Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kind Doppelname nach Scheidung

| 04.12.2018 20:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Frau & Herr Schmidt haben verheiratet ein Kind. Die beiden lassen sich scheiden. Frau Schmidt ist seither alleine Erziehungsberechtigt.

Frau Schmidt nimmt ihren Geburtsnamen Müller wieder an.

Wie kann das Kind einen Doppelnamen Schmidt-Müller erhalten?

Frau Müller (geschiedene Schmidt) heiratet erneut. Sie hätte gern den Doppelnamen Müller-Hoffmann, da ihr neuer Partner Hoffmann heißt.

Geht das?

Kann
a) Das Kind von Fr Müller ebenso Müller-Hoffmann heißen
b) Kann ein neues Kind (leibl. Eltern Fr. Müller, Hr. Hoffmann) den familiären Doppelnamen tragen? Herr Hoffmann ist österreichischer Staatsbürger.

Danke

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ein Doppelname ist für das Kind nach der Scheidung nicht möglich. Da die Eltern denselben Ehenamen hatten (Schmidt), erhält das Kind diesen nach § 1616 BGB . Zwar kann Frau Schmidt nach der Scheidung ihren Geburtsnamen wieder annehmen, für das Kind ändert sich der Geburtsname dadurch aber nicht.

Wenn die Mutter heiratet und den Namen ihres neuen Ehemannes annimmt, ist die Einbenennung nach § 1618 BGB möglich. Dann würden alle Hoffmann heißen. Ein Doppelname aus dem Geburtnamen der Mutter und dem neuen Famiiliennamen ist für die Mutter, nicht aber für das Kind möglich, allenfalls aus dem bisherigen Namen (Schmidt) und dem neuen Familiennamen.

Auch für ein Kind aus der neuen Ehe gilt, dass kein Doppelname, sondern nur der Familienname zulässig ist. Wenn die Eltern keinen gemeinsamen Namen führen, besteht ein Wahlrecht nach §§ 1617 , 1617a BGB .


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 05.12.2018 | 08:47

Vielen Dank.

Somit sind folgende Kombinationen möglich: Mutter: Müller-Hoffmann und das Kind Schmidt-Hoffmann?

Sind beide Umbennenungen problemlos möglich oder bedarf es besonderer Voraussetzungen?

Muss der Kindsvater zustimmen bei alleinigem Sorgerecht?

Das neue Kind kann auch keinen Doppelnamen erhalten, obwohl die Mutter einen trägt (Müller-Hoffmann)?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.12.2018 | 09:02

Sehr geehrte Fragestellerin,


gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Bei der Einbenennung ist die Zustimmung des Vaters erforderlich, wenn dieser entweder Mitinhaber der elterlichen Sorge ist oder wenn das Kind seinen Namen trägt. Ggf. kann die Einwilligung vom Familiengericht ersetzt werden, allerdings nur, wenn dies zum Wohle des Kindes erforderlich ist. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel.

Außerdem muss das Kind selber zustimmen, wenn es mindestens fünf Jahre alt ist. Das gilt unabhängig davon, ob das Kind nur den neuen Namen erhält oder einen Doppelnamen. Es sollte nach meiner Erfahrung aber sorgfältig abgewogen werden, ob ein Doppelname im Alltag für das Kind wirklich die bessere Alternative darstellt.

Der Doppelname der Mutter ist für das Kind aus der neuen Ehe nicht maßgebend. Es handelt sich hierbei um den Ehenamen Hoffmann, den auch das Kind erhält, und den Geburtsnamen der Mutter, der grundsätzlich nicht zusätzlich Bestandteil des Namens für die Kinder wird.

Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 08.12.2018 | 07:22

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank. "
FRAGESTELLER 08.12.2018 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 71410 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Rasche und klar verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
sehr schnelle Antwort mit entsprechender Hilfestellung zu Urteilen für einen Einspruch. ...
FRAGESTELLER