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Kauf eines GMC Vandura bei Ebay


17.04.2006 16:19 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Am 26.03.06 kauften wir einen GMC Vandura Bj. 1989 das Fahrzeug wurde bei Ebay zur Versteigerung angeboten im Text des Verkäufers war ersichtlich, daß das Fahrzeug in einem sehr guten Zustand ist es hatte angeblich diverse Neuteile und ein neues Getriebe TÜV und AU bis Januar 2007.
Gleich auf dem Heimweg von Waldbröl bis nach Lübeck fiel die Lichtmaschine aus, dank des ADAC wurde das Fahrzeug in die nächste Werkstatt geschleppt dort wurde die Lichtmaschine gegen eine neue ausgetauscht, Ölfilter wurde erneuert, Keilriemen erneuert, Motorenölwechsel.

Es enstanden uns dadurch Kosten von 557,- Euro + Benzingeld nach Münster.

Am 1.4.05 haben wir das Fahrzeug aus Münster abgeholt.
Zuhause angekommen kammen wieder Mängel zum Vorschein...Öl lief aus wir wieder in die Werkstatt zu einem Spezialisten der sich mit diesen Fahrzeugen gut auskennt. Er stellte fest das die TBI dort gegen einen Vergaser getauscht wurde aber alles wurde nur abgesägt und notdürftig zusammengehalten es mußte alles komplett erneuert werden und die TBI wurde eingebaut und ein neues Steuergerät mußte her das bescherte uns wieder eine Rechnung von 700,- Euro.

Jetzt lief unser Chevy so einigermaßen bis mein Mann feststellte das irgendetwas mit dem Getriebe nicht stimmt und wir brachten das Fahrzeug wieder zum Fachmann am 22.12.05 er stellte fest, daß das Getriebe Schrott ist und im Angebot das Verkäufers stand das ein neues Getriebe eingebaut wurde.
Es wurde eine poröse Bremsleitung festgestellt die hätte uns um die Ohren fliegen können obwohl das Fahrzeug ohne erkennbare Mängel durch TÜV und HU gegangen ist. Wie kommt ein Fahrzeug ohne Rücklichtbeleuchtung ohne erkennbare Mängel durch den TÜV?
Weitere Mängel:
-vordere Bremsleitung zu Bremssätteln porös
-Hauptbremsleitung total verrottet (kurz vorm Leckschlagen),
-sämtliche Lenkungteile total ausgeleiert, dadurch so großes Lenkungsspiel, das das Auto kaum unter Kontrolle zu halten war
- Stabilisatorenbuchsen völlig ausgeschlagen
-Stoßdämpfer restlos fertig, dadurch instabiles Fahrverhalten
- von 3 Stoplichtern funktionierte nur eins, bei anderen 2 Leitungen, Kontrolltaste verfault bzw. gar nicht vorhanden
-keine Funktion des Fernlichtes, weil sämliche Kontakte korridiert waren

und laut TÜV Bericht ohne erkennbare Mängel
Auch die AU hätte er nicht bestanden bei dem Dreck was er aus dem Auspuff warf.

Nun meine Frage, der Kauf des Fahrzeuges liegt nun ca. 1 Jahr zurück können wir da trotzdem noch etwas machen und was?
Wie kann man gegen den TÜV vorgehen?

Es werden noch weitere Kosten von ca. 1500,- euro für ein neues Getriebe entstehen.




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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Leider sehe ich insgesamt wenig Möglichkeiten für Sie, richtiger Adressat dürfte wohl der Verkäufer sein, allerdings ist mit 1 Jahr und diversen Reparaturen natürlich schon einiges passiert.

Gegen den gewerblichen (?) Verkäufer hätten Sie grundsätzlich Gewährleistungsansprüche. Ein privater Verkäufer kann diese im Kaufvertrag ausschließen.
Hier ist aber problematisch, dass nach Ihrer Schilderung nicht ersichtlich ist, dass Sie die Mängel irgendwann beim Verkäufer gemeldet haben und ihn zur Nachbesserung aufgefordert hätten. Daran könnte ein weiterer Anspruch scheitern.

Hinsichtlich der zugesicherten Eigenschaften dürfte sich das gleiche Problem stellen. Selbst wenn man diese annimmt und nun ein Abweichung sieht, fehlt jegliche Mitteilung des Mangels und die Aufforderung, diesen zu beheben. Sollten Sie heute (überhaupt noch) zurücktreten (können), wäre die Nutzung entsprechend zu vergüten, so dass sich die Frage nach dem wirtschaftlichen Sinn stellen dürfte.

Einen Anspruch gegen den TÜV vermag ich momentan nicht zu erkennen. Ich gehe dabei davon aus, dass es sich um die jeweilige Hauptuntersuchung handelt. Ungeachtet der Frage, ob der TÜV hierfür überhaupt dem Fahrzeighalter oder einem Dritten haftet, da es sich um eine quasi behördliche Prüfung handelt, sehe ich hier keinen hinreichenden Schadenszusammenhang. Denn der Nachweis, dass hier ein Schaden kausal von der TÜV-Untersuchung hervorgerufen wurde, dürfte schwer fallen. Dies zumal es andere Ansprüche gegen den Verkäufer gibt und die Frage der eichweite der HU sich stellt (Deshalb bietet der TÜV extra Gebrauchtwagenuntersuchungen an).

Weiterhin werden Sie kaum beweisen können, dass die Mängel ca. 14 Monate vor dem Kauf bei der HU a.) tatsächlich vorgelegen haben und b.) diese im Rahmen der Hu hätten entdeckt werden müssen.

Alles in Allem sollte auf jeden Fall der Kaufvertrag wegen Ansprüchen gegen den Verkäufer geprüft werden. Auch halte ich eine persönliche Rücksprache zur genaueren Schilderung für notwendig. Daher möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es hierbei nur um eine vorläufige, summarische Einschätzung Ihrer Situation handelt. In diesem Rahmen sehe ich allerdings nur minimale Chancen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 17.04.2006 | 17:26

Wir kauften den Wagen am 26.03.05 habe mich da verschrieben der TÜV und die AU lagen somit erst 2 Monate zurück. Da diese Mängel alle erst später festgestellt wurden durch unseren Fachmann der uns auch bestätigte das diese Mängel schon lange da waren und nicht von uns herbeigeführt wurden.
Da es sich hier um einen Kauf bei Ebay handelt liegt uns leider kein Kaufvertrag vor desweiteren vergass ich erst zu erwähnen, das wir beim 3. Werstattbesuch von dem wir das Fahrzeug vor einer Woche abholten noch eine Rechnung von 1600,- Euro zustande kam die Kaufsumme betrug 3500,- Euro.
Gesamtkosten der Reparaturen belaufen sich auf 2800,- Euro und weitere 1500,- euro kommen für ein neues Getriebe hinzu.
Ich bin der Meinung das es sich um arglistige Täuschung handelt, da der Verkäufer ganz andere Angaben beim Verkauf gemacht hat.
Gibt es denn nicht einen kleinen Funken Hoffnung das wir da irgendwelche Kosten vom Verkäufer wiederverlangen können, da wir mit diesen Ausgaben nun garnicht gerechnet haben?
Wir haben uns dieses Fahrzeug gekauft erstmal weil wir Fans von solchen Amischlitten sind und damit wir damit schöne Ausflüge mit unseren beiden kleinen Kindern machen können.
Ich habe vor morgen bei der TÜV Stelle anzurufen und mich da zu erkundigen wie ein TÜV Protokoll ohne erkennbare Mängel zustande kommt obwohl es genug Mängel gab, am gefährlichsten die Bremsleitung dadurch hätte ein schwerer Unfall passieren können.
Wir wollen schon gern einige Kosten zurück vom Verkäufer weil es nicht sein kann das er schreibt es sei alles in Ordnung.
Hätten wir die Mängel gleich nach dem Kauf festgestellt dann hätte ich mich umgehend schriftlich mit dem Verkäufer in Verbindung gesetzt. Kann ich den Verkäufer jetzt auch noch auffordern die Kosten zu übernehmen ? Oder sollten Wir einen Anwalt zu Rate ziehen der sich mit dem Verkaüfer in Verbindung setzt. Es gibt auch einen Zeugen, der beim Kauf mit anwesend war.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 17.04.2006 | 17:55

Guten Tag Frau R.,

bezgl. Ihrer weiteren Anfrage erhalten Sie eine Antwort per Mail im Laufe des Abends.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
- Rechtsanwalt-

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