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Kfz-Reparatur / Nachbesserung


05.12.2005 04:36 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte Sie meine Fragen zu beantworten, damit ich meine rechtliche Situation richtig einschätzen kann.

Dazu folgender Sachverhalt:
Nachdem mein Auto liegenbeblieben ist, brachte ich es in eine Fachwerkstatt. Ich veranlasste eine Reparatur (festgestellter Schaden: Getriebe schaltet nicht) mit Mobilitätsgarantie. Ein neuer Gangsteller wurde eingebaut und der Wagen mir übergeben. Kosten: 1400.-€. Doch bei der Übergabe bewegte sich der Wagen nicht von der Stelle. Ich reklamierte, musste aber angeblich aus versicherungstechnischen Gründen den Reklamationsvertrag unterzeichnen (auf dem diegleichen Mängel festgehalten wurden wie schon beim vorigen Reparaturvertrag). Nachdem der Kfz-Meister die ursache nicht finden konnte, schickte die Fachwerkstatt den Wagen ins VW-Werk. Dort wurde ein Defekt an der Kupplung entdeckt und repariert. Der Wagen wurde an die fachwerkstatt zurückgeschickt und mir dann von dieser übergeben.

Meine Fragen:

1.Ich denke, dass der Gangsteller unnötig ersetzt wurde. Kann ich verlangen, dass der alte Gangsteller auf Kosten der Fachwerkstatt wieder eingebaut wird?

2.Läuft die Reparatur der Kupplung nicht unter der Reklamation?

3.Muss nicht die Fachwerkstatt die Transportkosten ins VW-Werk tragen?

4.Darf die Fachwerkstatt die Reparaturkosten des VW-Werks in ihre eigene Rechnung übertragen? Muss ich diese dann bezahlen?

Vielen Dank
und mit freundlichen Grüssen

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie müssen die Reparatur nur einmal bezahlen. Sie haben sicherlich Recht, wenn Sie nach Ihrer Darstellung davon ausgehen, dass der Gangwechseler unnötig ersetzt worden ist, müssten dieses aber im Zweifel beweisen.

So, wie Sie es schildern, wird ein sogenannten Werkvertrag mit der "Fach"werkstatt geschlossen worden sein und die Leistung wäre erst dann erbracht worden, wenn der Fehler behoben und das Fahrzeug fahrbereit gewesen wäre. Erst dann wäre auch die von Ihnen zu zahlende Vergütung fällig gewesen.

So hätte hier der der Reklamationsvertrag gar nicht geschlossen werden müssen (und dürfen); diesen sollten Sie dann auch sofort anfechten. Wie Sie schon erkannt haben, läuft dieser unter "Reklamation", da das Fahrzeug bei Übergabe nicht fahrbereit gewesen ist und eben (siehe oben) damit seitens der Werkstatt der Vertrag noch nicht erfüllt gewesen ist. Auch wenn das Wort "Reklamation" so nicht zutreffend ist, läuft es letztendlich auf das Gleiche hinaus.

Da Sie Ihrerseits schon die 1.400,00 EUR gezahlt haben (so verstehe ich die Frage jedenfalls), brauchen Sie auch keine weiteren Kosten tragen, da die Werkstatt nun eben erst einmal zu erfüllen hat.

Auch sofern die Werkstatt sich eines Dritten bedient hat, sind diese Kosten nach Ihrer Darstellung nicht von Ihnen zu tragen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 06.12.2005 | 02:07

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin,

vielen Dank für Ihre schnelle und kompetent Antwort. Zur letzten Frage, die ich gestellt habe, hätte ich noch eine Nachfrage :

Nachfrage:
Die Fachwerkstatt informierte mich telefonisch darüber, dass sie den Wagen ins VW-Werk geben wolle. Ich hatte nichts dagegen und habe auch keinerlei schriftliche Vereinbarung mit der Werkstatt diesbezüglich getroffen. Die Werkstatt behauptet aber nun, dass dies eine neue Reparatur sei, die nicht unter eine Reklamation falle. Somit verlangt sie von mir die komplette Übernahme der neuen Kosten. Ist das korrekt und was kann ich tun?

Vielen Dank
und mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.12.2005 | 08:04

Die Auffassung der Werkstatt ist NICHT korrekt. Nach Ihrer Schilderung haben Sie den Wagen in die Werkstatt gebracht, UM den Mangel zu beseitigen. Dieses ist ein Werkvertrag. Da bei Rückgabe der Wagen immer noch nicht fuhr, hat die Werkstatt diesen Vertrag einfach nicht erfüllt.

Wenn diese sich nun eines weiteren Unternehmers (hier: VW-Werk) bedient, um ihre vertraglichen Pflichten (sprich: Beseitigung des Mangel; fahrbereiter Wagen) zu erfüllen, ist das kein neuer Auftrag. Also: NICHT BEZAHLEN.

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