Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kaution Rückzahlung - Wann fällig?


19.04.2005 01:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Februar 2002 sind wir aus unserer alten Wohnung ausgezogen. Es gab dann einen Rechtsstreit mit unserem Vermieter, den wir leider verloren haben.
Im Dezember 2004 waren alle Rechnungen unseres Vermieters ausgeglichen. Sämtliche Rechnungen wurden bezahlt ohne dass die Kaution damit verrechnet wurde.

Im August 2004 kam noch eine NK Forderung in Höhe von 20,00 Euro. Da uns die vorherigen Abrechnungen etwas seltsam vorkamen, forderten wir den Vermieter auf, uns die Original Rechnungen (in Kopie) zu zusenden. Der Vermieter ist dem bis heute nicht nachgekommen, die Rechnung über 20,00 Euro wurde von uns demnach nicht bezahlt und der Vermieter hat sich diesbezüglich nicht mehr gemeldet.

Wir forderten den Vermieter Anfang Dezember 2004 auf, uns über den verbleib der Kaution aufzuklären bzw. uns diese bis 28.12.2004 auszuzahlen.

Auf dieses Schreiben kam bis heute keine Reaktion seitens des Vermieters.

Unsere Frage nun, hat der Vermieter nach kompletter Zahlung aller Außenstände noch ein zurückhalterecht bzw. wann muss er die Kaution freigeben?

Wie hoch wären die Kosten, wenn ich einen Anwalt beauftrage und müssen wir die Kosten tragen oder werden diese dem Vermieter in Rechnung gestellt?

Vorab bereits vielen Dank für die Beantwortung.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Die Fälligkeit der Rückzahlung einer Mietkaution ist umstritten. Die Rechtsprechung geht von 3-6 Monaten aus – es handelt sich aber stets um eine Einzelfallbetrachtung. Nach 6 Monaten verjähren ohnehin Ansprüche des Vermieters aus Verschlechterung der Mietsache.

Ihnen steht daher auf jeden Fall die Kaution zu!

Ein komplettes Zurückbehaltungsrecht kann wegen 20 € kaum bestehen.

Die Kosten des Kollegen richten sich nach der Höhe Ihrer Forderung, leider weiß ich nicht, wie hoch die Kaution war. Die Kosten der gerichtlichen Auseinandersetzung werden festgesetzt, so dass Sie hier einen Erstattungsanspruch haben. Außergerichtliche Kosten können Sie als Verzugsschaden fordern.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.04.2005 | 13:29

Sehr geehrter Herr Steininger,

zuerst mal vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Anfrage.

Nach erneutem anschreiben des Vermieters kam heute nun ein Schreiben mit der "Abrechnung" und einem V-Scheck.
Die ursprüngliche Kaution belief sich auf 1175,- EUR, angerechnet wurden jetzt 1230,- EUR. Gleichzeitig hat der Vermieter die noch offene NK-Forderung von 20,- EUR abgezogen und einen Betrag von 300,- EUR. Diese 300,- EUR wurden schlicht als "Restforderung" bezeichnet wobei uns keine Restforderung bekannt ist. Die komplette Forderung war, wie bereits erwähnt, im Dezember 2004 beglichen.
Die Abrechnung der Kaution erscheint mir etwas suspekt. Dort steht lediglich
Kaution 1230,00
abzgl. NK-Forderung 20,00
abzgl. Restforderung 300,00

Der Vermieter ignoriert bis heute unsere Forderung nach einsicht der Nebenkosten Rechnungen, ich befürchte fast, dass er eine nachfrage nach der „Restforderung“ ebenfalls ignoriert.

Meine Frage: Ist diese Art der Abrechnung korrekt? Finanziell kann ich es mir leider überhaupt nicht erlauben aber was würde es mich jetzt ungefähr Kosten, wenn ich einen Rechtsanwalt aufsuche?

Nochmals vielen Dank für Ihre Antworten.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.04.2005 | 13:37

Die Abrechung erscheint nach Ihrer Schilderung nicht korrekt. Insbesonder ist der Betrag unklar (Zinsen ergeb kaum einen so glatten Betrag).

Sie haben ein Recht auf eine ordnungsgemäße Abrechnung, Gegenforderungen muss der Vermieter beweisen.

Einen Rechner über mögliche Herichtskosten finden Sie auf meiner Homepage unter "Informationen". Wollen Sie die 320 € geltend machen, sind außergerichtliche Kosten von rund 85 € zu erwarten. ggf. steht Ihnen Beratungshilfe für die außergerichtliche Beratung zu - fragen Sie bei Ihrem Amtsgericht nach. Dann werden die Kosten bis auf 10 € vom Staat getragen. Für einen Prozess köönen Sie Prozeßkostenhilfe beantragen.

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER