Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
499.704
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kaution wird einbehalten

| 13.06.2012 14:54 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Elke Scheibeler


Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir haben nach ca. 13 Jahren unsere Wohnung fristgerecht gekündigt.
Im Abnahmeprotokoll,welches wir mit dem Hausverwalter auf unser Drängen hin ausgefüllt haben,wurde vermerkt,dass wir "der Meinung sind ,nicht nochmals renovieren zu müssen"!
Die Wohnung war zunehmend dunkel,feucht und von aussen her nach innen vorgedrungen mit Algen befallen.Also,ein Sanierungsfall wegen Baumängel!
Der normale Menschenverstand sagt hier,dass ich die Wand nicht streiche,wenn ich anschliessend aufhacken muss! Dieser Meinung war auch der hausverwalter und wollte das so weitervermitteln.
Ansonsten haben wir die Wohnung in einem ordentlichen,sauberen normal abgewohnten Zustand hinterlassen,was ja das Protokoll auch aussagt.
Gleichzeitig haben wir aber betont,dass wir,wenn vom Vermieter unbedingt gefordert,auch bereit wären die Wohnung zu streichen.Also Algen mit Farbe zu übermalen!!!

Nach 6 Monaten haben wir unsere Kaution angemahnt.Leider sagt der Hausverwalter nun,dass wir uns geweigert haben zu renovieren!Das würde er auch vor Gericht bezeugen!
Die Wohnung sei in einem desolaten Zustand gewesen!
Wie kann man sich gegen so etwas wehren?
Wir hatten keine Schlüssel mehr und wurden auch nie zum Renovieren aufgefordert.
Stattdessen wurde die Wohnung in diesem schlimmen Zustand wieder vermietet,unglaublich aber leider wahr!
Wird ein Gericht zu unseren Gunsten entscheiden?

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Anfrage unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Zunächst wäre zu klären, ob Sie überhaupt gemäß des Mietvertrags zur Renovierung verpflichtet waren. Wenn dort keine diesbezügliche Klausel stand oder diese unwirksam ist, bestand schon keine Renovierungspflicht.

Selbst wenn Sie hätten renovieren müssen: Der Vermieter hätte Sie unter Fristsetzung hierzu auffordern müssen. Dies ist offenbar nicht geschehen. Eine Ausnahme wäre möglich, wenn Sie die Renovierung bei Auszug ernsthaft und endgültig verweigert haben, wofür es einen Zeugen geben müsste. Hier will der Verwalter offenbar jetzt eine Falschaussage tätigen. Dieser müsste dann im Prozess scharf befragt und auf seine Wahrheitspflicht hingewiesen werden. Falschaussage vor Gericht ist strafbar. Ggf. waren noch Freunde, Verwandte von Ihnen bei dem Gespräch dabei oder es stand nur einer von Ihnen im Mietvertrag, so dass es einen Zeugen dafür gibt, dass Sie bereit waren, die Wände zu streichen, und dies dem Verwalter auch so mitgeteilt haben.

Sie müssten den Vermieter somit auf Auszahung der Kaution verklagen. Ob Sie damit Erfolg haben werden, kann im Rahmen der hier geschuldeten Erstberatung nicht abschließend beurteilt werden.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Elke Scheibeler, Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 13.06.2012 | 17:27

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Leider stehen wir als Ehepaar im Mietvertrag und nein,es war sonst keine andere Person anwesend.Aber es wurde im Protokoll angekreuzt:
Die Mieter sind der Meinung,dass eine Endrenovierung nicht erforderlich ist.

Dieser Satz ist mit einer endgültigen Verweigerung doch nicht gleichzusetzen,oder?
Aber die Falschaussage des Verwalters werden wir leider nicht verhindern oder beweisen können,deshalb setzen wir ja auf das Übergabeprotokoll.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.06.2012 | 17:34

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Genau kann man die Auslegung des Protokolls nur dann vornehmen, wenn dieses insgesamt vorliegt, da man ja auch die anderen Optionen, die hätten angekreuzt werden können, kennen muss. Es muss eine ernsthafte und endgültige Erfüllungsverweigerung vorliegen. Wenn es dort heißt, "sind der Meinung, dass" könnte man dies so verstehen, dass Sie bei entsprechender Mitteilung des Vermieters noch renoviert hätten, so dass Sie sich zunächst geweigert haben, aber nicht ernsthaft und endgülgit. Allerdings sind Auslegungsfragen immer Wertungsfragen, so dass hier ein Prozessrisiko besteht.

Ob Sie die Falschaussage nicht verhindern können, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich habe hier schon Anderes erlebt.

Mit freundlicheh Grüßen
Dr. Scheibele r

Neu

Darf's noch eine Frage mehr sein?

Viele oder regelmäßige Fragen? Mit der Frag-einen-Anwalt.de Flatrate unbegrenzt Fragen stellen.
Sie haben ein Problem, von dem Sie wissen, dass noch mehr Fragen kommen? Sie sind Handwerker, Arzt, Freiberufler oder Gründer? Dann sollten Sie sich das mal näher anschauen.
Details anschauen
Bewertung des Fragestellers 13.06.2012 | 17:40

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt: