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Kind Umzug Einverständniserklärung erzwingen

07.03.2017 00:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Nach 7 Jahren Ehe und einem 4-jährigen Kind habe ich (Mann) die Trennung eingeleitet. Meine Frau hat in ihrer Verzweifelung sich kurzfristig den "erstbesten" Mann per Internet gesucht. 2 Wochen nach der Trennung hat sie noch davon gesprochen ganz in der Nähe zu unserem (meinem) Haus eine Wohnung zu kaufen, damit das Kind nah beim Vater ist. Eine Woche später, also 3 Wochen nach der Trennung, hat sie die Absicht erklärt, zu Ihrem neuen Freund zu ziehen, und zwar mit dem Kind, 2 h Fahrzeit ein Weg. Jetzt sind 3 weitere Wochen um und sie verlangt (und erpresst mich quasi) eine Einverständniserklärung des Sorgeberechtigten zum Umzug des Kindes zu unterzeichnen. Ich halte meine Frau in der ganzen Phase für nur beschränkt entscheidungsfähig oder zurechnungsfähig. Sie macht sehr schnelle Entscheidungen, hat keinen Menschen auf der Welt, mit dem sie sich beraten kann. Das Kind würde aus seinem Umfeld herausgezogen, das Kind und ich wären zu tausenden km Fahrt verdonnert, nur weil meine Frau in Ihrer Verzweifelung vergessen hat, bei den Suchkriterien nach Männern die Entfernung einzugrenzen. Und jetzt soll ich auch noch unterschreiben, daß mein Kind zu einem Mann zieht, den ich noch nie gesehen habe. Meine Frau droht jetzt dieses gerichtlich einzuklagen.... nachdem sie ihn 5 Wochen kennt. Mir wäre schon daran gelegen, wenn nur meine Frau zu dem Mann zieht und das Kind nachzieht, sobald die Beziehung nach ein paar Monaten gefestigt ist. Zur Zeit betrachte ich sie einfach als "durch den Wind", blind verliebt, aber nicht gerade sehr objektiv handelnd und schon gar nicht im Interesse des Kindes. Was kann man machen ?

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Guten Morgen,

ich beantworte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilte Informationen wie folgt:

Trotz der erfolgten Trennung von Ihrer Frau sind und bleiben Sie genauso sorgeberechtigt für das Kind wie Ihre Frau selber, vgl. dazu § 1626 BGB.

Aus diesem Grunde kann Ihre Frau nicht alleine darüber befinden und entscheiden, mit dem Kind zu ihrem Freund zu ziehen. Genau aus diesem Grunde verlangt sie ja auch Ihre Zustimmung.

Die von Ihnen dargelegten Gründe lassen durchaus den Schluss zu, dass die Absichten Ihrer Frau nicht dem Kindeswohl entsprechen, so dass Sie dann zu Recht Ihre Zustimmung verweigern.

Sofern sich die Eltern über Fragen im Zusammenhang mit dem Sorgerecht nicht einigen können, muss das zuständige Familiengericht entscheiden, vgl. § 1628 BGB.

Dabei ist es so, dass jedes Elternteil einen solchen Antrag beim Gericht stellen kann, gerichtet auf die Übertragung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrecht, § 1671 BGB.

Es ist also auch durchaus möglich und ggf. sogar sinnvoll, dass Sie aktiv werden und einen solchen Antrag stellen. Damit haben Sie das Verfahren besser in der Hand und müssen nicht auf ein Tätigwerden Ihrer Frau warten.

Sollte Ihnen das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen werden, wofür angesichts Ihrer Schilderungen Einiges spricht, können Sie einem etwaigen Umzug Ihrer Frau mit dem Kind wirksam entgegentreten.

Zudem sollten Sie umgehend mit dem Jugendamt Kontakt aufnehmen, denn das wird auf jeden Fall involviert werden.

Mit freundlichen Grüßen

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