Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kaufvertrag Zahlungen Eigentumswohnung


| 29.07.2007 15:58 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel



Hallo an die Herren und Damen,

ich stehe z. Zt. vor folgender Fragestellung:
Ich verkaufe meine Wohnung. Ein Käufer mit akzeptablen Kaufpreis habe ich bereits. Dieser hat mir nun folgenden Vorschlag unterbreitet: die Zahlung des Kaufpreises in drei Chargen: 15% nach der Unterzeichnung des Notarvertrages, ca. 67% (mittels Bankkredit, Verzögerung zur Vermeidung einer Doppelbelastung weil noch bestehender Mietvertrag) in ca. drei Monaten und die restlichen 18% im Dezember (Auszahlung einer Lebensversicherung). Grundsätzlich habe ich damit kein Problem, nur möchte ich auch wirklich mein Geld bekommen und mich vertraglich entsprechend absichern. Folgende Fragen:

1. Welche Rechtskraft hat dieser notarielle Kaufvertrag? Ist dieser in jedem Falle vollstreckbar? Kann ich wenn die Fristen oder die Beträge nicht eingehalten werden sofort den Gerichtsvollzieher beauftragen? Bietet sich hier u. U. ein so genanntes Notaranderkonto an? Was kostet dieses? Und überwacht dieses auch den fristgerechten Zahlungseingang?
2. Wann soll ich Lasten und Nutzen auf den Käufer übertragen? Der Vorteil: wenn der Übergang früher erfolgt spare ich mir die Wohngeldzahlungen. Nachteil: Schlüsselübergabe bevor ich das Geld habe.
3. Hat der Käufer die Möglichkeit, z.B. mittels rechtstaktischen Mitteln (z.B. vorgetäuschte Mängel) ein Teil der Summe zurückzuhalten? Die Käufer waren zweimal mit vier Personen Vorort in der bereits geräumten Wohnung.
4. Kann ich die Lebensversicherung vom dem Käufer als Sicherheit in den Kaufvertrag einarbeiten lassen?
5. Wie aufwendig sind die Schritte wenn der Käufer nicht zahlt? Welche Kosten kommen dann auf mich zu? Denn in Deutschland recht zu bekommen und dann auch noch sein Geld zu bekommen sind zweierlei Dinge.
6. Wenn es aufgrund einer fehlenden Zahlung zu einer Rückabwicklung kommen muss, welche Kosten und Zeitrahmen sind für mich zu erwarten?

Ich möchte einfach vermeiden, dass ich meinem Geld mit langwierigen Rechtsstreits hinterherlaufen muss. Was raten Sie mir?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung der mir zur Verfügung stehenden Informationen und des ausgelobten Einsatzes wie folgt:

1. In den notariellen Kaufvertrag wird üblicherweise eine Klausel aufgenommen, dass sich der Käufer der hinsichtlich der Zahlungsverpflichtung der Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen aus der notariellen Urkunde unterwirft. Wird eine solche Klausel aufgenommen, können Sie sofort aus der notariellen Urkunde in das Vermögen des Käufers vollstrecken, sobald der Käufer mit der Zahlung in Verzug gerät.
Aufgrund dieser Klausel können Sie in der Regel auch direkt in die Lebensversicherung des Schuldners pfänden, sodass es keiner gesonderten Regelung bedarf. Dies ist jedoch abhängig davon, wie die Lebensversicherung vertraglich ausgestaltet ist.

Eine Einrichtung eines Anderkontos halte ich für nicht erforderlich. Der Schuldner kann die Zahlungen direkt an Sie vornehmen; so haben Sie ebenfalls die Möglichkeit zur Überwachung der fristgerechten Zahlung. Der Notar wird Sie jedoch ebenfalls darüber informieren, ob er ein Anderkonto für erforderlich und zweckmäßig erachtet.

2. Sie übertragen Nutzungen und Lasten zum Zeitpunkt der Wohnungsübergabe an den Käufer. Eine Absicherung Ihrerseits wird mittels Vereinbarung in dem notariellen Kaufvertrag bewirkt. Eine Absicherung erhalten Sie, indem zugunsten des Käufers zunächst nur eine Vormerkung in das Grundbuch eingetragen wird und die endgültige Eigentumsübertragung (Eintragung ins Grundbuch) erst erfolgt, wenn die letzte Kaufpreisrate gezahlt wurde.

3. Im notariellen Kaufvertrag kann die Haftung des Verkäufers für Sachmängel wirksam abbedungen werden. So lange Sie keine versteckten Mängel, von denen Sie Kenntnis haben, arglistig verschweigen, kann Sie der Käufer nicht mehr in Anspruch nehmen.

4. Je nach Lebensversicherung ist eine Pfändung dieser möglich. Diese unterliegt dann der Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners, wie sie durch die unter Punkt 1. genannte Klausel vereinbart wird. Mit dieser Klausel haben Sie dann ebenfalls die Lebensversicherung als Sicherheit. Allerdings kommt es auf die Art und vertragliche Ausgestaltung der Versicherung an, ob diese überhaupt pfändbar ist

5. Dazu verweise ich ebenfalls auf die Ausführungen unter 1. – Sie können direkt aus der notariellen Urkunde die Zwangsvollstreckung betreiben. In diesem Fall rate ich Ihnen, sich anwaltlich unterstützen zu lassen. Die Kosten sind im Rahmen des Verzugsschadens durch den Schuldner zu tragen.

6. Zu den Kosten der Rückabwicklung sowie dem damit verbundenen Zeitfaktor lässt sich hier keine konkrete Aussage machen, da sowohl der zeitliche Rahmen, als auch die Kosten von dem „Fortschritt“ des Übereignungsverfahrens abhängen und wiederum davon, welche Schritte zur Rückabwicklung erforderlich sind. Hier spielen eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle, die den Rahmen dieser Online-Erstberatung sprengen würden. Ferner richten sich Notarkosten nach dem Gegenstandswert. Einen Überblick können Sie sich verschaffen, indem Sie über google einen Notarkostenrechner aufrufen und die entsprechenden Angaben tätigen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe mit

freundlichen Grüßen

Helzel
- Rechtsanwältin -

Tel. 09831/8908-0
Fax 09831/8908-19
info@123kanzlei.net

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort die von Ihnen geschilderten, wesentlichen Aspekte des Falles umfasst, jedoch weitere Tatsachen relevant sein können, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Diese Plattform ist lediglich geeignet, eine erste Einschätzung zu geben, kann jedoch die persönliche Beratung eines Anwalts vor Ort nicht ersetzen.

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Alle Fragen einfach und verständlich beantwortet. "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER