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Kfz-Haftpflichtschaden

08.07.2011 22:21 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Dratwa


Meine Tochter (5 Jahre) wurde im Beisein ihrer Mutter beim Überqueren eines ampelgeregelten Fußgängerüberweges von einem Auto angefahren. Sie hatte natürlich grün, allerdings gab es Zeugen, die behaupten, die Fußgängerampel habe rot angezeigt. Sie erlitt eine Fraktur von Schien- und Wadenbein rechts sowie eine große Fleischwunde an der rechten Fußsohle. Sie war vier Tage stationär im Krankenhaus und ca 6 Wochen im Rollstuhl. Entsprechend bedurfte sie währen der ganzen Zeit einer Betreuung zuhause. Einer von uns Eltern konnte also jeweils nicht arbeiten gehen. Die Einkommenseinbussen hielten sich in Grenzen, da mein Arbeitgeber 10 Tage das Gehalt weiterzahlte; meine Frau erhielt 10 Tage Krankengeld. Die restlichen Tage wurden mit Überstunden, Urlaubstagen und Wechselschichten abgedeckt. Unser Anwalt hat wegen der Zeugenlage praktisch nichts unternommen, noch nicht einmal die gegnerische Versicherung angeschrieben. Daraufhin haben wir ihm das Mandat wieder entzogen und uns selbst an die Versicherung gewandt. Diese bietet nun EUR 2000,- als Vorschuß an und weitere EUR 3000,- bei Unterzeichnung einer Abfindungserklärung an. Ist bei diesem Angebot davon auszugehen, daß die Versicherung wohl eigentlich zu einer noch höheren Zahlung "verpflichtet" wäre. Sollte ich also das Schreiben der Versicherung lieber anwaltlich prüfen lassen? Ich bin nämlich angesichts der Schmerzensgeldzahlungen in Deutschland überrascht über die Höhe des Angebotes.

Sehr geehrter Fragesteller,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage.

Die Versicherungen halten sich bei der Bemessung des Schmerzengeldes im Regelfall an die ADAC Schmerzensgeldtabelle, die eine Vielzahl von Urteilen zu verschiedenen Verletzungen und deren entsprechendes Schmerzensgeld enthält. Jedoch muss selbstverständlich jeder einzelne Fall für sich betrachtet werden. Die in den Schmerzensgeldtabellen erfassten Vergleichsfälle bilden in der Regel nur den Ausgangspunkt für eine letztlich notwendige, fallspezifische Schmerzensgeldbemessung. Dies wird von den Versicherungen vielfach nicht so gehandhabt, sondern recht einseitig nach der Tabelle anhand von Vergleichsfällen vorgegangen. Inwieweit das Abfindungsangebot von der Höhe her gerechtfertigt ist, kann ohne Einsicht in die vorhergehenden Schreiben der Versicherung sowie ärztlicher Gutachten bzw. Atteste bezüglich der bei dem Unfall erlittenen Verletzungen Ihrer Tochter nicht gesagt werden. Im Regelfall ist es allerdings so, dass Versicherungen Abfindungszahlungen mit entsprechenden hierzu gehörenden Erklärungen anbieten, um der Gefahr von Folgeschäden und damit weiteren Zahlungen zu entgehen. Wie im Einzelnen die Abfindungserklärung ausgestaltet ist, sollte unbedingt vor Unterzeichnung durch einen Anwalt geprüft werden, wobei dieser gleichzeitig überhaupt noch die Höhe des Angebotes der Versicherung überprüfen sollte. Vielfach ist noch mehr herauszuholen und das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Ich würde Ihnen insoweit gerne behilflich sein und bitte insofern bei Bedarf um entsprechende Kontaktaufnahme per E-Mail oder im Rahmen einer Direktanfrage.

Im Übrigen stehe ich selbstverständlich bei Unklarheit für eine Nachfrage zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß

Peter Dratwa
Rechtsanwalt


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