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| 14.01.2022 14:13 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


15:07

Meine Fragen:
Lohnt sich eine Strafanzeige, auch wenn der Täter im Ausland lohnt und welcher Straftatbestand könnte erfüllt sein? Muss ich eine Rechnung schreiben oder kann ich schon jetzt ein Mahnbescheid einleiten oder bringt das nichts, weil der Beschuldigter im Ausland lebt

Mindesteinsatz:
leider kann ich kein höheren Mindesteinsatz zahlen, aufgrund ALG II

Vorgehen: Ich war am 14 Jan bei der Polizei und habe Strafanzeige erstattet. Die Strafanzeige wird überprüft, ob ein Anfangsverdacht besteht.

Mein Anliegen:
ich habe bei Facebook mein Smartphone online um Verkauf reingestellt. Daraufhin hat sich der Käufer aus Griechenland gemeldet. Nach einer kurzen Korrespondenz haben wir uns dann auf ein Kaufpreis i.H.v 110 Euro geeinigt. Am nächsten Tag bekam ich eine E-Mail von seiner Bank aus Griechenland mit dem Inhalt:

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass unser Kunde (..) uns beauftragt hat, einen Betrag von (€ 110,00 EUR ) auf Ihr Konto zu überweisen und möchten Ihnen mitteilen, dass die Überweisung bearbeitet und erfolgreich war. Der Gesamtbetrag von (
€ 110,00 EUR ) wird Ihrem Konto gutgeschrieben. Damit wir das Geld Ihrem Konto gutschreiben können, benötigen wir von Ihnen lediglich die Sendungsdaten (Tracking-Nummer, Lieferschein) zur Überprüfung. Ihr Konto wird nach Abschluss der Überprüfung gutgeschrieben. Der Transfer wurde bearbeitet und genehmigt. Das Geld wurde dem Konto des Käufers belastet, aber es wird Ihrem Konto erst gutgeschrieben, wenn Sie das Produkt VERSENDEN und die Sendungsverfolgungsnummer an uns hier senden: , damit wir sicher sein können, dass die Transaktion sicher ist, sind wir Dies geschieht, um sowohl Käufer als auch Verkäufer vor Betrug zu schützen, und das System wird in Übereinstimmung mit dem Verbraucherschutzprogramm (CPP) verwendet. Diese neue Richtlinie wurde am 2. Januar nach langer Beratung mit Facebook und anderen Sicherheitsbehörden in Kraft getreten, um Verkäufer und Käufer vor Betrug zu schützen. Die Piraeus Bank Online-Geldüberweisung ist eine sichere, bequeme und wirtschaftliche Alternative zum Bargeldversand per Post. Die Piraeus Bank hilft beim Aufbau starker Gemeinschaften, indem sie Menschen hilft, ihre Träume zu verwirklichen. Wir streben bei allem, was wir für unsere Kunden, unsere Aktionäre, unsere Mitarbeiter und unsere Gemeinschaften tun, nach höheren Standards, auf denen der zukünftige Erfolg unseres Unternehmens beruht. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte so schnell wie möglich über die von uns gesendete E-Mail an uns.

Ich habe daraufhin, mein Smartphone via DHL an den Käufer nach Griechenland versendet.

Ich habe daraufhin Kontakt zu einem Anwalt aufgenommen und dieser schrieb mir folgendes:

... unbedingt den Zahlungseingang abwarten... wobei ich Ihnen allerdings keine große Hoffnungen machen kann, dass das Geld kommen wird. Das ist eine gängige Betrugsmasche. Ich weise nochmals daraufhin, dass es ein offensichtlicher Betrug ist. Sie können entweder glauben oder nicht. Sie können machen, was Sie wollen. Es reicht aber alles sehr, sehr, sehr nach Betrug.

Ich konnte daraufhin (_mit Glück _) dass Paket wieder zurückholen..!

Am nächsten Tag bekam ich eine weitere E-Mail von der Paraeus Bank aus Griechenland mit dem Inhalt:

wir schreiben Ihnen noch einmal in Bezug auf die Transaktion, die Sie hier mit uns haben, wir möchten, dass Sie wissen, dass Ihr Käufer die Zahlung für Ihren Artikel geleistet hat und das Geld von seinem Konto abgezogen wurde und es so programmiert wurde Ihr Konto, Wir möchten, dass Sie den Versand des Artikels vornehmen und sich hier mit den Versanddetails an uns zurückmelden. Wir geben Ihnen nur 24 Stunden Zeit, um den Artikel zu versenden und uns hier mit den Versanddetails zu kontaktieren. Wenn wir die Sendung nicht innerhalb des Zeitraums von Ihnen erhalten haben, werden wir alle Ihre Daten an die Polizei in Ihrem Land weiterleiten wegen Betrugs und wir werden rechtliche Schritte gegen Sie einleiten. Gehen Sie also jetzt zu einer nahegelegenen Post und führen Sie die Sendung durch und melden Sie sich hier mit den Sendungsdetails an und das Geld wird sofort auf Ihr Konto überwiesen.

Aus Angst habe ich das Smartphone erneut an den Käufer aus Griechenland via DHL versendet.

Bis zum heutigen Tage habe ich das Geld noch nicht erhalten. Somit liegt hier der Anfangsverdacht des Betruges vor, oder?

Durch diesen Betrug ist mir zusätzlich ein finanzieller Schäden (Päckchen | Paketmarke) entstanden.

Die Frage die man sich stellen muss ist, ob die Strafanzeige gegen den Käufer oder gegen die Bank erstattet werden sollte. Nach persönlicher Einschätzung, sollte die Strafanzeige gegen den Käufer eingeleitet werden. Es ist die Pflicht des Käufers dafür zu Sorgen, dass die vereinbarte Kaufsumme i.H.v 110 Euro bei den Verkäufer eingeht.

Ich habe bezüglich der Kaufsumme i.H.v 110 Euro Kontakt zum Käufer aufgenommen und dieser schrieb mir, dass ich die vereinbarte Kaufsumme i.H.v 110 Euro erst erhalte, wenn ich zusätzlich 390 Euro an die Bank überweise. Ich habe keine 390 Euro

Es sollte geprüft werden, ob hier zusätzlich eine Erpressung vorliegt..!

Schönen Tag
Meine Bank hat mich kontaktiert, dass der Mindestbetrag, den sie als internationale Überweisung auf Ihr Konto überweisen kann, 500 Euro beträgt und Sie wissen, dass Ihr Geld diesen Betrag nicht erreicht. Ihr Geld beträgt nur 110 Euro. Die Bank hat mir gesagt, ich solle weitere
390 Euro zu 110 Euro hinzufügen, damit sie 500 Euro auf Ihrem Konto aktivieren können. Ich habe Geld hinzugefügt und meine Bank hätte Ihnen sagen sollen, dass 500 Euro von meinem Konto abgebucht wurden. Ihr Geld ist bereits bei der Bank, folgen Sie einfach den
Bankanweisungen und Sie erhalten Ihr Geld. Bitte wenden Sie sich selbst an die Bank. Ich schließe die Transaktion bereits ab. Mir wurde gesagt, dass dies die einzige Lösung ist, bitte finden Sie sie und holen Sie sich Ihr Geld vollständig, 500 Eur Wurde von meinem Konto abgebucht, das hätte man dir sagen müssen. Erst wenn Sie das Geld zurückerstatten, können Sie Ihr Geld erhalten.

Ich habe daraufhin Kontakt zur Piraeus Bank aufgenommen und die schrieben mir folgendes: (Diese E-Mail kam in Englischer Sprache)

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass der Käufer eine zusätzliche Einzahlung von 390,00 Euro auf Ihr Konto getätigt hat und die Überweisung genehmigt wurde. Der Gesamtbetrag von 500,00 € wird Ihrem Konto gutgeschrieben, aber wir benötigen eine Überweisung von 390,00 € an den Verwalter, um Ihrem Verkäufer und Käufer eine angemessene Sicherheit zu bieten. Dies ist die
Bankpolitik, um eine saubere und zuverlässige Transaktion zwischen Verkäufer und Käufer durchzuführen. Das Geld wurde vom
Käuferkonto abgebucht und steht auf Ihrem Konto. Die 500,00 € werden Ihnen freigegeben, sobald Sie die zusätzlichen 390,00 € zurückerstattet haben. Wir sollen das Geld per Banküberweisung erhalten. Wenn Sie die Überweisung abgeschlossen haben, senden Sie uns einfach den Screenshot, damit wir ihn überprüfen können, während wir die 500,00 € auf Ihr Konto überweisen.

Ich habe daraufhin bei der Bank angerufen und die meinten, dass ich die 110 Euro nicht bekomme. Ich solle erst 390 Euro überweisen und dann senden die mir 500 Euro zurück auf mein Konto.

Ich habe daraufhin nocheinmal Kontakt zu einem Anwalt aufgenommen und dieser schrieb mir folgendes:

Sie sollten Strafanzeige erstatten. Zum Ganzen gehe ich aber weiterhin davon aus, dass es sich um einen (offensichtlichen) Betrug handelt. Das Geld werden Sie nicht erhalten. Eine Strafanzeige kann sich hier lohnen, diese können Sie kostenfrei bei jeder Polizeidienststelle eingeben. Nehmen Sie dazu alle Unterlagen mit.

14.01.2022 | 14:41

Antwort

von


(370)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
Web: http://www.ra-bernhard-mueller.de/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ich kann der Einschätzung des Kollegen nur zustimmen. Es handelt sich um Betrug. Hinzuzufügen ist noch, dass dieser Betrug in Tateinheit mit Urkundenfälschung stehen dürfte. Wer auch immer Ihnen die Schreiben gesendet hat, war garantiert keine Bank. Eine Bank würde niemals lange Briefe schreiben, wenn sie im Auftrag ihres Kunden eine Überweisung ausführen soll und schon keine Schreiben mit solch einem Schwachsinn.

Strafanzeige sollten Sie stellen. Ich kann Ihnen aber nicht viel Hoffnung machen, dass Sie mehr bekommen, als ein Schreiben, in dem Ihnen erklärt wird, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt wurde, weil die Ermittlungen im Ausland zu aufwendig sind.
Die §§, nach denen Betrug und Urkundenfälschung strafbar sind, lauten 263 und 267 StGB.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 14.01.2022 | 14:54

Für mich als ALG II Empfänger sind 110 Euro sehr viel Geld und das Smartphone habe ich nicht umsonst verkauft. Januar ist ein teurer Monat (Kontoführung | Befreiungskarte - AOK ). Deswegen seien Sie nicht böse, dass der Mindestbetrag so niedrig war.

Ich war bei der Polizei und die werden die Sache zur Staatsanwaltschaft senden und diese prüfen dann, ob ein Anfangsverdacht vorliegt. Die Polizei sieht aber wenig Chancen. Zwar kann ich Nachweisen, dass die Adresse des Beschuldigten stimmt, aber dass kann ja auch eine Packstation sein etc..!

Lohnt es sich weitere Schritte einzuleiten (Rechnung erstellen | Mahnverfahren etc) oder ist das nur unnötige Zeitverschwendung?

Der Käufer schrieb ja, dass ich zusätzlich 390 Euro zahlen solle um an meine 110 Euro zu kommen, ist das nicht eine Erpressung?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.01.2022 | 15:07

Sehr geehrter Fragesteller,

eine extra Rechnung müssen Sie nicht erstellen. Das Geld wurde ja angeblich bereits vom Konto des Käufers abgebucht. Ein Mahnverfahren kostet Gebühren und Hoffnung, dass Sie das Handy oder das Geld jemals bekommen, kann ich Ihnen nicht machen. Die Adresse des Empfängers gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit zu jemanden, dem man etwas Geld dafür angeboten hat, dass er Pakete entgegen nimmt, die dann von den Tätern abgeholt werden. Dieser Empfänger dürfte von den Tätern genauso getäuscht worden sein, wie Sie. Er weiß also nicht, wer seine Auftraggeber sind und warum diese Pakete an seine Adresse bekommen. Dass diese Betrüger sind, wird er erst gemerkt haben, als er seinen Lohn für den Empfang von Paketen nicht erhalten hat.

Den Tatbestand der Erpressung sehe ich hier nicht erfüllt.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 16.01.2022 | 10:49

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