Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kauf eines Vorführwagens

| 30.05.2009 22:01 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


18:51

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 25. März erlitt unser Auto einen Motorschaden. Da es allerdings erst im September 2009 neun Jahre alt wird, waren wir sehr froh über den Vorschlag unseres Autohändlers, bei ihnen einen Vorführwagen zu kaufen und ihn erst zum 01.09.2009 auf uns umzumelden. Natürlich musste die Finanzierung stehen und wir sollten lediglich die anfallenden Versicherungskosten bis zum 01.09. übernehmen. Der Vorteil für uns sollte sein, dass wir sofort ein Auto haben und die Umweltprämie kassieren.
Am 30.03. unterschrieb ich den Kaufvertrag mit Vereinbarung über die Finanzierung. Laut diesem Vertrag sollte uns das Auto innerhalb 8-10 Tage geliefert werden. Die Vorabgenehmigung der Bank folgte sofort.
Nach mehreren Nachfragen -persönlich und telefonisch- wurden wir immer wieder vertröstet. Am 15.04 erhielten wir einen Anruf, dass der Original Lohnzettel meines Mannes von Februar benötigt wurde. Diesen schickten wir sofort per e- Mail, die Märzabrechnung brachte mein Mann persönlich zwei Tage später -freitags- ins Autohaus.
Am 21.04. bekamen wir endlich den lang ersehnten Anruf: Die Finanzierung wurde bestätigt und wir müssten nur noch zum Unterschreiben kommen und dann würden wir einen Termin für die Auslieferung bekommen. Am nächsten Tag waren wir im Autohaus und da sie das Auto zuerst noch reinigen und Inspektion machen wollten, wurden wir wieder vertröstet, da die Werkstatt zu diesem Zeitpunkt total ausgebucht war.
Nun machten wir Druck, da wir dringend ein zweites Auto brauchten. Daraufhin beschloss der Verkäufer uns das Auto, so wie es war, mitzugeben es einfach zu einem späteren Zeitpunkt zu überholen. Nachdem ich für diesen Vorgang wieder alles unterzeichnet hatte, hieß es dann: Das Auto ist nicht im Haus. Wir bekamen dafür dann einen anderen, kleineren Wagen und ich unterzeichnete ein Probefahrtformular.
Nach einer Woche (29.04) war der Wagen im Haus und ich konnte ihn am 30.04. vorläufig in Empfang nehmen und wurde mit der Zusage entlassen: Wenn mehr Luft wäre, würden sie sich für eine Terminabsprache in der Werkstatt und für die endgültige Auslieferung melden.
Zwischenzeitlich war ich vierzehn Tage im Krankenhaus und als es mir etwas besser ging, schrieb ich unserem Verkäufer eine e -mail, ob er uns denn vergessen hätte. Dies war letzten Mittwoch (27.05) abends. Donnerstagnachmittag rief der Chef persönlich an und erkundigte sich, ob ich im Moment wieder arbeiten würde, bzw. wie lange ich noch krank sei. Ich bekomme zur Zeit Krankengeld. Gehe aber auf jeden Fall dieses Jahr wieder arbeiten. Das hatten wir alles mit Belegen so auch schon für die Finanzierung am 30.03. angegeben.


Am Freitag rief er dann wieder um 18 Uhr an und sagte uns, dass die Bank die Finanzierung abgelehnt hat und wir das Auto zurückbringen müssten. Er versprach mir dann eine andere Bank zu kontaktieren und mich am Samstag im Laufe des Vormittags zurückzurufen. Da er mich um 13.30 Uhr zuhause nicht erreichte und mein Handy kein Empfang hatte schrieb er mir eine SMS und eine e- Mail. In der e- Mail steht, dass wir das Auto am Dienstag zwischen 7.30- 9.00 Uhr bei ihnen abstellen und die ihnen angefallenen Kosten ausgleichen sollen.
Natürlich könnten wir auch durch eine Finanzierung über unsere Hausbank das Auto bar bezahlen, dann würde das Abstellen entfallen.
Haben wir nun nicht auch das Recht auf eine Frist, um uns um eine neue Finanzierung zu kümmern, bzw. müssen wir das Auto zu dem angegebenen Zeitpunkt abgeben? Welche angefallenen Kosten müssen von uns in welchem Zeitraum beglichen werden? Können wir denn erwarten, dass das Auto für uns reserviert wird bis sich die Finanzfrage geklärt hat?
Schließlich ist von Freitag 18 Uhr bis Dienstagmorgen 9.00 nicht zu erwarten, dass wir eine Zusage für einen Kredit bekommen, zumal wir die Unterlagen dafür teilweise beim Autohaus abgegeben haben.
Uns ist schon klar, dass hier einiges schief gelaufen ist, und wir wahrscheinlich nicht so viel Möglichkeiten haben, aber dennoch wollen wir das Auto nicht einfach aufgeben, noch dazu mit einer ordentlichen Rechnung darauf.

Vielen Dank für ihre Bemühungen!




30.05.2009 | 22:33

Antwort

von


(1213)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Sie haben (am 30.03.2009) einen Kaufvertrag über das Fahrzeug abgeschlossen. Diesbezüglich gehe ich davon aus, daß der Kaufvertrag unter der Bedingung geschlossen worden ist, daß die finanzierende Bank ihre Zustimmung erteilt und den Kredit gewährt.

Ein wirksamer Kreditvertrag ist, jedenfalls nach der Sachverhaltsschilderung, nicht zustande gekommen, da es an einem entsprechenden Vertragsunterzeichnung fehlt. Mangels eines wirksamen Kreditvertrags dürfte auch der Kaufvertrag, sofern meine obige Annahme richtig ist, nicht wirksam geworden sein, da die Bedingung, also die Gewährung eines Kredits, nicht eingetreten ist.


2.

Demzufolge kann das Autohaus von Ihnen Herausgabe des Fahrzeugs verlangen, da Sie das Fahrzeug ohne Rechtsgrund (wirksamer Kaufvertrag) erhalten haben.

Einen Rechtsanspruch auf eine Frist zur Herausgabe, die länger bemessen ist als die zum 02.06.2009 gesetzte Frist, haben Sie (leider) nicht. Deshalb empfehle ich Ihnen, am Dienstag das Fahrzeug um 9.00 Uhr abzugeben und aber gleichzeitig eine anderweitige Finanzierungsmöglichkeit zu erörtern. Hier dürften durchaus berechtigte Aussichten bestehen, daß das Geschäft dennoch zustande kommt. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende Finanzierung.


3.

Ob Ihnen Kosten auferlegt werden können, ist zumindest fraglich.

Wenn Kosten anfallen würden, wäre wohl von einem Zeitraum vom 30.04.2009 (Übergabe des Fahrzeugs) bis zum 02.06.2009 (Rückgabe des Fahrzeugs) auszugehehen.

Zu denken sind an Rechnungspositionen wie Wertminderung (der Wagen könnte nicht mehr als Vorführwagen verkauft werden), evt. Zulassungskosten, um zwei Beispiele zu nennen.

Bedenken gegen eine Kostentragungspflicht ergeben sich aber deshalb, weil der Verkäufer Ihnen das Fahrzeug übergeben hatte, wohl ihm bekannt gewesen war, daß der Kreditvertrag noch nicht unter „Dach und Fach“ gewesen ist.


4.

Empfehlung: Zunächst rate ich Ihnen, den kommenden Dienstag abzuwarten. Vielleicht läßt sich die Sache doch noch zu Ihrer Zufriedenheit abschließen.



Ich wünsche Ihnen trotz dieses „Unheils“ schöne Pfingsttage.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 01.06.2009 | 10:24

Sehr geehrter Herr Raab,

erstmal vielen Dank für ihre Antwort.

Sie schreiben, dass es fraglich ist, ob uns die Kosten auferlegt werden können.
Das Fahrzeug war ja noch nicht auf uns zugelassen, quasi als hätten wir es geliehen.
Der Chef des Autohauses schrieb in seiner e-mail, dass Versicherung, Steuern und Nutzung des Fahrzeugs BAR oder per EC-Karte zu entrichten sind. Haben wir nicht das Recht auf eine Rechnung (z.B. mit 14-Tage Zahlungsfrist), damit wir diese prüfen lassen können. Gibt es ein Gesetz, dass besagt wir müssen den fälligen Betrag sofort entrichten? Schliesslich wissen wir ja nicht mal welcher Betrag da auf uns zukommt.

Vielen Dank im Voraus für ihre Beantwortung und noch einen schönen Rest-Feiertag.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 01.06.2009 | 18:51

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


Selbstverständlich haben Sie das Recht, die berechneten Kosten zu prüfen.

Wenn Sie das Fahrzeug zurückgeben und es zu keiner Einigung kommt, wird Ihnen der Händler eine Rechnung über die (angeblich) angefallenen Kosten übergeben. Diesbezüglich können Sie dann prüfen, ob die einzelnen Rechnungspositionen Ihrer Auffassung nach gerechtfertigt sind oder nicht.

Eine sofortige Zahlung würde ich an Ihrer Stelle keinesfalls vornehmen.

Im Zweifelsfall bin ich selbstverständlich gern bereit, eine evt. Rechnung gegen eine angemessene Vergütung zu prüfen. Diesbezüglich können Sie sich per E-Mail mail@ra-raab.de an mich wenden oder die Direktanfrage benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.06.2009 | 14:01

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Gerhard Raab »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 02.06.2009
4,4/5,0

ANTWORT VON

(1213)

Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht (Arbeiter und Angestellte), Erbrecht, Familienrecht, Straßen- und Verkehrsrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, allgemein, Kaufrecht, Strafrecht