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Kauf eines Gebrauchtwagens


09.12.2007 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich habe am 3.12.07 ein Gebrauchtwagen, 4 Jahre alt mit 36.000km von privat gekauft. Am 7.12. mußte ich dann festgestellt, dass beide Teppiche im Fußbereich vorne total durchnässt sind. Sogar die Batterie, die auf der Beifahrerseite im Fußbereich untergebracht ist stand 6-7 cm im Wasser. Mir ist zwar aufgefallen, dass unterhalb der Frontscheibe ab und zu mal Wassertropfen zu sehen sind hat mich aber nicht weiter gestört. Aufgrund meiner Nachfrage beim Vorbesitzer kam ich nicht weiter, dieser wusste nichts, hat anscheinend nichts bemerkt. Muß aber auch dazu sagen, er hat den Wagen nur 3 Monate gefahren. Also ging ich weiter zum Erstbesitzer, der mir dann die Auskunft gab, dass das Auto einen Hagelschaden hatte und die Frontscheibe von einer Fachwerkstatt neu eingesetzt wurde. Diese Reparatur ist Oktober 2006 erfolgt. Der Erstbesitzer ist nach der Reparatur nur wenig gefahren und hat den Wagen dann im Oktober 2007 an den Besitzer von dem ich den Wagen gekauft habe, verkauft.
Nun Lt. der Offerte ist das Fahrzeug in einem tadellosen, technischen wie optischen sehr guten Zustand und lt. Kaufvertrag ist der Wagen unfallfrei, muß aber auch erwähnen, dass der Kaufvertrag mit der Klausel „Ausschluß der Sachmängelhaftung“ unterschrieben wurde. Da die Frontscheibe nicht ordnungsgemäß eingebaut wurde und diese somit ersetzt werden muß, kommt natürlich noch eine schöne Rechnung auf mich zu.
Welche Möglichkeiten habe ich? Kann ich den Wagen zurückgeben, oder nachträgliche Kaufpreisreduzierung verlangen?
09.12.2007 | 18:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Nach Ihrer Schilderung haben Sie hier einen Privatkaufvertrag geschlossen über einen gebrauchten PKW. In diesem Vertrag wurde die Sachmängelhaftung ausgeschlossen.
2.Unterstellt, dass der Sachmängelhaftungsausschluss wirksam ist, ergibt sich damit folgende Rechtslage:
Sie können den Vertrag weder widerrufen, noch können Sie den Kaufpreis mindern. Durch den Ausschluss der Sachmängelhaftung sind Sie dieser Rechte beraubt und müssen mit dem Mangel leben.
Denkbar wäre, dass die Bezeichnung „in einwandfreiem technischem Zustand“ eine Garantie darstellt. Jedoch ist dann die Frage, ob ein Feuchtigkeitsschaden, der aufgrund einer unsachgemäß eingebauten Frontscheibe entstanden ist, überhaupt einen technischen Mangel darstellt, was ich derzeit bezweifeln möchte. Auch stellt ein Frontscheibenschaden keinen Unfallschaden dar. Ein Unfall ist ein Ereignis, das im Verkehr entsteht. Dazu dürfte ein Hagelschaden nicht zählen, da es sich hier um ein Naturereignis handelt, das auf den Wagen eingewirkt hat.
3.Sie können nur dann vom Vertrag zurück treten, wenn Ihnen der Verkäufer vorsätzlich den Schaden verschwiegen hat. Er muss also gewusst haben, dass durch die Scheibe Wasser in das Wageninnere eindringt. Das müssen Sie nachweisen können. Wenn Sie das nicht können, haben Sie in einem Verfahren wenig Aussicht auf Erfolg.
4.Sie sollten daher versuchen, den Verkäufer auf dem Wege der Kulanz um eine Kaufpreisminderung zu bitten.




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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