus zu verbleiben.


Das Problem ist im vorliegenden Fall – wie Sie wahrscheinlich auch bereits erkannt haben – daß ihre Frau ebenfalls Eigentümerin des Hauses ist.


Daher steht die Verwaltung des Eigentums, oder die Ausübung des Hausrechts den Eheleuten nur gemeinschaftlich zu.

Dies bedeutet: Sie können nicht ohne ihre Ehefrau die entsprechenden Rechte ausüben.


Einen Auszug des Sohnes könnten Sie daher nur gemeinsam mit ihrer Ehefrau in die Wege leiten.

Genauso wenig kann natürlich ihre Ehefrau Sie selbst vor die Tür setzen, da Sie ja ebenfalls Eigentümer des Hauses sind.


Letztlich wird sich dieser Konflikt wohl nur durch eine gemeinsame Entscheidung lösen lassen.

Entweder man einigt sich gemeinsam auf ein weiteres Wohnrecht des Sohnes, oder aber auf einen Auszug.

Wenn keinerlei Einigung möglich ist und wirklich die Scheidung in die Wege geleitet wird, dann besteht wohl nur die Möglichkeit der Verwertung und Aufteilung des Eigentums an dem Haus.

Bevor man diesen Weg geht sollte man jedoch alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, z.B. die Möglichkeit einer Eheberatung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Thomas Mack
Rechtsanwalt









Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2020 | 16:35

Sehr geehrter Herr Mack,
Herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage. Kann ich mich denn nicht auf die Möglichkeit eines Hausverbots gegenüber Dritten gemäß § 1004 BGB berufen? Dies soll auch gegen den Willen des anderen Ehegatten möglich sein (§ 1011 BGB).

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.04.2020 | 19:16

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne möchte ich Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Diese Regelung kann im vorliegenden Fall nicht herangezogen werden, da der andere Miteigentümer – ihre Ehefrau – dem Sohn ausdrücklich ein Wohnrecht zugebilligt hat.

Daher würde es zumindest im Hinblick auf die Ausübung des Wohnrechts bereits an einem rechtswidrigen Eingriff durch den Sohn in das Eigentum aufgrund des Wohnrechts fehlen.

Dies kann jedoch grundsätzlich nur durch eine Entscheidung beider Ehegatten erfolgen, denn hier hat ein Eigentümer kein vorrangiges Recht das Wohnrecht des Sohnes zu beenden, wenn der andere Eigentümer an diesem Wohnrecht weiterhin festhalten will.

Letztlich werden Sie um eine gemeinschaftliche Entscheidung nicht herumkommen.

Als letzte Möglichkeit bleibt dann nur der gemeinsame Verkauf der Immobilie, wenn keine Einigung bzgl. der Immobilie mehr möglich ist.


Ich hoffe ich konnte Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Mack
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.04.2020 | 21:26

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