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Kein Gehalt vom Arbeitgeber

05.11.2010 05:57 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


12:48
Ich bin auf Montage tätig. Die Auslagen für den Monat September wurden bis jetzt nicht gezahlt.(Auszahlung lt. Arbeitsvertrag bis spätesdens Ende des Kommenden Monats) Das Gehalt für den Monat Oktober ebenfalls nicht(lt. Arbeitsvertrag zahlbar Ende des gleichen Monats).Habe gestern eine Email an den Arbeitgeber geschickt, dass wennn bis zum Montag den 08.11.2010 kein Geld auf meinem Konto eingegangen ist, ich von meinem Zurückbehltungsrecht der Arbeit gebrauch mache. Habe ich mich richtig verhalten oder wie muss ich mich verhalten ? Danke
05.11.2010 | 07:06

Antwort

von


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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

Bei Verzug des Arbeitgebers können Sie entweder von Ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen oder den Arbeitgeber auf Zahlung des Gehalts verklagen. Bei einem Zurückbehaltungsrecht sollten Sie Ihr Fernbleiben vorher ankündigen, da ein unentschuldigtes Fehlen zu einer Kündigung führen kann. Ein Zurückbehaltungsrecht kann aber dann nicht gerechtfertigt sein, wenn der Rückstand des Gehalts sehr gering, nur vorübergehender Natur ist und/oder dem Arbeitgeber ein großer Schaden entstehen würde. Letzteres kann ich ohne weitere Angaben nicht abschließend beurteilen.

Augenscheinlich haben Sie sich für das Zurückbehaltungsrecht entschieden. Ich halte zumindest die Fristsetzung für etwas zu knapp. Die Bearbeitungszeit von Kreditinstituten für Überweisungen dauert in der Regel mindestens zwei bis drei Arbeitstage. Wenn Sie die E – Mail gestern erst geschrieben haben, kann das für den Zahlungsweg am Montag unter Umständen nicht ausreichen. Daher rate ich Ihnen zumindest diese Frist zu verlängern.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2010 | 07:12

Die Septemberauslagen fehlen.(ca 1000€)..wieso ist die Frist zu knapp?Gehalt(2500€brutto) Danke für Ihre nochmalige Antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2010 | 12:48

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

hiermit nehme ich Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung:

Eine gesetzliche Regelung ab wann der Rückstand nicht mehr geringfügig ist, gibt es bedauerlicherweise nicht. In der Literatur und der Rechtsprechung werden zwei Gehälter jedenfalls als nicht mehr geringfügig angesehen. Daher halte ich ein Zurückbehaltungsrecht für fraglich und würde von dessen Geltendmachung abraten.

Zu kurz halte ich die Frist, weil der Arbeitgeber am 04.11.2010 Kenntnis von Ihrer E – Mail hatte und die Überweisung mit Zahlungseingang dann bis 08.11.2010 wohl nicht mehr bewerkstelligen kann.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

ANTWORT VON

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