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| 28.04.2015 16:28 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo,
unsere Spülmaschine war defekt, wir haben einen Reparaturdienst angerufen. Der kam sofort (nächster Tag) gleich zu uns nach Hause. Es wurde mir mitgeteilt, dass die Maschine nicht mehr reparabel ist (zu teuer). Bei dieser Gelegenheit hat mir der Techniker (hier Inhaber) mitgeteilt, das der noch eine gebrauchte Spülmaschine für 350.- EUR besorgen könnte. (Ich müsste mich aber gleich entscheiden da er noch heute eine Sammellieferung aufgeben würde,eine Einzellieferung wäre zu teuer. Es soll sich um eine gebrauchte generalüberholte Bosch/Siemensmaschine direkt von Siemens handeln (Ein Jahr alt). Eine genauere Beschreibung fehlt, jedoch mit drei Jahre Garantie. Eine Anzahlung von ca. 110 EUR hat er gleich mitgenommen. Frage: kann ich den unterschriebenen Kaufvertrag widerrufen? 14 Tage Kündigungsfrist?
Wenn ja, wie bekomme ich nach einer Anmahnung meine Anzahlung zurück? (Sicherlich zahlt der Verkäufer das Geld nicht freiwillig zurück.


P.S. Der Techniker hat einen schlechten Ruf (Internet), ich musste von mir aus anrufen um einen Termin zu vereinbaren. Wer nicht kam war der Techniker.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Dem Verbraucher steht bei außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ( sog. "Haustürgeschäfte" ) ein Widerrufsrecht zu, §§ 312 g I, 355 BGB.

Der Gesetzgeber räumt dem Verbraucher beim
"Haustürgeschäft" ein Widerrufsrecht ein, um ihn vor einem unüberlegten Vertragsschluss zu schützen. Denn bei solchen Geschäften hat der Verbraucher in aller Regel nicht genügend Zeit, um sich den Kauf einer Ware sorgfältig zu überlegen.

Nach Ihrer Schilderung handelt es sich um ein solches widerrufsbares Geschäft. Sie müssen also in Textform den Vertragsabschluß widerrufen und können zugleich die geleistete Anzahlung zurückverlangen.

Zahlt der Unternehmer nicht freiwillig, so bleibt nur der Weg, gerichtliche Schritte einzuleiten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.04.2015 | 17:32

Was bedeutet gerichtliche Schritte ohne/mit Anwalt bei 110.-EUR?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.04.2015 | 17:55

Sie können z.B. ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Die Gerichtskosten liegen dann bei 32,- EUR. Die Rechtanwaltskosten sind natürlich davon abhängig, wie weit ein solches Verfahren geführt wird. Für das gerichtliche Mahnverfahren würden insgesamt ca. 96,- EUR anfallen.

Die Kosten gehen ebenfalls zu Lasten der Gegenseite, wenn kein Widerspruch erfolgt bzw. wenn Sie ein gerichtliches Verfahren gewinnen.

Wünsche noch einen schönen Abend.

Bewertung des Fragestellers 30.04.2015 | 08:42

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