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Kauf eines Autos / Betrugsfall


| 02.11.2015 12:56 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Philipp Wendel



Guten Morgen,
ich hatte gerade ein Gespräch mit der Polizei. Offensichtlich ist das Auto, welches ich vor 10 Tagen bei einem Händler gekauft habe, Gegenstand einer Straftat.

Der ursprügliche Besitzer hat den Wagen über das Internet an 2 Männer verkauft. Diese haben den Wagen bekommen, dazu alle Papiere und versprachen ihn dann später zu bezahlen. Das taten sie aber nicht.

Diese beiden Männer haben den Wagen (im Besitz aller Papiere) dann an einen Händler weiter verkauft, von diesem Händler habe ich den Wagen dann gekauft. Ich habe ihn auch mittlerweile angemeldet und nutze ihn.

Nun hat der ursprüngliche Besitzer Strafanzeige wegen Betrug gegen die beiden Männer gestellt, von denen er aber nur die Namen weiß, nicht die Anschrift o.ä.

In welchem geistigen Zustand der Verkäufer beim Verkauf war, weiß ich nicht... aber mir stellt sich jetzt die Frage, in wie weit ich damit zu tun habe. Kann der ursprüngliche Besitzer den Wagen zurück fordern von mir? Ich meine, wenn man so blöd ist ein Auto unbezahlt samt Papieren an Unbekannte heraus zu geben, dann ist das doch letztlich eine Zivilsache soweit es den Wagen selbst angeht? Muss er sich nicht an die beiden Männer halten?

Mein Ansatz ist, das der Kaufvertrag zwischen denen ja zustande kam und der Weiterverkauf durch die beiden Männer an den Händler ok war, ebenso mein Kauf beim Händler.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung gehe ich nicht davon aus, dass der ursprüngliche Besitze den Wagen von Ihnen zurückfordern kann.

Der Besitzverlust trat auf seiner Seite "freiwillig" ein.

Etwas anderes ist nur dann denkbar, wenn der erste Verkäufer / der Besitzer einen Eigentumsvorbehalt in den Kaufvertrag mit aufgenommen hatte oder wen er Geschäftsunfähig war (da dann ein tatsächlicher "Besitzaufgabewillen" regelmäßig nicht gebildet werden kann).

Der ursprüngliche Besitzer muss sich also zivilrechtlich an die beiden Käufer wenden. Gegenüber diesen Personen besteht ja immer noch sein Anspruch auf Zahlung des Kaufpreises aus dem geschlossenen Kaufvertrag.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2015 | 14:28

Hallo,
ja, das dachte ich mir auch. Und wie wäre es falls er einen solchen Eigentumsvorbehalt hat?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2015 | 14:44

Gerne beantworte ich Ihre Nachfrage:

Da Sie im Besitz aller relevanten Papiere sind, wird Ihnen meines Erachtens auch dies nicht schaden im Sinne einer Herausgabeverpflichtung.

"Zu den Mindestvoraussetzungen des gutgläubigen Erwerbs gehöre, dass sich der Käufer den Brief vorlegen lässt, um die Berechtigung des Veräußerers prüfen zu können. Wer das nicht tue, handele grob fahrlässig. (BGH, Urteil vom 13.9.2006, Az: VIII ZR 184/05)"

Bewertung des Fragestellers 02.11.2015 | 15:36


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