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Kaution in Raten - Mieter zahlt dritte Rate nicht mehr


| 10.01.2007 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

mit unserem Mieter, der im April 2006 eingezogen ist, wurde bei Mietvertragsabschluss vereinbart, dass er 2 Monatsmieten Kaution bei Einzug bezahlt und die dritte Monatsmiete Kaution Ende Oktober 2006.

Wir haben 3 Monatsmieten Kaution gefordert wegen einer super tollen Einbauküche mit allen Elektrogeräten und tollen Badezimmermöbeln, die mitgemietet wurden, jedoch für uns als Vermieter keine höhere Miete bringen als Wohnungen, die ohne EBK und Badezimmermöbel angeboten werden.

Die ersten beiden Monatsmieten gingen ein. Die dritte Rate musste angemahnt werden und trotz Zusage, diese spätestens nun bis Ende Dezember 2006 zu bezahlen, ist keine Zahlung erfolgt.

Welche Möglichkeiten haben wir als Vermieter hier?

Danke im voraus für Ihre Antwort.
Freundliche Grüße
Sehr geehrte Fragestellerin,

der Mieter darf die als Sicherheit bereitzustellende Geldsumme (= Kaution) in drei gleichen monatlichen Teilzahlungen leisten. Diese müssen nicht betragsmäßig einer Monatsmiete entsprechen. Die erste Rate ist zu Beginn des Mietverhältnisses, d.h. zum vertraglich vereinbarten Überlassungstermin, fällig. Die Folgeraten sind zusammen mit der zweiten und dritten Mietzahlung zu entrichten (anderer Auffassung ist Sternel in MDR 1983, 268, nämlich Zahlung innerhalb angemessener Frist innerhalb des ersten Mietjahres, da das bald bei Ihnen vorrüber ist, spielt das wohl kaum eine Rolle). Sind die ersten drei Mietmonate verstrichen, ohne dass der Mieter geleistet hat, kann der Vermieter die gesamte Mietkaution auf einmal verlangen. Ein Recht zur Ratenzahlung besteht in diesem Fall nicht mehr (LG Berlin WuM 1988, 266; Blank/Börstinghaus § 551 Rn 24). Nunmehr sind bereits zwei Raten gezahlt, weswegen der Vermieter die dritte Rate, die totz Fristsetzung nicht gezahlt uwurde, auch klageweise einfordern kann. Wir schlagen vor, dass wir den Mieter anschreiben und auffordern die Kaution zu leisten, da er auf Ihre Aufforderung nivht entsprechend reagiert. Gerne übersenden Sie uns die Anschrift und den Mietvertrag als PDF per E-Mail oder per Fax. Auf Grund des so genannten Verzuges ist der Mieter verpflichtet, die Kosten unserer Inanspruchnahme zu erstatten. Nur wenn bei dem Mieter "nichts zu holen ist", bleiben Sie auf den Kosten sitzen. Das wären z. b. bei einer Kautionsrate von 300 EUR 46,41 EUR. Gerne teilen wir Ihnen vorab das Kostenrisiko mit, wenn Sie uns die Höhe der rate mitteilen.

Mit freundlichem Gruß
Henrik Momberger

www.gruemo.de

Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2007 | 20:22

Sehr geehrter Herr Anwalt,
vielen Dank für die überaus schnelle Antwort und die Informationen.
Der Betrag der dritten Rate wäre € 750,--. Wie hoch wären in diesem Fall Ihre Kosten für Inanspruchnahme? Bei diesem Mieter wäre wirklich nichts zu holen. Wenn er nicht freiwillig bezahlt, können wir wegen Nichtzahlung der dritten Rate kündigen? Wir verlieren ja das Vertrauen in diesen Mieter. Die Miete bezahlt er einigermaßen pünktlich.
Danke und freundliche Grüße

Ergänzung vom Anwalt 11.01.2007 | 20:27

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Kosten würden 120,67 EUR betragen. Hinsichtlich der fehlenden Kaution besteht kein Kündigungsgrund. Die unpünktliche Mietzahlung aber eröffnet uns einen Spielraum. Wir müssten wissen, was unpünktlich genau heisst.

Mit freundlichem Gruß
Henrik Momberger

www.gruemo.de
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