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Kauf einer Eigentumswohnung vom Onkel unter Verkehrswert

04.04.2014 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth


Ich möchte eine Eigentumswohnung von meinem Onkel kaufen.

Der Kaufpreis (mit meinem Onkel abgestimmt) liegt bei 60.000,00 €.
Laut den Banken, die ich bzgl. eines Darlehens kontaktiert habe, beziffern den Verkehrswert bei 85.000,00 €.

Auf den Kaufpreis von 60.000,00 € würde ich natürlich die übliche Grunderwerbssteuer und Notargebühr bezahlen.

Die Wohnung ist sanierungsbedürftig.
Das Bad, die Küche, Türen und Heizkörper sind uralt.

Mein Onkel hat seit dem Bau (1972), bis vor einem Jahr (jetzt im Pflegeheim), in der Wohnung gelebt - also dient der Verkauf keiner Spekulation.
Zu dem unterstütze ich ihn im Pflegeheim.

Mein Onkel wäre amsonsten auch mit einer Leibrente einverstanden.

Meine Frage:
Sollte ich mich - bzw. mein Onkel - bei dem Kauf steuerrechtlich strafbar machen, wie könnten wir das am besten abwickeln?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte:


Nach § 23 EStG sind Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften steuerpflichtig.
Hiervon ausgenommen ist bei einem Hausverkauf, wenn die Spekulationsfrist (10 Jahre) abgelaufen ist oder das Haus für sich selbst genutzt wird (Eigennutzung).

Private Veräußerungsgeschäfte sind

1.
Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (zB Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht), bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. 2Gebäude und Außenanlagen sind einzubeziehen, soweit sie innerhalb dieses Zeitraums errichtet, ausgebaut oder erweitert werden; dies gilt entsprechend für Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sowie für Eigentumswohnungen und im Teileigentum stehende Räume. 3Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;
2.
Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt. 2Ausgenommen sind Veräußerungen von Gegenständen des täglichen Gebrauchs. 3Bei Wirtschaftsgütern im Sinne von Satz 1, aus deren Nutzung als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden, erhöht sich der Zeitraum auf zehn Jahre.

(vgl. § 23 EStG).

Sollte tatsächlich ein Straftatbestand gegeben und unstrittig und nachweisbar vorliegen, wäre in Abstimmung mit einem Verteidiger die Flucht nach vorne anzutreten, damit eine etwaige Strafe milder ausfällt.

Allerdings kann ich nicht erkennen, dass Sie sich durch das beabsichtigte Rechtsgeschäft einen Straftatbestand erfüllen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

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