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Keine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld trotz bevorstehender Eigenkündigung möglich ?


| 03.11.2006 23:02 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Claudia Bärtschi



Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit 15.01.2006 nach etwa 2 Jahren Krankheit und Arbeitslosigkeit wieder in meinem gelernten Beruf. Glücklich endlich wieder halbtags arbeiten zu können, habe ich über viele Mißstände an meinem Arbeitsplatz hinweggesehen. Doch nun machen mich die Mißstände körperlich und teilweise auch psychisch (wieder) krank.Da ich weiß, wenn ich jetzt selber kündige droht mir eine Sperrfrist vom Arbeitslosengeld, will daher nicht selber unüberlegt kündigen. Was muß in einem ärztlichen Attest stehen, damit klar hervorgeht, daß ich unter diesem (Arbeits-)Umständen krank werde, dort nicht weiterarbeiten kann und deshalb kündige, aber keine Sperrfrist vom Arbeitslosengeld riskiere ?
Ich erwarte eine Empfehlung, die ich meinem Arzt vorlegen und dann dem Arbeitsamt vorlegen kann. Wie gehe ich da vor ?
Sehr geehrte Fragestellerin,

besten Dank für Ihre Anfrage. Vorab möchte ich Sie darauf hinweisen, dass der Anspruch auf Arbeitslosengeld nur besteht, wenn Sie vorher 12 Monate gearbeitet haben. Aufgrund Ihrer Schilderung dürfte das am 14.1.2007 der Fall sein. Wenn das Arbeitsverhältnis vorher endet, haben Sie schon aus diesem Grund keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Bei Kündigung durch den Arbeitnehmer wird eine Sperrzeit von 12 Wochen verhängt, wenn nicht ein wichtiger Grund vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt unter anderm vor, wenn das Arbeitsverhältnis Ihre Gesundheit nachhaltig schädigt. Auch Mobbing am Arbeitsplatz kann einen wichtigen Grund für die Kündigung darstellen.
Ein ärztliches Zeugnis sollte daher aufzeigen, inwiefern Sie durch die Arbeit gesundheitlich beeinträchtigt werden und ob möglicherweise bleibende Schäden zu befürchten sind.

Die Verhängung der Sperrzeit liegt im Ermessen des Sachbearbeiters der Arbeitsgentur. Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, vor einer Kündigung mit der Arbeitsagentur Kontakt aufzunehmen und Ihre Situation zu schildern. Daraus sehen Sie, wie die Arbeitsagentur Ihre Situation einschätzt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Angaben weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

C. Bärtschi
www.ra-baertschi.de
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