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Kaufvertrag geplatzt und nun?


| 19.09.2007 11:57 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



Hallo, ich habe vor einigen Wochen einen Kaufvertrag für ein vermietetes MFH unterschrieben - auch der Verkäufer hat unterschrieben. Dieses ist belastet mit einer Grundschuld in Höhe von 280.000,00 Euro. Laut Makler sollte die Bank bei Kaufpreiszahlung in Höhe von 200.000,00 die Freigabe geben. Nun will die Bank plötzlich aber 206.000,00 Euro und wir müssten nachbeurkunden. Wäre erst einmal kein Problem, würde ich auch bezahlen, aber der Verkäufer will nun plötzlich nicht mehr an mich verkaufen, weil er wahrscheinlich einen anderen Käufer hat. Natürlich kann ich nun auf den Kaufvertrag bestehen, aber der Verkäufer hat schon angekündigt, mir dann keine Miete mehr zu bezahlen (er und sein Sohn wohnen in dem Haus), dass heißt ich kann mich gleich auf enorme Schwierigkeiten einstellen. Da ich jedoch bei meiner Bank den Darlehensvertrag schon unterschrieben habe, bleib ich jetzt auf den Kosten (Vorfälligkeit, etc. ) sitzen, wenn ich zurücktrete. Meine Frage nun: Ist der Makler in diesem Fall eventuell haftbar zu machen???
Ach ja, wichtig ist noch der Verkäufer hat die EV abgeben, also bei ihm ist nicht zu holen.

Danke im Voraus.

Winterprinz

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Sehr geehrte Fragestellerin,

1.
in der Regel gibt ein Makler nur Informationen weiter, die ihm durch den Eigentümer zur Verfügung gestellt wurden. Grundsätzlich treffen ihn auch keine Prüfungs- und Nachforschungspflichten. Daher haftet er idR auch nicht für die Angaben die er nur weitergegeben hat.

Hat er sich jedoch die Angaben des Eigentümers zu eigen gemacht in dem er sich für die Richtigkeit der Angaben persönlich einsetzt, z. Bsp. in dem er behauptet, es handele sich um "geprüfte Objekte", haftet er auch für die Richtigkeit der Angaben und kann sich um Zweifel schadensersatzpflichtig machen.

Da der Makler auch grundsätzlich keine Beratungspflichten gegenüber den Auftraggebern, idR den Käufern, hat sind auch Schadensersatzansprüche aus diesem Grunde idR nicht gegeben. Hat allerdings der Makler seine Auftraggeber beraten, erweitert sich auch sein diesbezüglicher Haftungsrahmen. Dies ist aber vom Einzelfall abhängig.

Eine seriöse Aussage zu möglichen Schadensersatzansprüchen gegenüber dem Makler sind daher erst nach Einsicht in alle Unterlagen möglich.

2.
Ebensowenig wie der Verkäufer können jedoch Sie nicht vom Kaufvertrag einfach zurücktreten. Im Zweifel könnten Sie sich ansonsten gegenüber dem Verkäufer schadensersatzpflichtig machen.

Sie sollten daher, wenn Sie selbst nicht mehr auf den Kauf bestehen wollen, versuchen mit dem Verkäufer eine gütliche Einigung über die Auflösung des Kaufvertrages und hinsichtlich der entstandenen Kosten zu erreichen.

3.
Ich rate Ihnen daher eine Kollgen Ihrer Wahl mit Ihren gesamten Unterlagen aufzusuchen um etwaige Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de
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