Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Kauf einer Immobilie aus geschenktem Geld möglich?

12. April 2022 13:19 |
Preis: 53,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
es geht um folgende Situation: Ich habe zwei Söhne. Mein eines Kind A wohnt schon immer bei mir und das zweite Kind B möchte auf keinen Fall jemals wieder in meinem Haus wohnen und ist im Falle des Ablebens nur am Verkauf/Geld interessiert. Mein größter Wunsch ist es allerdings, das Haus in Familienbesitz zu wissen und somit möchte ich zeitnah dafür sorgen, dass das Haus in den Besitz von Kind A übergeht.

Ich würde gerne eine weitere Immobilie verkaufen und nun kommt die Frage:
Ist es möglich nach diesem Verkauf Kind A das Geld (<400.000) als Schenkung zu überweisen, damit es dann kurze Zeit später das uns wichtige Haus kaufen kann?
Im Falle des Ablebens innerhalb von 10 Jahren würde Kind B den Pflichtteil des geschenkten Geldes bekommen (25%?)?
Ist es möglich und falls ja, was gibt es zu beachten?

(Oder ist es besser die eh zu verkaufende Immobilie zu schenken, damit Kind A es verkauft und sich davon Haus B kauft? Wäre es dann möglich als Schenkung den Betrag einer offiziellen Schätzung fix anzusetzen und nicht den tatsächlichen erzielten Verkaufspreis, der eventuell höher ausfällt?)

Ich möchte dafür sorgen, dass Kind A immer einen fixen Betrag im Falle des früheren Ablebens im Kopf hat und nicht damit rechnen muss, dass extrem ausgedrückt im Falle des Todes das Haus gestürmt wird und Kind B sich alles nehmen kann, was es möchte.
Wie liefe es denn tatsächlich im Falle einer Schenkung des uns wichtigen Hauses ab? Ab welchem Zeitpunkt nach meinem Tod hätte auch Kind B Zutritt?

Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen

12. April 2022 | 14:32

Antwort

von


(423)
Nürnberger Strasse 71
96114 Hirschaid
Tel: 0123456789
Web: http://www.ra-henning.biz
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Alle von Ihnen geschilderten Überlegungen laufen im Endeffekt darauf hinaus, dass Kind A letztlich die wichtige Immobilie hat und Kind B auf diese keinen Zugriff nehmen kann. Dieses Ziel können Sie sowohl über eine Schenkung des Geldes und anschließenden Verkauf, als auch (vielleicht einfacher/kostengünstiger) die Schenkung der wichtigen Immobilie selbst erreichen. Die von Ihnen angesprochene Wertgrenze von T€ 400 betrifft nur die steuerrechtliche Komponente, da bei Überschreiten dieser Schwelle Schenkungsteuer anfallen dürfte. Zivilrechtlich ist diese Grenze indes unbeachtlich.

Die weiter von Ihnen angesprochene Frist von 10 Jahren betrifft den Pflichtteils- bzw. Pflichtteilsergänzungsanspruch. Wenn Ihr Kind B enterbt wird, oder Kind B das Erbe ausschlägt, hat es Anspruch auf den Pflichtteil. Dieser entspricht der Hälfte des gesetzlichen Erbes, d.h. den - ebenfalls bereits angesprochenen - 25% des Nachlasswertes. Dieser Anspruch besteht aber zum einen nur gegenüber dem Erben und richtet sich zum anderen auf die Zahlung von Geld. D.h. ein Zugriff auf die wichtige Immobilie ist über den Pflichtteilsanspruch nicht möglich.
Zudem "verliert" die Immobilie für die Höhe des Pflichtteilsanspruchs über den Zeitraum von 10 Jahren immer mehr an Bedeutung: Nach § 2325 Abs. 3 BGB ist der Wert der Schenkung für jedes Jahr, welches zwischen Schenkung und Erbfall liegt, um 10% niedriger anzusetzen. Sind z.B. zwischen Schenkung und Erbfall 8 Jahre vergangen, fließt der Wert der Schenkung nur mit 20% in die Berechnung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs ein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Thomas Henning

ANTWORT VON

(423)

Nürnberger Strasse 71
96114 Hirschaid
Tel: 0123456789
Web: http://www.ra-henning.biz
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Insolvenzrecht, Zwangsvollstreckungsrecht, Grundstücksrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Wirtschaftsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 97600 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Top, beste Anwältin bei frag-einen-anwalt.de ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
schnell und auf den Punkt, super! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnell, ausführlich und kompetent geantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER