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Keine Ware nach Kauf von Privat über eBay Kleinanzeigen

05.01.2014 21:06 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Robert Weber



Am 11.10.2013 kam zwischen mir und einem privaten Anbieter eines Smartphons über eBay Kleinanzeigen ein Kaufvertrag zustande, indem ich, nachdem man sich per Mailverkehr auf einen Kaufpreis von 375,-€ einigte, den Betrag auf dessen Girokonto überwies.

Nachdem ich vergeblich auf die Lieferung des besagten Smartphones wartete und der Verkäufer nicht auf meine E-Mails antwortete, recherchierte ich mit den vorhandenen Daten:
Name, Wohnort & dessen Bankdaten.

Ich konnte das Facebookprofil ausfindet machen und kontaktierte den Verkäufer. Dieser teilte mir mit, dass er mir das Geld zurückerstatten wollen würde, sobald zum Monatsende sein Gehalt auf seinem Konto eingehen würde. Nach erneuter Anfrage und Androhung rechtlicher Schritte teilte mir der Verkäufer später mit, er hätte den Betrag über weisen wollen, jedoch hätte das Guthaben nicht ausgereicht, sodass die Rückzahlung nicht zustandekommen konnte. Ich habe daraufhin noch mehrmals an ihn (vermutlich noch heranwachsend, gerade volljährig) appelliert, dass er vernünftig sein möge und das Geld einfach zurücküberweisen solle. Gleichzeitig verwies ich auch jedesmal darauf, dass ich andernfalls einen Rechtsanwalt beauftragen werde. Seit dem 13.11.2013 hat mir der Verkäufer, trotz nochmaliger Androhung, sich rechtlichen Beistand einzuholen, weder eine Rückmeldung gegeben, noch habe ich mein Geld zurück erhalten.

Da ich im November mit einer Kündigung meines Arbeiteplatzes konfrontiert war und diese Umstände erst jetzt bereinigt werden konnten, kann ich mich dieser Sache erst jetzt wieder annehmen.

Hierzu möchte ich wissen:
- Können trotz der knapp 3 Monate seit erstmaliger Anweisung des Kaufbetrages noch rechtliche Schritte eingeleitet werden.
- Gibt es, da ich nicht rechtschutzversichert bin, eine Möglichkeit, sich die Hilfe eines Anwalts einzuholen und diese Kosten dem Verkäufer in Rechnung zu stellen?

Welcher Weg ist unter diesen Gesichtspunkten der für mich günstigste? Ist hier überhaupt noch etwas von meinem Geld zu retten?

Ich habe sämtliche Belege (E-Mail-Verkehr, Facebook Chatprotokolle, Überweisungsbestätigung sowie die ursprüngliche eBay-Anzeige) als PDF-Dateien archiviert.

Einsatz editiert am 05.01.2014 21:14:00

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben und unter Beachtung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:

Sie können durchaus rechtliche Schritte einleiten. Kritisch ist lediglich die Verjährung, aber die tritt erst drei Jahre nach dem Vorfall ein.

Wenn Sie den Rechtsstreit gewinnen, muß der Verkäufer auf jeden Fall die Kosten tragen. Allerdings müssen Sie gegenüber dem Anwalt die Anwaltskosten zuerst bezahlen und dann von dem Verkäufer erstattet verlangen. Das Risiko hierbei wäre, dass der Verkäufer kein Geld hat und in Privatinsolvenz geht.

Die günstigste Variante wäre, dass Sie dem Verkäufer eine Frist (14 Tage) zur Rückzahlung setzen. Nach Ablauf der Frist können Sie einen Mahnbescheid bei dem Mahngerich Hagen (=Amtsgericht Hagen) beantragen. Allerdings benötigen Sie dafür seine Wohn- oder Geschäftsadresse.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Ansonsten verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.

Nachfrage vom Fragesteller 05.01.2014 | 22:10

Vielen Dank für das aufzeigen der Möglichkeiten.

Kann diese Fristsetzung durch mich über den einzigen Nachrichtenkanal zum Verkäufer, in diesem Fall Facebook, erfolgen und habe ich selber eine Möglichkeit, zwecks eines Mahnbescheides bei Fristverstreichung die Wohnanschrift beim Einwohnermeldeamt, o.ä. zu ermitteln oder obligt dies bereits lediglich Rechtsanwälten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.01.2014 | 22:23

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie können bei dem Einwohnermeldeamt versuchen, die Adresse zu erfragen, allerdings ist nicht sicher, ob Sie Erfolg haben werden, da es möglicherweise mehrere Personen des Namens gibt.

Alternativ können Sie auch bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Betruges erstatten. Die Staatsanwaltschaft wird dann über die Bankverbindung bzw. den Ebay-Account die Identität herausfinden und den Verkäufer dann verhören. Sie können dann über eine Akteneinsicht die Adresse herausfinden.

Eine weitere Alternative wäre der Käuferschutz von Ebay, allerdings gilt dort eine Frist von 90 Tagen, d.h. Sie sollten dort SOFORT handeln.

Mit freundlichen Grüßen,

Robert Weber
Rechtsanwalt

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