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Kauf eines Reitsattels


| 28.07.2006 20:43 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Am 14.3.06 habe ich einen (von mir selbst vor Ort veränderbaren und in den Auflageflächen flexiblen) Dressursattel nach Anprobe für 1790,-EUR gekauft. Am 08.04.06 habe ich der Fa. mitgeteilt, daß Pferd mit dem Sattel nicht mehr läuft u. offenbar Schmerzen hat. (Firma gibt 30 Tage Paßformgarantie)
Ich sollte den Sattel so und so einstellen und neu probieren. Am 09.04.06 habe ich mitgeteilt, daß ich nicht mehr probieren will, da Pferd unglücklich mit dem Sattel ist.Ich bat um Termin vor Ort. Dieser Termin fand erst am 13.05.06 statt(Fa. kommt nicht aus dem Bereich). Man hatte angeboten den gekauften Sattel gegen einen anderen Dressursattel zu tauschen. Ich ging von einem "normalen" (d.h. unverstellbaren) Dressursattel aus. Daher lehnte ich das Angebot ab (ich wollte ja einen verstellbaren und hatte mich deswegen an die Fa. gewandt). Am Termintag sagte ich dem Herrn das auch so. Angebot1: Rücknahme des Sattels für
1200,- EUR (war insg. nur 10 x auf dem Pferd).Angebot 2: Kommission im Geschäft, Verkaufsversuch für ca. 1400,- EUR.
Ich ließ mich darauf ein, da ja 1400,- EUR mehr als 1200,- EUR sind.Bislang ist der Sattel nicht verkauft worden, ich konnte ihn selbst auch nicht verkaufen.Jetzt habe ich in einem Reitsport- geschäft erfahren, daß ich Anrecht auf Nachrüstung oder Tausch habe. Wenn nichts annehmbares beim Tausch dabei ist, muß Betrag rückerstattet werden.Ich habe die Fa. angeschrieben und nochmal die Problematik dargelegt.
Mein Vorschlag 1: Rückerstattung (evtl. minus 10%), Vorschlag 2:
Angebot eines vergleichbaren Tauschsattels (flexibel und verstellbar).
Ergebnis: Ich sei vom Vertag zurückgetreten, als ich Sattel in Kommission gab. Ich hätte Ihnen keine Möglichkeit zur Nachbesserung gegeben. Man erklärte mir jetzt das erste Mal, daß es nicht unüblich sei, daß einige Pferde und Reiter mit verstellbaren Sätteln nicht klarkämen. Dann würden auch andere flexible Sättel keinen Sinn machen. Das einzig Sinnvolle sei dann ein "normaler" Dressursattel. Nach langem hin-und-her gab man dann an, man würde mir kulanterweise eine Gutschrift über 1300,- EUR geben, die auch jemand anderes einlösen könne oder einen neuen Sattel anbieten. Am Telefon hieß es bis 1500,- EUR. Per nachfolgender E-Mail hieß es auch für den Sattel bis 1300,- EUR, der Rest sei ggf. nachzuzahlen, sollte der Tauschsattel teurer werden.
Hat die Firma in diesem Fall Recht, oder habe ich doch noch eine Chance den ursprünglichen Sattel zurückzugeben und mein Geld zurückzubekommen?Ich hatte bislang keine Ahnung, daß diese Firma mir notfalls jegliche Sättel besorgen kann (eigene Aussage, beim heutigen Telefonat.) Das ist mir erst heute bekannt geworden.
Ich hatte nur den Prospekt über ihre flexiblen Sättel und einige Abbildungen einiger weniger anderer Sättel, die mir nicht unbedingt zusagen. "Normale" Sättel kann ich mir auch hier in der Nähe kaufen.

Ich bin für jede Antwort dankbar.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Der Sattel war offensichtlich dafür gedacht, dass Sie ihn mit Ihrem Pferd nutzen können. Da dies nicht umgesetzt werden konnte, weist der Sattel einen Sachmangel auf, was Ihrerseits Gewährleistungsansprüche auslöste. Demnach hatten Sie zunächst einmal einen Anspruch auf Nacherfüllung in Form einer Instandsetzung des Sattels oder eines Satteltauschs; sofern die Nacherfüllung fehlschlüge, hätten Sie vom Vertrag zurücktreten oder aber den Kaufpreis mindern können.

In Ihrem Fall kann ich nicht erkennen, dass Sie bislang eines Ihrer Gewährleistungsrechte geltend gemacht hätten. Dass Sie den Sattel in Kommission gaben, ist aus meiner Sicht bedeutungslos. Denn Eigentümerin des Sattels sind nach wie vor Sie und Sie haben durch die Kommission an dem ursprünglichen Kaufvertrag auch festgehalten. Einen Rücktritt vom Kaufvertrag haben Sie also entgegen der Auffassung des Händlers offensichtlich nicht erklärt. Ihnen stehen damit sämtliche Gewährleistungsansprüche weiterhin zu. Nur dann, wenn Sie bei der In-Kommission-Gabe ausdrücklich auf diese Ansprüche verzichtet haben sollten, sähe die Sache eventuell anders aus.

Demnach - unterstellt, Sie haben keinen Verzicht erklärt - haben Sie also nach wie vor zunächst das Recht, Nacherfüllung zu verlangen. Nach Ihrer Schilderung kommt eine Nacherfüllung allerdings weder in Form der Instandsetzung des Sattels noch in Form eines Austauschs in Betracht. Daher sind Sie nun ohne Weiteres zum Rücktritt vom Kaufvertrag berechtigt und können somit gegen Rückübereignung des Sattels den von Ihnen gezahlten Kaufpreis zurückverlangen. Der Händler kann für etwaige Verschleißerscheinungen am Sattel allerdings Ersatz verlangen. Wie hoch dieser sein darf, kann ich aus der Ferne jedoch nicht beurteilen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen in Ihrer misslichen Lage eine Hilfe geben. Für eine Nachfrage stehe ich selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
Bewertung des Fragestellers |


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