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Kfz-Reparatur in Fachwerkstatt

08.01.2015 08:08 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Sehr geehrte Damen u. Herren,
ich hatte meinen PKW-Diesel-Turbolader Bj 2007, 75000 km beim TÜV und musste nach der nicht bestandenen Abgasuntersuchung nochmals in die Fachwerkstatt, um den Fehler beheben zu lassen. Dazu gab es eine schriftliche Auftragserteilung. Die Fachwerkstatt rief mich an und erklärte mir am gleichen Tage, das durch den ausgelesenen Fehler (Diagnose) ein Austausch der Glühkerzen, zugehörige Kabel und elektrischer od. elektronischer Schaltgeräte vorgenommen werden. müsste. Preis ca. 450,00 €, dem ich telefonisch zustimmte. Nach weiteren 2 Stunden kam ein erneuter Anruf der Werkstatt: Beim Ausbau habe man 2 Glühkerzen abgebrochen, es würde jetzt eine erheblich größere Reparaturaufwand (gesamte Zylinderkopf erneuern) anstehen. Dazu würde man mich zu einem persönlichen Gespräch in die Werkstatt bitten.

Meine Frage: Muss ich den erhöhten Reparaturaufwand akzeptieren, denn hat nicht die Fachwerkstatt ihre Sorgfaltspflicht bei der Demontage vernachlässigt und damit das Verschulden des Abrechen/Abreißen herbeigeführt? Wenn beim Reparieren eines Bauteils dieses zerstört wird und nur noch über eine größere Reparatur der umliegenden Teile möglich ist, liegt diese Aufgabe u. Verantwortung meines Erachtens beim Verschuldner - der Fachwerkstatt.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie liegen mit Ihrer Einschätzung grundsätzlich richtig.

Wenn die Werkstatt im Zuge der Reparatur Ihres Fahrzeuges zumindest fahrlässig einen zuvor nicht vorhandenen Schaden verursacht hat, handelt es sich um eine vertragliche Pflichtverletzung.

Der hierdurch entstandene Schaden muss dann von der Werkstatt auch ersetzt werden.

Voraussetzung hierfür ist lediglich, dass die Werkstatt ein Verschulden hierfür trifft, was aber nach Ihrer Sachverhaltsschilderung zumindest (noch) unstreitig ist. Man darf gespannt sein, welchen Inhalt das erbetene persönliche Gespräch haben wird.

Den auf die Behebung des Schadens anfallenden Arbeitsaufwand müssen Sie dann nicht tragen. Dies gilt grundsätzlich auch für das hierfür zu verwendende Material, allerdings mit einer Einschränkung:

Müssen hierfür Bestandteile des Motors komplett gegen neue Ersatzteile ausgetauscht werden, etwa weil kein nach Zustand, Alter und Laufleistung vergleichbarer Ersatz zur Verfügung steht, so müssen Sie sich gegebenenfalls einen so erlangten „Vorteil" anrechnen lassen. Der Vorteil kann darin bestehen, dass Sie aufgrund des Austauschs ein neuwertiges Ersatzteil erhalten und damit eine gewisse Wertsteigerung des Fahrzeugs erhalten (etwa wenn dadurch die Lebensdauer des Motors erhöht wird), die Sie ohne das schädigende Ereignis nicht gehabt hätten.

Ob ein solcher Abzug „Neu für Alt" vorzunehmen ist und in welcher Höhe dies angemessen ist, muss anhand der konkret erforderlichen Arbeiten beurteilt werden.





Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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