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09.04.2007 20:02 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Ich bin vor knapp über einem Jahr in der Wohnung eingezogen. Die Mieter die vor mir, waren mit mir befreundet und da sie im Ausland gezogen sind, hab ich mit denen vereinbarrt, dass ich die Aufräum- und Putzarbeiten übernehmen werde. Das wurde dem Vermieter auch so mitgeteilt. Der Vermieter hat auf eine Besichtigung der Wohnung verzichtet.
Jetzt hat der Vermieter ein paar Sachen festgestellt die aber von mir genauso übernommen worden sind. Der Vermieter kann das aber jetzt nicht mehr überprüfen. Wessen Schuld ist hier?

Die Sachen fallen aber meines Erachtens sowieso unter der Katregorie Verwohnung. Hätte der Vormieter überhaupt die Kosten damals beim Auszug übernehmen müssen?

- Fließen im Bad verkalkt
- Duschkabine teilweise verkalkt und verrostet
- Linoleu Fussboden in der Küche klebt nicht mehr richtig (Wasserschaden in der Vergangenheit, der Boden soll nach diesem Wassershaden erneuert worden sein)
- Spüllkasten im Bad schief
- Moosbildung an manchen Betonstellen vom Balkon

Jetzt will der Vermieter diese Sachen ganz erneuren und ich soll mitzahlen.

Noch ein paar Aspekte: Ich habe die wohnung 1,5 Jahre gemietet gehabt und nur als Wochenendwohnung genutzt.
Sehr geehrter Fragesteller,

grundsätzlich ist eine Wohnung in dem Zustand zurückzugeben, wie sie übernommen wurde.
Beim Einzug haben Sie sich gegenüber dem Vermieter verpflichtet alle Arbeiten vorzunehmen, die der Vormieter hätte durchführen müssen um die ordnungsgemäße Rückgabe der Wohnung zu gewährleisten.

Im einzelnen:

Fließen im Bad verkalkt:
muss grundsätzlich vom Mieter gesäubert werden, da die Verkalkung durch nicht sachgerechte Pflege hervorgerufen worden ist

Duschkabine teilweise verkalkt und verrostet:
Verkalkung wie oben;
beim Rost kommt es darauf an ob der Rost durch falschen Einbau der Kabine, Überalterung oder falsche Nutzung enstanden ist

Linoleum Fussboden in der Küche klebt nicht mehr richtig:
dies ist abhangig davon wer die Erneuerung des Linoleums beauftragt hat.
Hat der Vormieter dies getan hat er die ordmungsgemäße Durchführung zu gewährleisten und hat den Linoleum wenn dies nicht erfolgte zu erneuern, damit also Sie.
Hat der Vermieter die Erneuerung durchführen lassen, hat er die ordmungsgemäße Durchführung zu gewährleisten

Spüllkasten im Bad schief:
war dieser bereits beim Einzug des Vormieters schief: keine Pflicht zur Reparatur
wenn die Position des Spülkastenes durch Einwirkungen des Mieters verändert wurde haftet der Mieter

Moosbildung an manchen Betonstellen vom Balkon:
muss grundsätzlich vom Mieter gesäubert werden, da die Moosbildung durch nicht sachgerechte Pflege hervorgerufen worden ist. Möglich ist aber auch Feuchtigkeit im Mauerwerk als Ursache. Dies ginge dann zu Lasten des Vermieters.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 09.04.2007 | 20:44

wenn aber diese Schäden bereits zu meinem Einzug vorhanden waren dann hätten die auch nicht von mir beseitigt werden können da es nur eine Erneuerung machbar gewesen wäre.
zb. Der Kalk geht nicht mehr weg, deshalb will er die Sachen erneuern lassen.
Ausserdem hat der Vermieter die Wohnung nicht besichtigt!
Der Vermieter will die Sachen ganz erneuern. Bis zu welchen Betrag müsste ich nachkommen?Èr könnte ja ganz teuere Sache einbauen und ich müsste dann die hälfte Zahlen oder wie?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.04.2007 | 21:59

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie müssen beachten dass dafür ob die Schäden bereits beim Einzug vorhanden waren der Zeitpunkt des Einzuges Ihres Vormieters maßgeblich ist. Sollten bereits zu diesem Zeitpunkt Schäden vorhanden gewesen sein, müssen diese insoweit nicht behoben werden. Daher mein Ausgangspunkt: "ist eine Wohnung in dem Zustand zurückzugeben, wie sie übernommen wurde".

Die Frage der Besichtigung ist im Zweifel eine Frage des Beweises, falls es zu einem Rechtsstreit kommt. Auf den grundsätzlichen Anspruch des Vermieters hat dies keinen Einfluss.

Sollte der Vermieter die Gegenstände erneuern, können Sie einen Abschlag "alt für neu" vornehmen. Ausgangspunkt ist dabei die durchschnittliche Nutzungsdauer des jeweiligen Gegenstandes im Verhältnis zur bereits abglelaufenden Zeitspanne. Ist also die Hälfte der durchschnittliche Nutzungsdauer des Gegenstandes noch nicht abgelaufen ist auch nur die Hälfte des Preises der Schaden des Vermieters.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 09.04.2007 | 22:05

Eien kurze Ergänzung zu Ihrer Nachfrage:

Grundlage für den Schadensersatz des Vermieters sind die Gegenstände die in der Wohnung vorhanden sind. Der Vermieter darf daher nur die Kosten für qualitativ gleichwertige Gegenstände heranziehen.
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