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Kfz-gewährleistung


22.11.2006 14:38 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Guten Tag,

ich bin ein gewerblicher Kfz-Händler. Meine Frage lautet, die Rechtslage der Gesetzlichen Gewehrleistung. Ich habe vor 2 Monaten ein 8 Jahre altes Fahrzeug verkauft, zum Zeitpunkt des verkaufs hatte das Fahrzeug keinerlei Probleme. Nach 2 Monaten rief mich der Käufer an und wies mich daruaf hin dass, das Fahrzeug seit paar Tagen (an kalten Tagen) hin und wieder ausging, und Wasser an der Frontscheibendichtung eintreten würde. Nun verlangt er von mir die schäden zu beseitigen und wies mich auf die Gewährleistung hin. Nun meine Frage , obwohl bei der übergabe des Fahrzeuges alles in Ordung war und der Käufer seit zwei Monaten zufrieden mit dem Fahrzeug war , muss ich die Schäden beseitigen ?

Mit Freundlichen Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,


als gewerblicher Händler treffen Sie die zweijährigen gesetzlichen Gewährleistungspflichten der §§ 437, 439 ff BGB.

Das heisst, dass Sie innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf verpflichtet sind, auf Verlangen des Käufers die Mängel zu beheben, die bereits bei Vertragsschluss vorlagen.Denn als Verkäufer haben Sie grundsätzlich eine mangelfreie Sache zu liefern.

Zunächst gilt, dass der Käufer natürlich beweisen muss, dass alle Mängel, die innerhalb von zwei Jahren auftreten, schon beim Vertragsschluss vorhanden waren

Da der Käufer die Mängel innerhalb von zwei Monaten nach Vertragsschluss behauptet, gilt hier der § 476 BGB:

§ 476
Beweislastumkehr

Zeigt sich innerhalb von sechs Monaten seit Gefahrübergang ein Sachmangel, so wird vermutet, dass die Sache bereits bei Gefahrübergang mangelhaft war, es sei denn, diese Vermutung ist mit der Art der Sache oder des Mangels unvereinbar.

Zu Gunsten des Privatkäufers wird also vermutet, dass die Mängel, die in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf auftreten, bereits bei Vertragsschluss vorlagen. Den Gegenbeweis müssten Sie erbringen.

Zwar gilt weiterhin, dass der Käufer Ihnen zunächst beweisen muss, dass überhaupt ein Mangel vorliegt. Kann er das, müssen Sie diesen Mangel beheben oder innerhalb der ersten sechs Monate nach dem Kauf beweisen, dass der Mangel bei Vertragsschluss noch nicht vorlag. Dass der Mangel sich bei Vertragsschluss noch gezeigt hat, ist kein Beweis, da gerade bei Fahrzeugen manche vorhandenen Mängel erst bei bestimmten Witterungsbedingungen auftreten.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung
ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
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