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Kfz Schaden Nach Inspektion

11.05.2019 13:56 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

zu folgenden Sachverhalt benötige ich ihren Rat:

Mein Kfz (letztes Jahr im April Gebraucht beim Händler gekauft) war letzte Woche bei der Inspektion wurde alles nach den Vorgaben (Öl,Klima usw.)
von Mazda erledigt.

Nun ist gestern Mein Fahrzeug liegen geblieben. Erst leuchtete die Öllampe dann fiel mein Motor aus. Darauf hin hatte ich meinen Händler mit Vertragswerkstatt angerufen und mein Problem geschildert.

Dazu meinte er ich solle mein Auto zu Ihm bringen über die Mobilitätsgarantie.
Der Anrufe bei der Zentral blieb erfolglos, es ist Freitag Nachmittag und es würde erst Montag was werden.

Somit rief ich erneut bei meinem Händler an, teilte die Aussage von dem Abschleppdienst mit.
Erklärte ihm auch das mein Auto Anspringt und läuft, ob ich es auch beruhigt in ruhe zu Ihm Fahren kann. Antwort: Er geht davon aus das es ein Marderschaden ist, Ich soll Kühlmittel und Ölstand kontrollieren wenn das in Ordnung ist kann ich es auch Raus bringen.

Gesagt getan habe es Heute um 9:30 zu ihm gebracht.
Zuerst wurde ich zurecht gewiesen wenn diese Lampe leuchtet muss ich das Fahrzeug stehen lassen.
Wenn durch das Fahren einen Motorschaden entstanden ist, bin ich selbst daran Schuld.
Er denkt, es ist das Ölsieb verschmutzt oder/und die Einspritzdüsen vom Öl, diese werden nun getauscht, kosten ca. 300€.
Vor ca. 8 Monaten hatte ich ebenfalls das Problem mit der Öllampe auch da konnte ich nach dem Anruf und Schilderung des Problems, beruhigt zu Ihm in die Werkstatt fahren.
Da war der Sensor defekt.

Ich hatte nun zweimal das Problem mit dieser Lampe und jedes mal wurde mir Mitgeteilt des ist nicht so Schlimm ich kann es fahren.
Nun frage ich mich ob ich für weitere Schäden die Werkstatt haftbar machen kann. Ich finde es unverschämt mir am Telefon mitzuteilen ich kann es zu ihm hin bringen und dann sagen ich habe vielleicht einen Motorschaden verursacht.
Dazu kommt das erst vor gut einer Woche der Kundendienst erledigt wurde, mit Öl und Ölfilter Wechsel, wie kann dann gut 800 km später deswegen ein Schaden am Auto entstehen kann.

Vielen dank Benjamin

11.05.2019 | 15:45

Antwort

von


(52)
Uetzer Straße 4 a
31234 Edemissen
Tel: 05177-9867225
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst sollten Sie schriftlich festhalten, was Inhalt der einzelnen Telefonate war und mit wem Sie gesprochen haben. Nachweisproblematiken gibt es bei Telefongesprächen schon genug; notieren Sie daher vorsorglich die Details, die Ihnen noch in Erinnerung sind (möglichst genauer Wortlaut, wurden Sie weitergeleitet -von wem-, mit wem haben Sie jeweils gesprochen, welche Qualifikation hatte die Gesprächspartnerin/ der Gesprächspartner -kaufmännisch oder technisch-, haben Sie auf eigene Bedenken aktiv hingewiesen/ nochmal nachgefragt, ob Sie wirklich mit leuchtender Lampe fahren dürfen etc.).

In der Betriebsanleitung für Ihr Fahrzeug wird mutmaßlich stehen, dass Sie mit blinkender Warnleuchte nicht weiterfahren dürfen. Eine "Ferndiagnose" am Telefon war nicht möglich, so dass für den Fall, dass durch die Überführung in die Werkstatt aus eigener Motorkraft ein Schaden entstanden sein sollte, Sie ein Mitverschulden treffen dürfte, § 254 BGB: Mitverschulden . Wie Sie dem Normtext entnehmen können, kommt es hier auf die Einzelfallumstände an (eben aus diesem Grund auch gleich schon mein einleitender Rat, den Inhalt der Gespräche möglichst genau zu protokollieren).

Nicht ganz klar ist mir, warum eine "Mobilitätsgarantie" an einem Freitagnachmittag nicht greifen sollte und warum die Werkstatt Ihren Wagen nicht selbst abgeschleppt hat (zur Not mit Stange). Da müsste man nochmal tiefer einsteigen.

Zitat:
Nun frage ich mich ob ich für weitere Schäden die Werkstatt haftbar machen kann. Ich finde es unverschämt mir am Telefon mitzuteilen ich kann es zu ihm hin bringen und dann sagen ich habe vielleicht einen Motorschaden verursacht.


Dass Sie allein "schuld" sind, sehe ich so nicht. Leider gibt es aber die allg. Nachweisproblematik (Telefonat) und, jedenfalls nach meiner Ersteinschätzung auf Basis des mitgeteilten Sachverhalts, die Frage, wie der Grad Ihres Mitverschuldens zu bewerten ist. Auch wenn es darauf letztlich natürlich nicht ankommt: Ich persönlich hätte die Überführungsfahrt in meine Werkstatt unter den geschilderten Umständen nicht gemacht...

Eine Haftung für die Auskunft am Telefon kommt in Betracht, wenn Sie darauf vertrauen durften. Das müsste man anhand der Gesprächsprotokolle genauer erörtern, wenn Sie die Schadendiagnose der Werkstatt haben.

Zitat:
Dazu kommt das erst vor gut einer Woche der Kundendienst erledigt wurde, mit Öl und Ölfilter Wechsel, wie kann dann gut 800 km später deswegen ein Schaden am Auto entstehen kann.


Das ist in der Tat bemerkenswert. Ob der jetzt eingetretene Schaden mit dem Service im Zusammenhang steht, ist dabei eine noch offene technische (nicht: juristische) Frage. Ein Marderbiss war es ja offenbar nicht (schon weil sich diese Vermutung am Telefon als unzutreffend erwiesen hat war es risikobehaftet, noch in die Werkstatt zu fahren). Nach laienhafter Internetrecherche habe ich herausgefunden, dass das Ölsieb gröbere Partikel zurückhält, die dann offenbar gar nicht erst im (gewechselten) Ölfilter ankommen. Dann wäre das Schadenbild kurz nach Öl- und Filterwechsel (ohne Siebwechsel) zwar höchst ärgerlich, aber der Werkstatt wohl nicht vorwerfbar. Diese Frage sollte aber technisch sachverständig bewertet werden. Heute empfehle ich Ihnen, nach Erstellung der Gesprächsprotokolle erstmal abzuwarten, was die Werkstatt nächste Woche mitteilt (Diagnose, Haftung) und sich dann ggf. anwaltlichen Beistand vor Ort zu suchen. Insbesondere ist zu prüfen, ob (z.B. durch AGB) die Gewährleistungsfrist verkürzt wurde. Die Verjährung der Mängelansprüche ist ansonsten in § 634a BGB: Verjährung der Mängelansprüche geregelt und kürzer als die Regelverjährung! Eventuell kommt auch ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren in Betracht.

Ich hoffe, Ihnen hier für den Mindesteinsatzbetrag eine gute erste Orientierung gegeben zu haben.

Freundliche Grüße
Stefan Pleßl, RA


ANTWORT VON

(52)

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