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Kauf eines Erbteils aus einer Erbengemeinschaft

02.12.2018 13:33 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Ein Erbe will seinen Erbteil (1/4) an einer Immobilie (verpachteter Altbau) in einer Erbengemeinschaft verkaufen.

Erstens, Ich bin Abkömmling eines Miterben und bereit, den oben genannten Erbteil zu kaufen. Meine Frau unterstuetzt den Kauf jedoch nicht. Muss meine Frau bei dem Kauf um Zustimmung gefragt werden?

Zweitens, der Altbau muss in Zukunft saniert werden. Bei der Sanierung muessten Altlasten (Dach mit Eternit-Platten / Astbest) entsorgt werden. Die Erbengemeinschaft hat ein Ruecklagenkonto gebildet, aus dem oben genannter Miterbe zum Verkauf seinen Anteil fordert. Muss die Erbengemeinschaft den Anteil am Ruecklagenkonto (1/4) voll auszahlen oder koennen wahrscheinliche Entsorgungskosten abgezogen werden?

Beste Gruesse

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

1. Ihre Frau muss einem Kuaf nur dann zustimmen wenn Sie durch den Kauf Ihr gesamtes oder einen Großteil Ihres Vermögens aufwenden. (Dies gilt nur im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft).

2. Die gebildeten Rücklagen sind vermutlich (vorbehaltlich anderslautender Vereinbarungen) Teil des zu veräußernden Erbteils. Der Ausscheidende ist nicht berechtigt eine Auszahlung zu verlangen. Wirtschaftlich bleibt sich dies aber gleich. Der Käufer muss die Rücklagen mit erwerben oder einen entsprechend niedrigeren Kaufpreis zahlen (der Wert sinkt, weil eben noch eine Zahlung in den Rücklagenbestand vorzunehmen ist).

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.12.2018 | 18:52

Vielen Dank Herr Krueckemeyer.

Bezueglich der Rücklagen, diese sind ueber viele Jahre durch das Pachteinkommen gebildet worden. Hierzu gibt es keine spezielle Vereinbarung. Demnach sollten die Rücklagen in der Tat Teil des zu veräußernden Erbteils sein.

Dem Anwalt der Ausscheidenden scheint nicht bekannt zu sein, dass sein Mandant zu einer Ausahlung nicht berechtigt ist. Denn separat zum Verkaufspreis, verlangt der Anwalt die Auszahlung von 1/4 der Ruecklagen.

Koennen Sie mir bitte bezueglich "Der Käufer muss die Rücklagen mit erwerben oder einen entsprechend niedrigeren Kaufpreis zahlen" eine Referenz (oder Klausel) mitteilen, auf die ich mich berufen kann?

Beste Gruesse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.12.2018 | 19:07

Sehr geehrter Fragesteller,

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Instandhaltungsrücklagen sind beim Verkauf nicht auszuzahlen und werden als Teil des Objekts mitveräußert. (OLG Düsseldorf Az. 9 U 220/93 ).

Wurde keinerlei Absprache getroffen (bzw. lässt sich diese nicht beweisen) sind der Miet/Pachteinbehalt allerdings keine Instandhaltungsrücklage in diesem Sinne und stehen tatsächlich jedem Erben aus der Erbengemeinschaft zu. Wie bereits gesagt, sollte dies aber wirtschaftlich gleich bedeutend sein.

Bei weiteren Rückfragen, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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