Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Keine Geburtsurkunde wegen Männliche Zunamen.

03.01.2019 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Jutta Petry-Berger


Wir haben vor 3 Wochen eine Tochter bekommen. Ich bin deutscher Ihre Mutter nicht. Ich hab meine Tochter ein Mädchen Name gegeben + 2 zunahmen Vater Name + Großvater . So die Standesamt möchte es nicht beurkunden, weil sie sagen ein Mädchen darf keine männliche Namen erhalten als deutsche nach deutsches recht, stimmt das ? Ihre Rufname wird ja nur Mädchenname sein und Rest nur auf Papier. Ich hab 2 Schwestern die sind ebenfalls deutsch und tragen solche zunahmen. Können Sie mir bitte bei diese Angelegenheit helfen vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Bei der Erteilung des Vornamens wird zunehmend vertreten, dass geschlechtswidrige Vornamen verboten sind. Als Zweitname bzw. weiterer Name ist ein Name des jeweils anderen Geschlechts grundsätzlich nicht möglich. Maßgeblich ist dabei allein, ob der Vorname nach deutschem Sprachempfinden einem Geschlecht zugeordnet werden kann. Ausländische Namen dürfen nicht darauf die Zugehörigkeit des Namensträgers zum gegenteiligen Geschlecht hinweisen. Dies gilt jedenfalls bei einem geschlechtsspezifisch „richtigen" Namen und einem geschlechtsspezifisch „falschen" Namen. Nicht abschließend geklärt ist, ob bei drei Vornamen etwas anderes gelten kann. Für die Entscheidung der Zulässigkeit des zweiten und dritten ausländischen männlichen Vornamens wird es somit auch darauf ankommen, ob diese vom Sprachklang her zu Missverständnissen führen, d.h. zu eine Assoziationen mit dem männlichen Geschlecht führen, was einer zulässigen Namensführung entgegenstehen wird. Handelt es sich bei dem zweiten und dritten Vornamen hingegen um den Familiennamen Ihres Vaters und Großvaters und entspricht die Beifügung dieser Namen der ausländischen Tradition, dann könnte mit der Entscheidung des OLG Köln (Beschl. V. 20. 7. 2015 - 2 Wx 151/15) von einer Eintragungsfähig ausgegangen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mit für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
J. Petry-Berger
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 74518 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort ging über die Frage hinaus. Eine Rückfrage klärte eine Verständnisfrage. ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Die Antwort war angemessen ausführlich. Ich mußte keine Rückfrage stellen, da die Antwort klar war. Daher kann ich auch nur sagen die Arbeit war dem Einsatz angemessen. Da ich außer der Antwort keinen Kontakt hatte, sage ich, ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle, ausführliche und sehr verständliche Antwort. Vielen Dank auch für den guten Tipp zur Nachfrage hinsichtlich Kontakt zum Vermieter. ...
FRAGESTELLER