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Kfz Kauf eines PKW

| 09.10.2014 18:10 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


09:37
Guten Tag
Wir haben am Sonntag einen Wagen gekauft mit Kaufvertrag der Verkäufer hatte den Wagen für zehn Tage im Kraftfahrzeugbrief auf seinen Namen gemeldet gehabt. Er behauptet seine Frau kann mit dem Wagen nicht Rückwärtsfahren und möchte ihn deshalb wieder verkaufen
Wir waren nun in der Werkstatt und der Wagen hat einige Mängel Menge in Höhe von über 1500 € die Reifen die aufgezogen sind hiervon ist eine Felge inzwischen schon ein 10 cm Riss und muss somit umgehend gewechselt werden Der Verkäufer sagt er hätte von all diesen Dingen nichts gewusst er hat den Wagen ja auch nur ein Monat gehabt. Er sagt Der Mann der ihn das Fahrzeug verkauft hat sei ein ehrlicher Mann gewesen und der hat ihm auch nicht gesagt dass das Auto solche Schäden hätte und sagte in der Wagenseil in Ordnung. Bei unseren Kauf wurde erst nach dem Kauf ersichtlich anhand einer Rechnung die uns der Verkäufer in die Hand gab, dass der Wagen einen gebrauchten Austauschmotor hat Der Verkäufer hätte uns in dem Moment noch den Wagen zurückgenommen jedoch waren wir bereits 3 Stunden hingefahren zum einkaufen des Wagens hatten zwei Stunden die ganzen Geschichte abgehandelt und waren fertig und wollten nur noch nach Hause Der Wagen gefiel uns von Äußeren sehr und wir dachten nicht dass das so ein großes Problem kommen könnten haben wir ein Rückgaberecht oder haben wir überhaupt Rechte 1000 € die wir schon investiert haben zurückzufordern mit freundlichen Grüßen
09.10.2014 | 18:58

Antwort

von


(2104)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
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Sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst einmal kommt es darauf an, ob Sie das Fahrzeug bei einem Händler oder einer Privatperson gekauft haben.

Ich nehme an, dass es sich um eine Privatperson handelte.
Hier kommt es dann weiter darauf an, was im Kaufvertrag vereinbart worden ist.

Auch nehme ich an, dass der übliche Gewährleistungssausschluss vereinbart wurde. Dieser greift allerdings nicht bei Mängeln, die der Verkäufer arglistig verschwiegen oder bei Eigenschaften, die er zugesichert hat.

Die Beweispflicht liegt allerdings bei Ihnen, sodass Sie dem Verkäufer beweisen müssen, dass er von den Mängeln wussten bzw. dass er Ihnen zusicherte oder auch davon wusste, dass es sich um einen Austauschmotor handelte.

Erst dann haben Sie die Möglichkeit, Mängelbeseitigung zu verlangen, und falls er dies nicht tun sollte entweder den Kaufpreis zu mindern oder vom Vertrag zurück zu treten.

Gerne kann ich mir den Kaufvertrag einmal anschauen, den Sie mir kostenfrei direkt per Email zusenden können.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 10.10.2014 | 09:16

Guten Tag Herr Hoffmeyer,

es handelte sich um eine Privatperson, jedoch wurde der Wagen erst am 22.9.2014 auf diesen Herren Norri zugelassen und ich bin mir dadurch nicht sicher, ob es wirklich eine Privatperson ist oder ob er so nur die rechtliche Gewährleistung, wie es ein Händler geben muss, umgehen wollte. Auf jeden Fall hatten wir dadurch dass wir schon 3 Stunden Anfahrtsweg zu ihm hatten und insgesamt noch 2 Std. verhandelt bis wir den Vertrag unterschrieben hatten, schon 5 Stunden Kraft verloren. Er sprach von einer Rechnung vom Vorbesitzer, in der nachgewiesen ist, dass er den Zahnriehmen bei 153.000 km gewechselt hatte. Ich musste Herrn Nori nochmals eindringlich bitten, mir die Rechnung zu zeigen, dies machte er dann erst, als er schon die Winterreifen meinem Mann noch übergab und ins Auto hinten reinlegen wollte. Die Reifen waren drin verstaut und ich laß mir die Rechnung in der Zwischenzeit genau durch, das Auto war nun abfahrbereit und entdeckte dabei, dass hier darauf stand, dass der Wagen einen gebrauchten Austauschmotor hat. Ich fragte ihn, was denn das soll, er sagte ja, das wäre so. Ich war schockiert, es waren nun schon mindestens 5 Stunden inkl. unserer Anfahrt vergangen und nun das, mein Mann wollte auch nicht mehr groß darüber nachdenken und wir entschieden uns den Wagen mitzunehmen. Er bot uns noch an, er könne ihn ja wieder zurücknehmen , aber wir waren hierzu zu erschöpft und unsere Tochter 9 Jahre war auch genervt und wollten nur noch gehen. Herr Noori versicherte der Motor hat nichts und wir brauchen bestimmt nicht in die Werkstatt zu gehen, das kostet nur unnötig Geld er hat ja den Ölwechsel gemacht und der Wagen fährt. Seiner Frau gefällt er nicht, da Sie nicht in die Parkgarage einparken kann. Wir waren noch 4,5 Stunden auf der Heimfahrt durch Staus beschäftigt. Ich wurde immer unruhiger und gab daher den Wagen lieber zum Check in die Werkstatt. Leider stellte sich in der Werkstatt heraus, dass der Wagen nicht nur eine Lampe und die Funkschlüssel nicht funktionierten wegen einer defekten Lampe und einem Peering Problem, es ist hier die Steuerung der Platine defekt was alleine ein Bezug des Teiles von 350,00 EUR ausmacht dies zu reparieren. Weitere defekte Teile wie das Zündschloss welches ausgeleihert ist, Kostenpunkt 250,00 EUR. Eine Reifen hat einen Nagel enthalten und die Felge auf welchem der Reifen aufgezogen ist, ist zudem 10 cm gerissen und muss sofort gegen ein neues Rad mit Felgen getauscht werden. Das bisschen Motorgeräusch sind die Dichtungen unter dem Zylinderkopf, dies kostete 300,00 EUR zur Reparatur. Der Aschenbecher ist kaputt 100,00 EUR , die Armlehne 50,00 EUR die schwachen Gasdruckfedern am Kofferraumdeckel 150,00 EUR + Ein-Ausbau .Wir haben nun außer der Steuerplatine und den Rädern alles machen lassen und uns wird wohl eine Rechnung in Höhe von ca. 1200 EUR ins Haus flattern und eigentlich käme noch die Steuerplatine hinzu. Das nächste ist, dass der Wagen meiner Meinung nach vom Erstbesitzer wohl die KM gedreht haben könnte, denn dieser fuhr in einem Jahr alleine 76.000 km, dann fuhr er noch 2 Jahre den Wagen, verkaufte ihn und der neue Besitzer fuhr den Wagen weitere 2 Jahre und hier erfolgte der neue Scheckhefteintrag mit 100.000 km Zahnriehmenwechsel. Also fuhr der Wagen unter der gleichen Hand noch 2 Jahre + neue Hand 2 Jahre, also insgesamt 4 Jahre, nur noch 25.000 km, dies kann eigentlich nicht sein. Die 3. Hand hatte den Wagen nur 3 Monate über Jahreswechsel gehabt. Die 4. Hand hatte bei 153.000 km einen Zahnriehmenriß und hatte deshalb im Scheckheft hier den Eintrag als weiterer Zahnriehmenwechsel, es wurde allerdings nicht im Scheckheft der Austauschmotor (gebraucht) erwähnt. Mich wunderte nur der schnelle Zahnriehmenwechsel, welcher eigentlich erst bei 120.000 km fällig ist, vor Kaufabschluss. Der Besitzer welche den ATMotor einbauen ließ fuhr den Wagen bis Sep. 2014, dann kaufte ihn Herr Noori von welchem wir den Wagen am 6.10. als nur 10 Tage später mit nun 215.286 km kauften. Herr Noori tut immer so am Telefon, als wenn ihm dies alles schrecklich leid tut und er schwöre bei seiner Mutter, dass er dies nicht wußte. Er ist Iraker seine Frau Ukrainerin. Der Vorbesitzer davor hat keine Rechnung zum ATMotor zur Hand und wir müssten glauben, dass der Motor generalüberholt mit dem gleichen KM Stand wie der Wagen verbaut worden ist. 1. Frage was können wir machen? 2. Frage was für Möglichkeiten bestehen hier für uns gegen die anderen Vorbesitzer, bzw. dem Erstbesitzer war eine Firma, falls hier die km runtergedreht worden sind? Mein Mann möchte nicht gerne einen Rechtsstreit vor Gericht, er meint von Herrn Noori welcher selbst kaum Geld hat können wir nichts erwarten, er hat inzwischen ein neues Kleinfahrzeug lt. unserem Telefonat gekauft und wie bedauerlich hier musste er 700,00 EUR für das Getriebe investieren...
Gerne hören wir von Ihnen Den Kaufvertrag kann ich hier leider nicht mit anhängen, geben Sie mir hierzu einfach Ihre Kontakdaten, damit ich den Vertrag noch zumailen kann. Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.10.2014 | 09:37

Sehr geehrte Fragestellerin,

hinsichtlich der Eigenschaft als möglicher Händler würde ich empfehlen, die Person einmal zu googeln oder aber beim Gewerbeamt nachzufragen. Hier dürften sich dann entsprechende Belege unter Umständen finden lassen. Andernfalls sind wir allerdings gezwungen, davon auszugehen, dass er eine Privatperson ist.

Hinsichtlich des Austauschmotors ist es allerdings so, dass Sie vor dem Kauf davon Kenntnis gehabt haben, jedenfalls aber noch vom Kauf zurücktreten konnten, allerdings den Wagen in dieser Form trotzdem akzeptierten. Dies mag verständlich sein nach all den Strapazen, allerdings würde dies rechtlich eben als "Annahme" bewertet.

Hinsichtlich der Mängel wären Sie sodann in der Beweispflicht, dass der Verkäufer davon wusste. Hier würde sich anbieten, den direkten Vorbesitzer zu fragen, ob dieser beim Verkauf eben auf diese Mängel hingewiesen hatte.

Sollte sich allerdings herausstellen, dass der Kilometerstand falsch ist, so können Sie den Wagen ohne Schwierigkeiten zurückgeben, da der Kilometerstand eine zugesicherte Eigenschaft ist, die zum Rücktritt berechtigt, wenn diese nicht stimmen sollte, unabhängig der Kenntnis vom Verkäufer.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Über eine ggf. positive Bewertung würde ich mich freuen.

Die Kontaktdaten befinden sich auf einem Link bei meinem Namen oder mich über die Anwaltssuche suchen.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.10.2014 | 10:50

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