Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kauf eines Mietshauses durch einen Ehepartner ohne Zustimmung/Belastung des Anderen

| 14.05.2014 15:37 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Zusammenfassung: Bei der Zugewinngemeinschaft haftet ein Ehepartner nicht für die Verbindlichkeiten des anderen aus einem Immobilienkauf. Seine Zustimmung zur Kreditaufnahme kann aber erforderlich sein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Ehepaar lebt mit 2 Kindern in einem Einfamilienhaus. Eigentümer der Immobilie ist allein die Ehefrau. Der Ehemann erwägt nun als Altersvorsorge ein Mietshaus auf Kredit zu kaufen. Die Ehefrau ist damit nicht einverstanden, da sie fürchtet, dass im Falle von Mietsausfällen der Kredit nicht abgezahlt werden kann und dann die Kreditgebende Bank an die Immobilie der Ehefrau herantritt. Diese soll jedoch in jedem Fall für die Familie als Lebensmittelpunkt erhalten bleiben. Ein Ehevertrag haben die Eheleute nicht.

Auf der Suche nach einem Kredit konnte der Ehemann eine Bank finden, die für den Kreditvertrag nur die Unterschrift des Ehemannes will. Die Ehefrau soll jedoch "zur Kenntnisnahme" unterschreiben. Die Ehefrau weigert sich, da sie immer noch fürchtet, die Bank möchte sich ein Hintertürchen offen halten.

Welche rechtlichen Möglichkeiten haben die Eheleute, dass der Ehemann die Immobilie erwerben kann, ohne dass eine Bank die Möglichkeit hat, auf die Immobilie der Ehefrau zuzugreifen?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten:


Ich gehe nach Ihrer Sachverhaltsschilderung davon aus, dass die Ehepartner im Güterstand der Zugewinngemeinschaft (gesetzlicher Güterstand) leben.

Wenn nur der Ehemann den Kredit aufnimmt, haftet die Ehefrau hierfür nicht. Die Banken verlangen in aller Regel, wenn keine Gütertrennung vorliegt, die Zustimmung des anderen Ehepartners, weil § 1365 BGB bei Verfügungen über das Vermögen im Ganzen (dazu kann auch die Aufnahme von Krediten gehören) eine solche Zustimmung vorschreibt.

Hier ist also genau zu prüfen, was vertraglich vereinbart wird: Wenn die Ehefrau nur der Kreditaufnahme durch den Ehemann zustimmt, haftet sie mit ihrem Vermögen und ihrer Immobilie nicht. Wenn sie allerdings als zusätzliche Kreditnehmerin unterschreibt oder für den Kredit bürgt, haftet sie für die Verbindlichkeiten. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, den Kreditvertrag vor der Unterschrift durch einen Anwalt vor Ort überprüfen zu lassen.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass die Absicherung im Grundbuch nur durch die zu erwerbende Immobilie erfolgt. Wenn die Ehefrau eine Grundschuld im Grundbuch ihrer Immobilie eintragen lässt, besteht eine dingliche Haftung ihrer Immobilie für die Schulden des Ehemannes aus dem Kredit. In diesem Fall könnte die Bank die Zwangsvollstreckung auch in ihre Immobilie betreiben, wenn der Kredit nicht ordnungsgemäß bedient wird.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 14.05.2014 | 19:28

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 14.05.2014 4,4/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68199 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Der Fall schien ziemlich eindeutig zu liegen, sodass eine relativ kurze Antwort voll zufriedenstellend war und meinerseits auch keine Rückfragefunktion genutzt werden musste. Danke. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich denke meine Fragestellung war nicht so ganz einfach zu beantworten.Möglicherweise ging ich auch von einem unzutreffenden Sachverhalt aus (Beschluss Bundesverwaltungsgericht).In sofern bin ich mit der Beantwortung etc sehr ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke, Top service. ...
FRAGESTELLER