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Kaufpreisfindung für Firmengruppe


08.12.2016 22:47 |
Preis: 100,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Park, LL.B.



Es geht um einen Firmengruppe, deren Muttergesellschaft verkauft werden soll.
Da der Barwert der Gruppe 0 ist, muss der Kaufpreis anhand des Anlagevermögens festgelegt werden. (Drittvergleich) Jetzt wurden hier viele Beteiligungen durch Beteiligungen gekauft. Ein Beispiel: In die Muttergesellschaft (GmbH) werden eine Mio. Euro als Stammkapital einbezahlt. Diese Mio. wird in eine zweite Firma (AG) einbezahlt, wieder entstehen 1 Mio. Aktienkapital. Nun nimmt die AG die Million und kauft davon eine Immobile. Auf diese Weise ist nun aus einer Mio. Euro eine Buchwert von 3 Mio. Euro entstanden. Muss, bzw. kann man die Beteiligungen von 2 Mio. Euro vom Buchwert abziehen? Wir benötigen BFH Urteile dazu.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Beteiligungen an einer Kapitalgesellschaft wie einer Aktiengesellschaft sind bei der GmbH im Anlagevermögen auszuweisen und zu bewerten.

Aus § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG ist die Beteiligung an der AG mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu bewerten. Die wäre in Ihrem Falle der Kaufpreis, also die 1 Mio. EUR.

Wie nun ein Buchwert von 3 Mio. EUR entstanden sein soll erscheint nicht ganz klar. Zuschreibungen sind aus § 253 HGB nicht möglich.

Eine Immobilie, die im Anlagevermögen der AG zu vermuten ist, schafft erst einmal keine Neubewertung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Unternehmensbeteiligung.

Hier soll die die Beteiligung haltende GmbH veräußert werden. Es kommt also zu einer ertragssteuerlichen Bewerttung. Der Wert der GmbH ist der gemeine Wert, der Wert also, den ein gedachter Käufer für den Kauf der GmbH aufwenden würde.

Die jeweiligen Beteiligungen der GmbH sind nach dem Ertragswertverfahren zu bewerten. Hier werden also anhand zukünftige Gewinne der AG das Eigenkapital der AG bewertet.

Sie kommen hier auf einen Ertragswert von 3 Mio. EUR. Mit diesem Ertragswert ist die Beteiligung bei der GmbH anzusetzen und zu bewerten.

Selbst wenn hier nur 1 Mio. aufgewendet wurde und somit in der Bilanz nur mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten zu rechnen wäre, also max. 1 Mio. EUR, so ist beim Verkauf der GmbH der Ertragswert maßgeblich, so dass hier eine Bewerttung zu 3 Mio. stattfinden wird.

Die 2 Mio. EUR können Sie also nicht einfach abziehen, da diese im Ertragswert enthalten sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2016 | 00:20

Wie ich Ihnen bereits in der Frage mitteilte, kam das Ertragswertgutachten zu dem Ergebnis Null. Es gibt also keinen Ertragswert. Dies hat zur Folge, dass ich den Wert der Muttergesellschaft drittvergleichsfähig anhand des Anlagevermögens festlegen muss. Nun stehen eben im Anlagevermögen nicht nur die Immobilie mit einer Mio. sondern auch das Aktienkapital der AG mit einer Million und das Stammkapital der GmbH mit 1 Mio. Genaugenommen werden 3 Mio. Euro, also das Dreifache des vorhandenen Wertes ausgewiesen. Dazu hätte ich BGH Entscheidungen benötigt.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2016 | 00:27

Vielen Dank für die zusätzliche Erläuterung.

Gerne werde ich die mit zur Verfügung stehenden juristischen Datenbanken bemühen, ich gehe aber nicht davon aus, dass dies etwas an meiner Eunschätzung bzgl. der Nichtabziehbarkeit ändern wird.

Ich erlaube mir Urteile morgen früh nachzureichen.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

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