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Kauf eines Kühlschrank Elektrolux – Garantie

| 28.02.2008 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe für meine Freundin und versuche mich kurz zu fassen:

• 09.03.2006 – Kauf eines Kühlschranks bei einem Elektrohändler im Wert von 249,00€
• 05.12.2007 – 1. Reklamation beim Verkäufer wegen Vereisung des Tauwasserabflusses. Dieser erklärte ihr, dass sie sich an den Hersteller zu wenden habe.
• 13.12.07 – Techniker war da und konnte den Fehler nicht beheben gebeten und hat veranlasst, dass Kühlschrank gegen einen Neuen ausgetauscht werden sollte, was auch ungefähr nach 8-14 Tagen geschah.
• 18.01.08 – neue Reklamation wegen Vereisung an der Tür des Tiefkühlfaches.
• 06.02.08 – Dichtung sei defekt – Tür wurde ausgetauscht
• 27.02.08 - obwohl die Tür ausgetauscht wurde, wieder Vereisung. Meine Freundin hat um Rückgabe des Kühlschranks und Rückerstattung des Kaufpreises gebeten, da dieser Schaden bei dem erstgelieferten Kühlschrank nicht vorhanden war.
• 27.02.08 – Rückruf vom Techniker: wenn das Eis nicht aus der Tür „rauswachsen“ würde – sei das normal (unglaublich!) Nach diesem Anruf (nachmittags) hat sie das Eis/Rauhreif entfernt und am Abend war wieder eine Eisschicht sichtbar.

Diese Reklamationen wurden alle leider nur telefonisch/mündlich abgewickelt.

U.a. steht in den AGB´s:

Ein Mangel liegt nur dann vor, wenn der Wert oder die Gebrauchstauglichkeit
dieses Gerätes erheblich gemildert ist.
(meine Anmerkung: Obwohl der Kühlschrank nicht sehr teuer war, kann man aber m.E. nicht hinnehmen, dass durch Vereisung höhere Stromkosten entstehen?!)

Zeigt sich der Mangel nach Ablauf von 6 Monate ab dem Übergabezeitpunkt,
so hat der Verbraucher nachzuweisen, dass das Gerät bereits im Übergabezeitpunkt mangelhaft war.

Hier meine Frage:

Muss meine Freundin sich auch weiterhin mit dem Hersteller auseinander setzen -
und besteht die Möglichkeit einer Rückgabe des Gerätes und Kaufpreiserstattung?

Ihre finanziellen Möglichkeiten sind sehr begrenzt. Sie wollte eigentlich wegen evtl. unnötigen Kosten und Unannehmlichkeiten die Sache auf sich beruhen lassen.

Im Voraus besten Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihrer Frage, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Als Verbraucher hat man beim Kauf einer neuen Sache vom Händler eine zweijährige Gewährleistungszeit. Das bedeutet, dass der Verkäufer während eine Dauer von zwei Jahren für Mängel an der Sache einstehen muss.
Hierbei muss der Käufer grundsätzlich beweisen, dass es sich überhaupt um einen Mangel handelt, also der tatsächliche Zustand von dem Zustand, welchen man üblicherweise verlangen kann abweicht.

In Ihrem Fall gehe ich davon aus, dass sich ein Mangel beweisen lassen kann, da die Bildung einer deutlich sichtbaren Eisschicht innerhalb nur eines Tages wohl nicht die übliche Beschaffenheit eines neuen Kühlschrankes darstellt.

Sofern ein Mangel erst nach dem Ablauf von 6 Monaten auftritt, muss der Käufer zusätzlich beweisen, dass der Mangel bereits von Anfang an vorlag. Dies sehen sowohl die von Ihnen vereinbarten Allgemeinen Geschäftsbedingungen, als auch das Gesetz vor.

Da diese Beweisbarkeit für den Käufer grundsätzlich schwierig ist, wird seitens des Verkäufers in der Regel auf die häufig zusätzlich vorliegende Herstellergarantie verwiesen. Vorteil hieran ist, dass regelmäßig ein Beweis, dass der Mangel von Anfang an vorlag, nicht geführt werden muss.

Natürlich können Sie unabhängig von Ihrer Herstellergarantie die Ansprüche gegen den Verkäufer geltend machen und den Rücktritt erklären, da schon mehrfach erfolglos nacherfüllt wurde. Das Gesetz sieht vor, dass der Käufer nach erfolglosem zweiten Nachbesserungsversuch den Rücktritt erklären kann.

Dennoch dürfte es in Ihrem Fall möglicherweise schwierig sein, den geforderten Beweis zu bringen, so dass die Erfolgsaussicht hier unklar bleibt.

Ich hoffe, ich konnte einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen und wünsche für die Durchsetzung Ihren Ansprüche viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen


Susanne Schorn
Rechtsanwältin


______________________

Innstr. 5
93059 Regensburg
Tel.: +49 941 46109920
Fax: +49 941 46109956
mobil: +49 176 21122594
Rechtsanwaeltin-Schorn@gmx.de
www.kanzlei-schorn.com

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2008 | 19:17

Sehr geehrte Frau Schorn,

besten Dank für Ihre Ausführungen.

In einem Absatz schreiben Sie:
„In Ihrem Fall gehe ich davon aus, dass sich ein Mangel beweisen lassen kann, da die Bildung einer deutlich sichtbaren Eisschicht innerhalb nur eines Tages wohl nicht die übliche Beschaffenheit eines neuen Kühlschrankes darstellt.“
und in einem folgenden Absatz:
„Dennoch dürfte es in Ihrem Fall möglicherweise schwierig sein, den geforderten Beweis zu bringen, so dass die Erfolgsaussicht hier unklar bleibt.“

Das verstehe ich nicht.

Auf meine Frage, ob sich meine Freundin weiterhin mit dem Hersteller auseinandersetzen muss, habe ich leider keine Antwort erhalten.
"Anders herum gefragt": Kann meine Freundin die angefangene Reklamationsangelegenheit dem Verkäufer zu weiteren Abwicklung übergeben und an wen hätte sich sich grundsätzlich bei einer Reklamation wenden müssen. Der Verkäufer hat behauptet, dass sie die Reklamation nur beim Hersteller zu erfolgen hat.

Besten Dank für eine Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2008 | 19:25

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das Missverständnis liegt darin, dass Ihre Freundin zum einen den Beweis erbringen muss, dass überhaupt ein Mangel vorliegt (1. Absatz, meines Erachtens kann sie dies) als auch den Beweis, dass dieser Mangel VON ANFANG AN vorlag.
Dieser Beweis ist sehr häufig schwierig, da der Fehler des Geräts ja auch Ursachen haben kann, die NACH Gefahrübergang passiert sind. Wenn es sich nicht zweifelsfrei (z.B. durch ein Gutachten) beweisen lässt, dass es sich um einen Mangel von Anfang an handelt, kann Ihre Freundin gegen den Verkäufer nichts durchsetzen.

Daher ist ein Vorgehen gegen den Verkäufer nicht sicher und ich empfehle, sich mit der Reklamation weiterhin an den Hersteller zu halten.

Ich hoffe, es konnten nun alle Unklarheiten beseitigt werden.

Mit freundlichen Grüßen


Susanne Schorn
Rechtsanwältin

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"Sehr geehrte Damen und Herren, dieses mal nicht so ganz zufrieden. Vielleicht habe ich mich auch nicht richtig artikuliert. Das ist doch ein eigentlich sehr einfaches Thema. Meine Nachfrage wurde wieder nicht ganz beantwortet. Vielleicht sind 20,00 Euro zu wenig gewesen?
Freundliche Grüße "
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