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Kauf von Aktien eines nicht börsennotierten Unternehmens zum Nennwert

27.03.2022 16:38 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ein Unternehmer, der vor 10 Jahren sein Unternehmen umgewandelt hat in eine AG, die nicht börsennotiert ist, möchte seinem langjährigen Wegbegleiter, der auch sein Unternehmens-Berater ist, 1 % seiner Aktien VERKAUFEN zu dem Nennwert von 1 Euro pro Aktie, der bei Formwechsel vor 10 Jahren galt. Nach Auffassung des für das Unternehmen zuständigen Finanzamtes beläuft sich der „Verkehrs"-Wert einer Aktie z.Zt. auf 50 Euro. Dieser Wert würde z.B. im Erbschaftsfall angesetzt für die notwendige Berechnung der allfälligen Erbschaftssteuer.
Der erwähnte Wegbegleiter des Unternehmers ist Staatsbürger der Schweiz, wo er auch ausschließlich lebt.
Fragen:
1.
Ist ein solcher Erwerb zum Nennwert der Aktien als „gemischte" Schenkung zu qualifizieren?
2.
Wenn ja, muss der Vorgang vom deutschen Unternehmer seinem für seine persönliches Steuererklärung zuständigen deutschen FA melden?
Wenn ja. innerhalb welcher Frist?
3.
Haftet der deutsche Unternehmer gesamtschuldnerisch für die steuerliche Behandlung in Deutschland?
4.
Muss der in der Schweiz lebende Weggefährte Steuern in Deutschland bezahlen für diesen Vorgang?
5.
Was ist zu tun, dass der Erwerb zum Nennwert in Deutschland nicht als gemischte Schenkung qualifiziert wird?
6.
Der Erwerber deklariert den Vorgang in der Schweiz wie üblich im Rahmen seiner Steuererklärung , damit die allfällige Vermögenssteuer ordnungsgemäß festgestellt werden kann.


29.03.2022 | 07:27

Antwort

von


(298)
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Sehr geehrter Fragesteller,


aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.


zu 1.)
Dies ist korrekt, eine gemischte Schenkung besteht aus einem entgeltlichen Teil und einem unentgeltlichen Teil. Dabei erwirbt der Beschenkte den Gegenstand zu einem geringeren Betrag, der Differenzbetrag ist die Schenkung.


zu 2.)
Sie müssen als Schenker Ihrem Finanzamt die Schenkung melden, siehe § 30 Abs. 2 ErbStG.


zu 3.)
Dies ist korrekt, Sie haften als Gesamtschuldner, siehe § 20 Abs. 1 ErbStG.


zu 4.)
Da das ErbStG an den Schenker anknüpft, ist der Beschenkte als "Ausländer" für die Schenkungssteuer steuerpflichtig. Da das DBA Schweiz/BRD keine Anrechnung für die Schenkungssteuer trifft, ist eine Doppelbesteuerung möglich. Die Schenkungssteuer ist in der Schweiz kantonal geregelt, daher ist diesseits keine Aussage zu einer Steuerpflicht möglich. Daher empfehle ich die Anfrage bei einem schweizerischen Steuerberater.


zu 5.)
Sie könnten die Akten zum Kurswert verschenken, dabei sollten Sie noch einmal Rücksprache mit dem FA halten, damit nicht "plötzlich" ein höherer Wert als 50 € festgesetzt wird.


zu 6.)
Dies ist korrekt, die Schenkung muss in der Schweiz in der persönlichen Steuererklärung angegeben werden.




Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen oder mich per E-Mail anschreiben.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


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