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Kauf von einem Gebrauchtwagen


20.08.2006 11:49 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo.
Ich habe vor einiger zeit einen Ford Probe bei Ebay gekauft. Vor meiner Gebotsabgabe fragte ich den verkäufer ob der Wagen erkennbare Mängel hätte. Er Antwortete wie folgt:

"Wenn der Tüv Mangel sucht findet er auch welche.Also
ich als Nichtfachmann kann keine Mängel feststellen. Die Technik ist in Ordnung, alles funktioniert.Er hat mich noch nie im Stich gelassen o. ist mal nicht
angesprungen."

Ich ging dafon aus dass der Lack / Motor / Getriebe u.s.w. in ordnung sind und kaufte den Wagen. Als ich ihn allerdings abholte stellte sich folgendes herraus:

Lackmängel ( Steinschläge / 1 kleine Bäule / div.- Kratzer ) ... Motor "Saute" verlor Öl ...elektrische Sitze funktionierten nicht....diverse Roststellen am Wagen... Bremsen ruckelten schon. ( Beläge runter ) ... Klima war kaputt. (Hat laut geklopft wenn man sie eingeschaltet hat )

Der Verkäufer ( Privat ) hatte diese erkennbaren Mängel nicht angegeben. Auch in der Auktion nicht. Diese mängel hätte aber jeder Laie erkennen müssen...oder? In der auktion stand: Da es sich um einen Privatverkauf handelt, ist natürlich Gewährleistung und Rückgaberecht ausgeschlossen. Spassbieter lernen meinen Anwalt kennen und dieser wird 30% vom Endverkaufspreis einklagen.

Was kann ich jetzt tun? Kann ich vom Kaufvertrag zurück treten?
MfG Christian


-- Einsatz geändert am 20.08.2006 13:30:02

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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage wie folgt:

Der Verkäufer kann sich dann nicht auf den Anschluss der Gewährleistungsrechte berufen, wenn er einen Mangel arglistig verschweigen oder eine Garantie übernommen hat, § 444 BGB. Schwierig ist die Rechtslage in den Fällen, in denen der Verkäufer keine Angaben macht, es quasi unterlässt, den Käufer auf bestimmte Umstände hinzuweisen.

Allerdings wird bei schwerwiegenden Mängeln angenommen, dass bei schwerwiegenden Mängeln, die die Funktionsfähigkeit des PKW betreffen, dem Verkäufer eine Aufklärungspflicht trifft.

In den übrigen Fällen unterscheidet die Rechtsprechung danach, ob der Verkäufer ein Unternehmer (KFZ-Händler) oder ein Privatmann ist. Aufgrund der Sachkompetenz werden dem Unternehmer erhöhte Aufklärungspflichten zugebilligt.


Ob in Ihrem Fall vorbezeichnete Umstände vorliegen, wird von dem genauen Angebotstext abhängen.
Daß der Verkäufer Ihnen aber zumindest technische Eigenschaften vorgegaukelt hat, die das Auto tatsächlich gar nicht aufweist (wie zB defekte Klima, Sitze und Bremsen)wird schwer von der Hand zu weisen zu sein. Auch hätte der VK spätestens durch Ihre Nachfragen erkennen müssen, da er vollständige Angaben hätte machen müssen.

Wir haben oft derartige Fälle. Es ist stets wichtig sich richtig zu verhalten und nicht per E-Mail zB Mängel akzeptieren, sich durch unvorsichtige Ausdrucksweise seiner Rechte zu beschneiden oder sonstige rechtliche Fehler zu machen.

Aufgrund der Drohung mit dem RA sollten Sie die Sache ernst nehmen und sich von einem versierten Anwalt vertreten lassen. Hierfür stelle ich mich gerne unter genannten Kontaktdaten zur Verfügung.

Ich hoffe Ihnen geholfen zu haben


Mit freundlichen Grüßen

RA Tawil



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