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Keplatzter Autoverkauf


07.05.2007 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe hier folgende Situation und bitte um Ihre Hilfe:

Ich habe am 28.04.2007 einen Oldtimer privat an privat für 5500
EUR verkauft.
Der Käufer und ich haben das Geschäft mit einem ADAC-Kaufvertrag
besiegelt. In diesem Kaufvertrag ist die Abholung des Wagens bis
spätestens Ende Mai 2007 vereinbart worden. Der Betrag von 5500
EUR ist bei Abholung zu begleichen. Eine Anzahlung wurde
nicht vereinbart.

Nun habe ich am 05.05.2007 selber einen Wagen zum Preis von 7500
EUR von privat gekauft.
Ich habe dem Verkäufer des Wagens eine Anzahlung von 1000 EUR
bezahlt und ebenfalss in einem ADAC Kaufvertag wurde die
Restzahlung von 6500 EUR bei Abholung des Wagens bis spätestens
Ende Mai 2007 vereinbart.

Nun hat der vorgesehene Käufer meines Wagens am 05.05.2007 mir
telefonisch mitgeteilt, dass er das Geschäft nicht abschliessen
kann, da er das Geld (5500 EUR) nun doch nicht aufbringen kann.
Dabei handelt es sich um eine Lebensversicherung die nun doch
nicht vorzeitig abgebrochen werden kann.
Er hat sich vorbildlich bei mir entschuldigt, jedoch habe ich
vorerst noch nicht eingewilligt, da ich das Geld ja für den
Kauf meines Wagens benötige.

Als ich den Verkäufer meines von mir gekauften Wagens darüber
informierte, stellte er sich stur und berief sich auf unseren
Kaufvertrag, was ja auch verständlich ist.
Sollte das Geschäft nicht zustande kommen, wird er die von mir
bereits angezahlten 1000 EUR behalten.

Nun meine Frage:
Kann man so einfach einen Kaufvertrag platzen lassen und muß
der vorgesehene Käufer meines Wagens mir den Schaden von 1000 EUR
ertatten ?

Ich hoffe , ich habe den Sachverhalt einigermaßen klar
geschildert.

Viele Grüße

Oliver P.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier sollten Sie "Ihren Käufer" darauf aufmerksam machen, dass Verträge einzuhalten sind und er die Kaufpreis Zug-um-Zug gegen Lieferung des Wagens zu zahlen hat.

Ein Rücktrittsrecht gibt es bis auf wenige Ausnahmen, die hier nicht eingreifen, nicht und der Käufer ist an der Vertrag gebunden; allerdings muss er auch erst Ende Mai das Fahrzeug abholen und zahlen.

Vor diesem Hintergrund haben Sie eine gute Position, die die gegen den Käufer vorbringen können. Denn hält er den Vertag nicht ein, können Sie in der Tat Schadensersatzansprüche geltend machen.

Sofern Sie nachweisen können, dass Sie einen Verlust von 1.000,00 EUR gemacht haben, wäre dieser Schaden dann nach Fristsetzung (oder bei ernsthafter Erfüllungsverweigerung, die Sie sich dann schriftlich geben lassen sollten) zu ersetzen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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