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Keine fristgerechte Lieferung eines Artikels, nach Stornierung, keine Rückzahlung


| 24.10.2007 15:06 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Am 17. März bestellte ich auf der Internetseite der Firma "co:oomo" ein Sofa. 2 Tage später erhielt ich per Mail eine Rechnung mit folgendem Inhalt:

19. März 2007 bei Eingang der Gesamtsumme auf dem Konto von
„Jolie & Well Ltd.“ wird Sofa in Auftrag gegeben

20. März Überweisung der Kaufsumme durch mich
(Lieferzeit 12-16 Wochen)

Keine Antwort oder Empfangsbestätigung durch co:oomo
Erst auf Nachfrage meinerseits nach 14 Tagen wird mir der Zahlungseingang bestätigt

5. Juni Nachfrage meinerseits
Antwort- aufgrund terminlicher Verschiebungen ver-
längert sich Lieferzeit

1. August Nachfrage meinerseits nach 19 Wochen "Lieferzeit"
Co:oomo rechnet mit Fertigstellung in 2 Wochen, dann 4
Seeweg nach Deutschland

17. September Nachfrage meinerseits nach 27 Wochen

18 Sept. Nachfrage meinerseits
Lieferzeit verzögert sich um weitere 6-8 Wochen, daher werden mir
75 Euro Preisnachlass angeboten

18. Sept. Auftragsstornierung angenommen
14 Werktage Bearbeitungszeit bis Rückzahlung der am
20. März eingezahlten Summe

10 Okt. Nachfrage meinerseits
Antwort per Mail -Vertröstung durch co:oomo

12. Okt. Nachfrage meinerseits
Vertröstung

16. Okt. Nachfrage meinerseits

Seit dem keine Antworten mehr auf Nachfragen von mir. Keine Überweisung des Geldes. Nun weiß ich mir keinen Rat mehr.
Zu keinem Zeitpunkt hat sich die Firma "co:oomo" selbstständig gemeldet, um über Verlängerung der Lieferzeit zu informieren, obwohl sie mit diesem "Service" werben.
Antworten kamen immer nur auf Druck von mir. Bitte geben Sie mir einen Rat, was ich unternehmen muss, um mein Geld zurück zu bekommen.
Herzlichen Dank im Voraus!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Durch Weglassen oder Hinzufügen von wesentlichen Tatsachen kann die Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen. Es können nur die wesentlichen Aspekte des Falles geklärt werden.

Aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Sie sollten ein schriftliche Zahlungsaufforderung mit Fristsetzung an die Gegenseite übersenden. Hierdurch setzen Sie die Gegenseite in Verzug. Die Frist zur Zahlung sollte mind. 2 Maximal 3 Wochen betragen. Drohen Sie an, ein Mahnverfahren einzuleiten, oder anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sinnvoll ist hier ein Einschreiben, damit Sie den Zugang der Zahlungsaufforderung später bei Bedarf beweisen können.

Erfolgt die Zahlung dann nicht, können Sie ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Die hieraus erwachsenden Kosten werden der Gegenseite auferlegt. Das Verfahren können Sie selbst einleiten. Informationen und Vordrucke erhalten Sie bei dem Amtsgericht in Ihrem Bezirk. Alternativ kann auch eine Klage eingereicht werden.

Hier gilt jedoch folgendes. Wenn sich die Firma in Verzug befindet, können Sie auch einen Anwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen (also mit dem Mahnverfahren o.ä.) beauftragen. Denn die Kosten des Anwaltes müssen Ihnen zusätzlich zu der Hauptforderung ersetzt werden.

Das Risiko besteht in einer evtl. Insolvenz der Firma, oder dass es sich um eine nicht zu ermittelnde „Briefkastenfirma“ handelt. In diesem Fall müssten Sie die entstehenden Kosten selbst tragen.

Sollten Sie einen Anwalt beauftragen wollen, wäre auch ich gerne bereit, die Vertretung zu übernehmen. Für diesen Fall setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2007 | 12:58

Sehr geehrter Herr Kerres,
vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Nun hat sich der Sachverhalt geändert. Ich habe, wie Sie mir geraten haben, per Einschreiben eine Zahlungsaufforderung an die Firma Jolie&Well Ltd. geschickt. Natürlich kam keine Antwort. Ich habe daraufhin nochmals eine Mail mit einer Erinnerung geschickt. Daraufhin wurde mir per Mail mitgeteilt, dass die Firma am Freitag, den 26. 10. den Insolvenzantrag gestellt hat. Was soll ich nun tun? Trotzdem ein Mahnverfahren einleiten? Eventuell über Sie? Gibt es überhaupt ein Chance, auch nur einen Cent zurück zu bekommen?
Hochachtungsvoll G.L.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2007 | 16:25

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sollte der Lieferant tatsächlich Insolvenz angemeldet haben, wird ein Mahnverfahren gegen ihn Ihnen leider keinen Vorteil mehr bringen. Denn die Vollstreckung in die Insolvenzmasse ist ausgeschlossen.

Sie sollten so schnell wie möglich herausfinden, wer der Insolvenzverwalter ist und bei diesem die Forderung anmelden. Der Insolvenzverwalter wird die Forderung aufnehmen und das (Rest-)Vermögen entsprechend einer Quotelung zwischen allen Gläubigern aufteilen.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass erfahrungsgemäß keine oder nur sehr geringe Zahlungen zu erwarten sind. Eine Vertretung werde ich übernehmen, falls Sie dies wünschen. Fraglich ist allerdings, ob nicht meine Kosten in dem Fall Ihren zu erwartenden „Gewinn“ bei weitem übersteigen.

Es tut mir leid, Ihnen keine positivere Antwort geben zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Kerres
- Rechtsanwalt -

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