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Keine Sperrfrist für Arbeitslosengeld bei wichtigem Grund der Eigenkündigung


| 03.05.2005 20:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich möchte aus wichtigem Grund mein Arbeitsverhältnis kündigen und hoffe, dass ich aus der Sperrfrist von 12 Wochen beim Arbeitslosengeld heraus komme. Habe ich eine Chance?

Meine wichtigen Gründe sind:
-Umzug zu meinem Lebensgefährten (Lebensmittelpunkt)
-schwierige Umstände des derzeitigen Arbeitsverhältnisses, da mein Lebensgefährte in leitender Stellung des direkten Wettbewerbers tätig ist

Jetzt noch die Rahmenbedingungen:
Ich bin verheitatet und lebe seit August 2004 in Trennung. Mit meinem Lebensgefährten bin ich seitdem zusammen. Er wohnt 200 km von meinem derzeitigen Wohnsitz entfernt. Unser gemeinsamer Lebensmittelpunkt ist sein Wohnort, ich bin fast jedes Wochenende dort.

Ich arbeite in einem mittelständischen Betrieb und trage die Verantwortung für das Marketing einer Tochterfirma. Mein Lebensgefährte ist Kunde dieser Tochterfirma und gleichzeitig direkter Wettbewerber des Unternehmens, in dem ich tätig bin. Von unserer Beziehung weiß keiner in den beteiligten Firmen bescheid, da ich ansonsten Angst vor einer Kündigung hatte.

Nun wäre es ja ganz einfach, wenn mir gekündigt werden würde... Aber da bin ich mir eben nicht so sicher. Deshalb möchte ich vor einer Bekanntgabe der Umstände wissen, ob ich - im Falle einer Eigenkündigung - der Sperrfrist des Arbeitslosengeldes unterliegen würde.

Ich bin schon einmal um diese Sperrfrist drum herum gekommen, damals aus gesundheitlichen Gründen. Außerdem weiß ich von einer Freundin, dass sie das ebenso erreicht hatte aufgrund der Begründung, dass sie zu ihrem Freund gezogen ist.

Wie sehen meine Chancen aus?

Außerdem würde mich interessieren, ob mir mein Betreib kündigen darf/kann, weil mein Lebensgefährte beim Wettbewerb tätig ist.

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort!

Eine Ratsuchende


03.05.2005 | 21:03

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

mit dem Grundsatzurteil des Bundessozialgerichts vom 17.10.2002, B 7 AL 96/00 R stellt der Umzug und Lösung des Beschäftigungsverhältnisses zum Zwecke der Aufrechterhaltung einer eheähnlichen Gemeinschaft einen wichtigen Grund dar.

Dieser Grund steht dem Eintritt einer Sperrzeit entgegen, wenn bereits bei Lösung des Beschäftigungsverhältnisses eine eheähnliche Gemeinschaft (Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft) bestanden hat. Wenn Sie also die Kündigung plausibel begründen, erhalten Sie vom ersten Tag an Arbeitslosengeld.


Wenn Ihr Lebensgefährte beim Konkurrenten beschäftigt ist, stellt dies grundsätzlich keinen Kündigungsgrund dar, solange Sie sich loyal gegenüber Ihrem Arbeitgeber verhalten.


Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2005 | 21:23

Vielen Dank für die superschnelle Antwort! Ich bin begeistert!

Gibt es ein Problem, da ich noch mit einem anderen Mann verheiratet bin? Aber natürlich von Tisch und Bett getrennt lebe...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.05.2005 | 14:06

Sehr geehrte Rechtssuchende,

wenn Sie und Ihr Mann vor Gericht ernsthaft darlegen können, dass sie sich getrennt haben und kein weiters Zusammenleben mehr wünschen, dürfte es eigentlich keine Probleme geben.

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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