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Kaufrecht: Nachträgliche Rechnungskorrektur

| 25.06.2015 10:31 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Sehr geehrte Damen und Herren,

benötige Ihre Hilfe und Einschätzung zu folgendem Sachverhalt:

Ich (Privatperson) möchte mit einer Firma einen Vertrag über Baumaterial, sowie Montage- und Dienstleistungen schließen. Hierbei habe ich aktuell den Listenpreis von –netto 10.000,-€- zu zahlen. Im Falle der Beauftragung eines Anschlussprojekts möchte mir der Lieferant für das neue Projekt, sowie für das o.g. –alte Projekt- rückwirkend 10% Rabatt gewähren.

Nun zu meiner Frage:
Ist eine nachträgliche Korrektur einer Rechnung überhaupt möglich –das Geld hierfür wurde dann im Voraus ja auch schon von mir an den Lieferanten überwiesen-? Falls ja - Ist dies an gewisse Bedingungen geknüpft oder bin ich hier völlig ungebunden solange ich mir mit dem Lieferanten einig bin? Kann man diese Bedingungen im Voraus schriftlich vereinbaren, sodass man sich nicht auf mündliche Aussagen verlassen muss? Welche Fallstricke bzw. zeitliche Grenzen müssen hier beachtet werden? Ausweisung als Gutschrift vom Lieferant oder Rechnungskorrektur? Kann man sich das Geld wieder aufs Konto auszahlen lassen oder geht dies nur über eine Gutschrift beim Lieferanten zur Verrechnung mit weiteren Aufträgen? Bekomme ich auch die von mir gezahlte MwSt –anteilig- wieder zurück?

Welche Vorgehensweise bzw. welches Vertragskonstrukt raten Sie mir hier?

Vielen Dank für Ihre Bewertung

Viele Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich ist es nicht zulässig, eine bereits erstellte Rechnung nachträglich/rückwirkend zu ändern. Lediglich eine Berichtigung einer (unrichtigen) Rechnung wäre möglich, § 31 Abs. 5 UStDV, was hier aber nicht zutrifft, zumal der Rechnungsbetrag ja schon bezahlt wäre. Korrekt wäre daher, wenn Ihnen der Lieferant für den Rabatt eine GUTSCHRIFT ausstellt, die auch die anteilige Umsatzsteuer enthalten muss.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.06.2015 | 14:42

Sehr geehrter Herr Henning,

vielen Dank für die prompte Rückmeldung. Mir ist leider noch folgendes unklar:

Wird mir die Gutschrift wieder auf mein Konto zurückgezahlt oder muss ich den Betrag mit etwaigen weiteren Leistungen des Lieferanten verrechnen lassen - was ohne Folgeauftrag keinen Sinn macht -

Bekomme ich im Anschluss an die ausgezahlte Gutschrift eine "Korrekturrechnung", damit ich den aufgewandten Betrag steuerlich korrekt absetzten könnte? Welche Vorgehensweise / Dokumente gegenüber dem Finanzamt sind richtig, damit es nicht zu Missverständnissen kommt?

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.06.2015 | 16:19

Hallo

und danke für die Nachfrage. Mit der Gutschrift dokumentiert der Lieferant, dass Ihnen ein bestimmter Geldbetrag zusteht. Ob dieser künftig verrechnet oder Ihnen per Überweisung erstattet wird, ist Ihre Entscheidung als Gläubiger dieses Betrages. Eine Korrekturrechnung wird es wohl nicht geben; eine korrekte steuerliche Behandlung ist aber auch ohne die Korrektur möglich, da Sie Rechnung und Gutschrift zusammen aufbewahren bzw. steuerlich geltend machen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Henning
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 27.06.2015 | 11:46

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