Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kauf einer Katze - Kaufvertrag nichtig?

| 28.08.2010 08:51 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Am 26.8.10 haben wir über folgendes Inserat eine Katze gekauft:

http://kleinanzeigen.meinestadt.de/wassenberg/kleinanzeige/15369731

Wie im Inserat beschrieben haben wir eine Schutzgebühr von 40€ entrichtet sowie einen üblichen Tierschutzvertrag unterschrieben, in welchem wir uns u.a. verpflichten das Tier artgerecht zu halten und es nicht an Dritte ggf. nur an die bisherige Eigentümerin (Frau xxxxx) zurückgeben können.

Am 27.8.10 erhielten wir um 21.30 Uhr einen Anruf von einer Frau xxxxx:

Sie sei von einem Neusser Tierschutzverein und hätte erfahren, dass wir unrechtmässig eine Katze von Frau xxxxx gekauft hätten. Frau xxxxx sei eine Pflegestelle des Vereins und hätte nicht das Recht als Privatperson eine Katze weiterzuverkaufen. Sie möchte heute die Katze bei uns abholen und erklärt den geschlossenen Vetrag, welchen wir mit Frau xxxxx abgeschlossen haben, für nichtig. Ausserdem würde unsere Katze auch über die Homepage ihres Vereins angeboten und wir könnten dann ja die Katze Anfang September nochmals vom Tierschutzverein übernehmen, wenn wir diverse Auflagen erfüllen würden.

http://519235.homepagemodules.de/gallery.php (Cora 6 Wochen)

Um 21.50 Uhr ruft uns Frau xxxxx an. Sie habe bereits von einem anderen Käufer erfahren, dass Frau xxxxx bereits vermittelte Katzen zurüchfordert.
Frau xxxxx hätte keine rechtliche Grundlage für diese Forderung. Sie sei eine Nachbarin mit dessen Hilfe sie sich der Katzen, welche aus der freien Natur Ihrer Umgebung entstammen, angenommen hätte. Sie habe mit dem Verein nichts zu tun und wir sollten Frau xxxxx ignorieren.

Hier nun unsere Fragen:

1) Ist der mit Frau xxxxx geschlossene Vertrag nichtig?
2) Welche Voraussetzung müsste vorliegen, dass wir das Tier an Frau xxxxx rausgeben müssten.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrter Ratsuchender,

nach Ihrer Darstellung müssen Sie die Katze nicht "zurückgeben".

Der Vertrag mit der Verkäuferin ist wirksam. Die sogenannte Mitarbeiterin kann diesen auch nicht für nichtig erklären.

Selbst vorausgesetzt, die Angaben der Mitarbeiterin des Tierschutzvereines wären zutreffend, haben Sie das Eigentum an der Katze erworben, sofern Sie beim Erwerb der Katze gutgläubig waren. Das bedeutet, dass Sie nichts darüber wussten, dass die Katze bei der Verkäuferin "nur" in Pflege war.

Nur wenn Sie gewußt haben sollten, dass die Katze tatsächlich nur ein Pflegetier gewesen ist, müssten Sie diese zurückgeben. Denn dann wären Sie nicht mehr gutgläubig

Nach Ihrer Darstellung gehe ich davon aus, dass die Verkäuferin auch Eigentümerin war. Die Angaben der vermeintlichen Mitarbeiterin sind zweifelhaft, da diese zumindest auf der Homepage des Vereines nicht genannt ist. Das allein soll natüürlich nichts heißen.

Sie können daher die Forderung der Mitarbeiterin ignorieren. War das Tier in Pflege wird sich diese an Ihre Verkäuferin halten müssen. Sie brauchen die Katze dann aber nicht zurückgeben.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 28.08.2010 | 09:52

Frau xxxxx ist Mitglied dieses Vereins. Das ist auf der
Homepage ersichtlich:

http://www.sunnydays-for-animals.de/html/wer_wir_sind.html

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, spielt es jedoch für uns keine Rolle, ob das Tier tatsächlich Eigentum des Vereins war, da wir ja gutgläubig das Tier von Frau xxxxx gekauft haben.

Vielen Dank für die zügige Beantwortung meiner Frage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.08.2010 | 10:03

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Annahme ist zutreffend.

Da Sie das Eigentum gutgläubig von der Verkäuferin erworben haben, kommt es nicht darauf an, dass die Katze im Eigentum des Vereins stand. Dem Verein ist die Katze nicht abhanden gekommen, da der Verein nach Angaben der Mitarbeiterin die Katze in die Pflege der Verkäuferin gegeben hat. Verweisen Sie also darauf, dass sich der Verein, bzw. die genannte Mitarbeiterin an die Verkäuferin halten soll.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 30.08.2010 | 07:09

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Stellungnahme vom Anwalt:
Bei 20 Euro dürfte die Antwort angemessen und ausführlich genug sein.
FRAGESTELLER 30.08.2010 4,6/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69556 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Also mir hat es sehr geholfen, auch wenn man die Antworten und die Umsetzung erst durchführen muss. Aber alles in allem war es sehr gut um einen Überblick zu bekommen. Sicherlich wird es noch mehr fragen geben, aber das muss ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort ist ausreichend.Ich bedanke mich dafür. Mit freundlichen Grüßen ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Antwort war OK, ich hatte noch eine Zusatzfrage: wenn sich Verein auflöst, kann der Vorstand als Liquidator fungieren? mfg PH ...
FRAGESTELLER