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Kfz-Reparatur


14.05.2005 10:17 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit meinem 6 Jahre alten Kleinwagen hatte ich einen leichten Verkehrsunfall, bei dem äußerlich sichtbar lediglich die vordere Stoßstange beschädigt wurde.

Ich verbrachte den Wagen in die gleiche Werkstatt, in der ich den Wagen auch ein gutes Jahr zuvor gebraucht gekauft hatte.
Trotz ständigem Nachfragen dauerte es rund neun (9!) Wochen, bis der Wagen repariert war. Diese komplette Zeit war ich ohne Fahrzeug. Da ich auf dem Land wohne, war es ein ziemlicher Aufwand für mich, zur Arbeit zu gelangen und auch den sonstigen Tagesablauf zu bestreiten.

Auf die Fragen nach den zu erwartetenden Kosten erhielt ich immer nur die Antwort, es würde nicht so teuer und ich bekäme einen guten Preis gemacht.
Bei Abholung des PKW lag noch keine Rechnung vor und auf Fragen nach den Kosten, erhielt ich abermals oben geschilderte Antwort.

Als per Post die Rechnung eintraf, lautete sie über etwas mehr 1300,00 Euro.
Unter anderem wurden 4 neue Reifen aufgezogen und der Kupplungszug erneuert.
Dies ist für mich dann doch etwas mehr als "nicht so teuer" !
Dazu muß ich sagen, dass ich zu dem Preis die Reparatur nicht vornehmen lassen hätte, sondern den Gebrauchtwagen meines Bruders -- der sich zu dem gleichen Zeitpunkt einen Neuwagen gekauft hatte -- übernommen hätte.
Ein Tag nach Rechnungserhalt bekam ich vom Automobilhersteller unabhängig von dem ganzen eine Benachrichtigung bezüglich einer Rückrufaktion, wegen evtl. Schäden am Kupplungszug.

Meine Fragen zu dem ganzen ist nun folgend:
- Hätte die Werkstatt mich nicht bei dieser Kostenhöhe vor Beginn der Reparatur benachrichtigen müssen ?
- Ist es überhaupt zumutbar für einen Kunden so lange auf die Reparatur seinen PKW zu warten, ohne ein anderes Fahrzeug zur Verfügung gestellt zu bekommen?
- Darf die Werkstatt überhaupt den Austausch des Kupplungszugs berechnen, wenn Der Hersteller eine Rückrufaktion ( in welcher einer kostenfreier Austausch zugesichert ist) hierzu gestartet hat ?

Ich hoffe, ich habe den ganzen Sachverhalt nicht zu verwirrend dargestellt und bedanke mich im voraus schon einmal für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen



14.05.2005 | 10:48

Antwort

von


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63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: www.glatzel-partner.com
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Sehr geehrter Rechtssuchender,

ich kann Ihre Verägerung sehr verstehen. Allerdings würde ich von einem Prozess gegen die Werkstatt abraten. Sie hätten sich vor der Reparatur durch die Werksatt einen schriftlichen Kostenvoranschlag über die voraussichtlichen Reparaturkosten geben lassen müssen. Die Werkstatt hat dann nur das Recht maximal um 10 % nach oben hin abzuweichen.

Solange Sie die Werkstatt nicht zu einer vorherigen konkreten Kostenausweisung auffordern, braucht Sie dies nicht von sich aus zu machen.

Auch hätten sie einen festen Termin bestimmen sollen, bis zu dem die Reparatur abgeschlossen sein muss. Wäre der Termin dann nicht eingehalten worden, hätten Sie sich einen Ersatzwagen mieten können und die Kosten hierfür als Schadensersatz geltend machen können.

Bzgl der Kupplungsreparatur kann man aber durchaus daran denken Schadensersatz hierfür beim Hersteller des Wagens zu verlangen. Die Kupplung musste nämlich nur deshalb repariert werden, weil sie vom Hersteller schon schadhaft eingebaut wurde. Das das Verschulden beim Hersteller auch liegt, können Sie auch ohne weiteres beweisen, da dieser ja wegen dieser Schäden eine Rückrufaktion gestartet hat.Grds darf die Werkstatt Ihnen zunächst einmal aber die Rechnung für die Reparatur des Kupplungszuges vorlegen. Wie gesagt bestehen meines Erachtens aber gute Chancen die Reparaturkosten für den Kupplungszug als Schadensersatz bei dem Hersteller reinzuholen. Sie sollten hierfür mit vorhandenen Unterlagen einen Anwalt vor Ort kontaktieren.

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

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