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Kettenschenkung Spekulationsfrist

| 10. September 2022 13:16 |
Preis: 180,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
meine Großmutter G war seit 1989 bis zu deren Tod 2019 Eigentümerin eines Grundstücks mit großem Garten, auf dem seit langer Zeit ein Einfamilienhaus steht. Meine Großmutter verstarb in 2019 und hinterließ/vererbte das Haus mit Garten meiner Mutter M. M beabsichtigte, das unentgeltliche Erbe an ihre beiden Kinder (K1 (das bin ich) und K2 (meine Schwester)) zu verschenken. Dazu wurde das große Grundstück geteilt. Im Jahr 2020 wurde das aus der Teilung hervor gegangene, unbebaute Grundstück seitens M an K1 verschenkt per not. Vertrag. Ich stehe nun also im Grundbuch. In der Zwischenzeit habe ich beim Bauamt erreicht, dass das bisherige (Garten)Grundstück zu Bauland wurde. Dieses möchte ich nun, da eine Bebauung für eigene Wohnzwecke nicht mehr in Frage kommt, gern veräußern. Durch die Wandlung in Bauland hat das Grundstück einen soliden Wertzuwachs erfahren.
Bitte teilen Sie mir mit, ob ich den Wertzuwachs wegen evtl. noch nicht abgelaufener Spekulationsfrist versteuern muss, oder ob für den Beginn der Spekulationsfrist der Erwerb meiner Großmutter G in 1989 Geltung hat. § 23 EStG Abs, 1 Satz 3 ist für mich nicht eindeutig.

Vielen Dank für Ihre Mühe und beste Grüße
H. Huschke

10. September 2022 | 14:21

Antwort

von


(517)
Albstraße 45
73249 Wernau
Tel: 07153/9964381
Web: http://www.dr-traub.legal
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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der unentgeltliche Erwerb eines Wirtschaftsguts z. B. durch Erbschaft, Vermächtnis, Pflichtteil oder Schenkung ist keine Anschaffung i. S. d. § 23 EStG.

D. h. es liegt hierin kein Erwerbsvorgang, über welchen die Spekulationsfrist nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG ausgelöst wird.

Vielmehr verweist § 23 Abs. 1 S. 3 explizit darauf, dass die Haltezeiten der Rechtsvorgänger zuzurechnen sind. Der Gesetzestext lautet wie folgt:

"Bei unentgeltlichem Erwerb ist dem Einzelrechtsnachfolger für Zwecke dieser Vorschrift die Anschaffung oder die Überführung des Wirtschaftsguts in das Privatvermögen durch den Rechtsvorgänger zuzurechnen."

Da auch die Erbschaft Ihrer Mutter kein Erwerbsvorgang nach § 23 EStG darstellt, ist auf den Erwerb der Großmutter und Erblasserin abzustellen. Und dieser Erwerb erfolgte im im Jahre 1989.

Somit befindet sich die gesamte Kette, bis einschließlich zu Ihnen, im Bereich der steuerfreien Vermögensverwaltung.

Dass das Grundstück nunmehr geteilt wurde und/oder mittlerweile Bauland wurde, ist ebenfalls irrelevant, da es sich nicht um eine Transaktion im Sinne des § 23 EStG handelt.

Mangels "Erwerbsvorgang" in den letzten 10 Jahren ist daher für Sie die Spekulationsfrist und die Versteuerung eines potentiellen Spekulationsgewinns nicht maßgeblich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Sofern ich Ihnen bei Ihrem Anliegen weiter helfen konnte, wäre ich Ihnen über die Abgabe einer vollen 5-Sterne-Bewertung verbunden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub
-Rechtsanwalt-
Fachanwalt für Steuerrecht


Bewertung des Fragestellers 10. September 2022 | 14:29

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Vielen Dank für die eindeutige und sehr verständlich geschriebene Antwort. Ich komme gern in einem etwaigen zukünftigen Sachverhalt auf Ihre Hilfe zurück. Einfach TOP!!!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 10. September 2022
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