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Kauf einer Immobilie


| 31.05.2005 20:11 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Wir haben im April 2004 Kaufvertrag für unser Haus (Bj.1938)unterschrieben. Übergabe des Hauses war am 01.11.05. Wir sind am 22.10.05 eingezogen. Der Verkäufer versicherte auf unser Nachfragen, die Kellerräume seien noch nie nass gewesen und rund um das Haus wäre drainagiert. Jedoch stellten wir jetzt nach der Frostperiode fest, dass unsere Kellerwände plötzlich im mehr gelbe und dunkle Flecken bekamen und Farbe und Putz sich löste. Daraufhin nahmen wir Kontakt mit einer Fa. für Mauertrockenlegung auf, diese bestägtigte unsere Befürchtungen: Alle Kellerwände nass bis auf ca. eine Höhe bis 1,80 m, der Chef dieser Firma sagte uns, dass die Kellerwände mit einer wasserfesten weißen Farbe überstrichen wurden um uns somit trockene Kellerwände vorzutäuschen, aber diese Farbe hält nartürlich irgendwann nicht mehr Stand. Kostenvoranschlag für die Kellertrockenlegung ca. 25.000 Euro. Rund ums Haus haben wir stellenweise aufgegraben, keine Drainage vorhanden, die Kosten hierfür würden sich auf ca. 15 - 20.000 Euro belaufen. Ich habe ein hochgradige Schimmelpilzallergie (wurde dem Verkäufer bei erstem Gespräch mitgeteilt)kann somit kaum noch meinen eigenen Keller betreten, fühle mich seit Wochen sehr schlecht, besonders wenn ich zuhause bin. Schlicht und ergreifend mein Lebenspartner und ich sind stinksauer, dass man uns so arglistig getäuscht hat. Wie sollte unsere weitere Vorgehensweise aussehen, kann man in diesem Fall noch von dem Kaufvertrag zurücktreten, ausziehen und sein Geld, in unserem Fall 145.000 Euro, zurückbekommen oder welche Möglichkeiten hätten wir noch? Mit einem Vergleich wären wir absolut nicht einverstanden, wie sind unsere Chancen?
Vielen Dank im voraus
H. Fischer
31.05.2005 | 20:32

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

unstreitig ist Ihr Haus aufgrund der feuchten Wände und fehlenden Drainage mangelhaft.

Gem. § 437 BGB können Sie vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatz verlangen. Da die von Ihnen beauftragte Firma erklärt hat, dass die Wände trocken gelegt werden können, handelt es sich um einen sog.behebaren Mangel.

Das bedeutet für Sie, dass Sie dem Verkäufer zunächst eine Frist zur Mangelbeseitigung setzten müssen und ihm gleichzeitig androhen, falls er dieser Pflicht nicht nachkommt, vom Vertrag zurücktreten werden und Schadensersatz verlangen.

Dies machen Sie schriftlich und per Rückschein. Sollte sich der Verkäufer nicht auf Ihr Begehren einlassen, dann müssen Sie klagen. Hierzu rate ich Ihnen unbedingt einen Rechtsanwalt zu beauftragen, da aufgrund des hohen Streiwertes der Prozess vor dem Landgericht stattfindet und Anwaltszwang herrscht.

Mit der Klage können Sie dann den Kaufpreis zurückverlangen, alle Umkosten, die Ihnen durch den Schaden entstanden sind. Zu denken wäre hier auch noch an ein angemessenes Schmerzensgeld bzgl. der Schimmelpilzallergie.

Natürlich können Sie stattdessen auch nur Schadensersatz verlangen, also die Kosten für die Trockelegung und die für die Drainage.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 31.05.2005 | 21:08

Habe versehentlich 2004 mit 2005 vertauscht. Korrektur: Im April 2004 wurde Kaufvertrag für Haus unterschrieben, Übergabe des Hauses war am 01.11.04. Wir sind am 22.10.04 eingezogen. Bleibt ihre Antwort unverändert bestehen? Sorry,vielen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.05.2005 | 21:10

Sehr geehrter Ratsuchender,

den Fehler habe ich beim Lesen bemerkt, spielt aber für Ihren Fall keine Rolle.

Mit ferundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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