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Kauf eines Grundstückes mit Grundschuld

01.04.2009 08:04 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe folgendes Anliegen.

Meine Partnerin und ich möchten das Haus (Standort Bayern), in dem wir langjährig als Mieter wohnen, vom Vermieter kaufen, da er in großen Geldnöten ist.

Es ist eine Grundschuld eingetragen, die er nicht bezahlen kann, außer durch Hausveräußerung.

Wir würden die Grundschuld übernehmen und durch einen Hypothekendarlehensvertrag begleichen.

Jetzt geht es um den Kaufpreis des Hauses. Der jetzige Eigentümer würde uns das Haus für 1,- Euro verkaufen, wir kommen ins Grundbuch, alle Eintragungen im Grundbuch bzgl. der Grundschuld bleiben quasi erhalten.

Die Gläubigerbank des Eigentümers wäre einverstanden mit dem Eigentümerwechsel und kennt uns auch.

Ist ein Verkauf für 1,- Euro überhaupt möglich?

Es kommen bei einem Grundstückserwerb ja viele Sofortkosten auf einen zu, mit Grundbuchänderung, Notar, Grunderwerbsteuer.

Um die Grunderwerbsteuer zu sparen wäre der 1,- Euro-Verkauf also eine gute Sache. Ist dies zulässig?

Es geht ja grundsätzlich einfach nur darum, daß anstelle seines Namens, wir im Grundbuch stehen und alle anderen Einträge bleiben.

Oder geht ein Eigentümerwechsel auch ohne Kauf sondern mit anderen Instrumenten? Schenkungen kann man ja bis zu 10 jahre widerrufen, diese Tür soll nciht offen gehalten werden. Oder wird die eingetragene Grundschuldsumme automatisch als Erwerbspreis festgesetzt und daraus resultiert eine Grunderwerbssteuer?

Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar und verbleibe mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Ratsuchender,


der Kauf zu diesen Bedingungen ist zulässig, sofern es kein sogenanntes Scheingeschäft ist, Sie also nicht noch weitergehende Zahlungen an der Verkäufer leisten.


Nach § 8 GrEStG wird aber als Bemessungsgrundlage der Wert der Gegenleistung berücksichtigt, so dass Sie also nicht nach dem Verkaufspreis die Steuern zu entrichten haben; auch der Notar wird seine Gebühren nach dem Wert berechnen.


Bei einem Grundstück kommt die Eigentumsübertragung durch Einigung in Form einer Auflassung und Eintragung in das Grundbuch zustande. Auf welches davon losgelöste Grundgeschäft (Kauf, Schenkung etc) diese Einigung über den Eigentumsübergang beruht, ist dabei irrelevant. Ein Kaufvertrag wäre dabei die sicherste Variante für alle Beteiligten.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle

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