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Kfz Unfall, Totalschaden, Unschuldig, Ausländisches Kennzeichen, Entschädigung

06.11.2013 01:14 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Hallo,

Vor ungefähr zwei Wochen hatte ich einen Unfall auf der Autobahn. Dabei ist einem LKW ein Reifen abgefallen und hat mein Auto (Opel Astra, 1998 EZL) frontal getroffen.

Es war gleich eindeutig das ich unverschuldet daran bin (und es hat noch weitere 5 Fahrteilnehmer getroffen).

Diagnose: Wirtschaftlicher Totalschaden. Reperaturkosten 3800 €, Wiederbeschaffungswert 1300€ (vom Gutachter).

Das Auto hat ausländische (bosnische) Kennzeichen.

Das Problem (und meine Frage):

Was tun, wenn der Wiederbeschaffungswert in Bosnien grösser ist als hierzulande? Ich wollte das Auto in Zukunft verkaufen für min. 2500 €!

Kann ich von der Versicherung fordern, das sie mir das Auto reparieren, oder die Reperaturkosten auszahlen?

Wie hole ich das meiste heraus (im Sinne von: Auf welche Entschädigungen habe ich ein Anrecht)?

Ich finde wenn es auf die Auszahlung herausläuft (habe schon einen Check bekommen von 1100 €) dann ist das im grunde unfair, da ich viel Geld verliere obwohl ich keine Schuld trage.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Soweit noch nicht geschehen, können Sie zunächst einen eigenen Gutachter beauftragen um die Richtigkeit der bisherigen Begutachtung zu überprüfen. Die Kosten hat der Versicherer zu tragen.

Dieser kann auch überprüfen, ob für die Berechnungen anhand zutreffenderer Werte erfolgte. So ist vom Brutto - Wiederbeschaffungswert zunächst der Restwert in Abzug zu bringen und erst danach die Mehrwertsteuer herauszurechnen. Im anderen Fall (Ersatzbeschaffung mit Umsatzsteuer) darf auch nicht von Netto - Wiederbeschaffungswert erst der Restwert in Abzug gebracht werden und dann die Mehrwertsteuer hinzugerechnet werden. Hier ergeben sich nicht selten Fehlkalkulationen zu Ungunsten der Anspruchssteller. Sollte dies auch bei Ihnen der Fall sein, so könnten Nachforderungen geltend gemacht werden.

Beachten Sie auch, dass für die Berechnung des Wiederbeschaffungswerts nach der Rechtsprechung des BGH entscheidend ist, was Sie bei einem seriösen Gebrauchtwagenhändler im Umkreis von 50 km Ihres Wohnortes (!) für ein vergleichbares Fahrzeug zu bezahlen hätten. Eine Ausnahme gilt dann, wenn das Fahrzeug an einem anderen Ort als dem Wohnort verunfallt ist und von dort nicht mehr wegtransportiert wird.

Sollte sich herausstellen, dass die Angaben über Wiederbeschaffungs- und Restwert sowie Reparaturkosten korrekt sind, kann eine Reparatur von der Versicherung nicht verlangt werden. Reparaturkosten werden nämlich nur bis zur Höhe von 130 % der Kosten für die Wiederbeschaffung gezahlt. Alleine die Tatsache, dass Sie vorhatten, das Fahrzeug zu einem höheren Wert zu verkaufen ändert hieran nichts.

Daneben können Sie auf jeden Fall auch den Nutzungsausfall geltend machen, der hier nicht unerheblich sein könnte, da der Zeitraum von der Schadensentstehung, über die Bedenkzeit bis hin zur Wiederbeschaffung einbezogen werden kann. Weitere Schadenspositionen sind beispielhaft die Auslagenpauschale und die Zulassungskosten. Sollte dies nicht (vollständig) berücksichtigt worden sein, können Sie die Beträge nachfordern.

Eine konkrete Antwort auf Ihre Frage, wie Sie das meiste herausholen, kann ohne genaue Kenntnisse des gesamten Sachverhalts nicht gegeben werden. Sie sollten die Abrechnung des Versicherers daher von einem Anwalt prüfen lassen. Gerne stehe ich Ihnen hierzu zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde angerechnet. Die Kosten wären von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu tragen. Nutzen Sie zur Kontaktaufnahme meine E-Mail-Adresse.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
André Meyer, Rechtsanwalt

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