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Kauf eines Neubaus Ende 2016 oder erst Anfang 2017?

23.10.2016 23:23 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Busch


Guten Tag,
aktuell wird mein Haus in Köln über einen Bauträger gebaut. Vertraglich wurde als späteste Übergabe der 31.3.2017 festgehalten. Voraussichtlich kann ich das Haus aber bereits zum 20.12.2016 übernehmen.

Weitere Infos:
# Ich erwerbe das Haus für den Eigenbezug.
# Das Haus steht auf einem Erbpacht-Grundstück
# Das Haus ist zum großen Teil kreditfinanziert
# Ich bin Angestellter mit Steuerklasse 1
# Bevor ich das Haus beziehen kann, werde ich noch Handwerker beauftragen für Rollrasen, Parkett, Tapete und zusätzliche Steckdosen.
# Aktuell lebe ich in meiner Eigentumswohnung, aus der ich in das Haus umziehen werde. Diese Wohnung ist noch zum Teil kreditfinanziert. Ich werde siezum 1.2.2017 vermieten.

Meine Frage:
Ich stehe vor der Entscheidung, ob ich das Haus zum 20.12.2016 oder zum 1.1.2017 übernehme (Schlüsselübergabe).
Gibt es steuerliche Gründe, die für 2016 oder 2017 sprechen?

Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da Sie die sowohl die Wohnung als auch das Haus privat nutzen, ist es steuerlich ohne jede Auswirkung, wann Sie das Haus übernehmen. Es ist nichts zu beachten und der Übernahmezeitpunkt ist unerheblich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2016 | 15:02

Guten Tag Herr Busch,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Es gibt doch Pauschalbeträge, die ich jährlich für haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen kann. Die reine Arbeitsleistung für das Verlegen von Parkett oder Rollrasen oder das Streichen der Wände zählt doch sicherlich hierunter. Macht es nicht Sinn, wenn ich so etwas auf zwei Jahre verteilen kann? D.h. eine Übernahme noch in 2016 wäre vorteilhaft?
Und wie verhält es sich mit der Grundsteuer o.ä.? Fällt diese bei einer Übernahme in 2016 für das komplette Kalenderjahr 2016 oder nur für die tatsächliche Zeit nach Schlüsselübergabe an?

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2016 | 15:24

Für die Festsetzung der Grundsteuer sind die Verhältnisses zu Beginn eines Jahres maßgeblich. In Bauträgerverträgem ist es üblich, dass keine Weitergabe einer anteiligen Grundsteuer erfolgt, daher fällt diese für 2016 nicht an, wenn Sie das Haus aktuell übernehmen.

Allerdings ist hier auch die vertragliche Gestaltung maßgeblich, die nur bedingt (noch einmal) "angefasst" werden sollte, um nicht noch einmal Notargebühren auszulösen. Wenn es also dort schon feste Vorgaben zum Übergang von Nutzen und Lasten und damit zu grundsteuerrelevanten Themen, so verlieren diese nicht Ihre Gültigkeit.

Der aufwand für initiale Erstellung und Ausstattung von Bauwerken zählt nicht zu den haushaltsnahen Dienstleistungen. Die von Ihnen beschriebenen Arbeiten sind also von vorneherein nicht als solche anzusehen und daher von der Finanzverwaltung nicht zum Abzug zuzulassen. Im Übrigen gibt es keine pauschalen Beträge, die hier geltend gemacht werden können. Tatsächlich sind 20% der berechneten und per Überweisung gezahlten Rechnungsbeträge für die Arbeitsstunden bis zu einem Höchstbetrag von 4.000,00 EUR abzugsfähig. Wenn Sie also die 20.000,00 EUR nicht übertreffen würden, so ist eine VErteilung nicht per se vorteilhaft. Hier müsste man prüfen, ob in einem Jahr Ihr Einkommen höher wäre als im anderen, dies jedoch hat mit dem Haus nichts zu tun - wobei ich noch einmal erinnere - das Bundesministerium für Finanzen lässt Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit der erstmaligen Erstelung von Wohnraum gerade nicht zum Abzug zu, nachzulesen ist dies hier:
BMF, Schreiben v. 10.1.2014, IV C 4 - S 2296-b/07/0003 :004.

Ich hoffe, Ihnen damit geholfen zu haben.

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