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Kaufvertrag Welpe

12.08.2019 21:28 |
Preis: 30,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Tierkauf und Allergie

Hallo,

habe gestern einen Welpen bei einem Züchter gekauft und gleich mitgenommen.
Leider reagierte mein sohn allergisch auf den Hund, so dass wir den Hund zurück an den Züchter geben wollten. Laut einer Klausel im Kaufvertrag bekommen wir aber nur den Drittel des Kaufpreises erstattet und dürfen den Welpen nicht andersweitig vermitteln:

"Ferner wird dem Verkäufer ein Informationsrecht und Rückkaufrecht an dem Tier eingeräumt. Bei nicht Beachtung wird eine Vertragsstrafe in Höhe von 2000€ fällig.
Kann der gekaufte Rassehund aus privaten oder sonstigen Gründen nicht mehr gehalten werden können, so soll der verkaufte Rassehund an den Verkäufer zurück, zur weiteren Vermittlung an neue Besitzer. Die Verkäufer werden zur weitergabe informiert. Ein Rückkauf schriftlich oder telefonisch angeboten.
1/3 des Kaufpreises wird erstattet."

Übersehe ich was, oder kann ich den Welpen tatsächlich nur an den Züchter zurückgeben und muss 2/3 des Kaufpreises einbüßen?

MfG
12.08.2019 | 22:00

Antwort

von


(478)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Grundsätzlich haben Sie kein Rückgaberecht, denn eine Erkrankung fällt in Ihren Risikobereich.
Nunmehr haben Sie unterschrieben und waren sich auch der Gebühren bewusst, dass bei Rückgabe 1/3 zu zahlen sind.
Zudem hat der Verkäufer für den Weiterverkauf auch Aufwendungen (Futter, ggf. Tierarzt, Inseratskosten etc.), dass eine Gebühr zulässig ist.

Ggf. könnten Sie aber hier nachweisen, dass der Verkäufer geringere Aufwendungen hat, was jedoch schwer möglich sein wird.

Ggf. könnten Sie auch angreifen, dass es sich hierbei um eine sehr pauschale Regelung handelt!
Wenn Sie das Risiko eingehen wollen, dann können Sie sich nur vor Ort an einen Anwalt wenden, der den kompletten Vertrag überprüft auf unzulässige Klauseln - dann hätten Sie ggf. eine Chance. Ist Ihnen das zu teuer oder zu aufwendig, werden Sie schwer Erfolg haben können, da nur durch eine unwirksame Klausel ggf. diese Pauschale gekippt werden könnte.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

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