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Kauf einer Eigentumswohnung


| 29.07.2007 18:18 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Stefanie Helzel



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Lebensgefährte und ich stehen kurz vor der Unterzeichnung eines Kaufvertrages für eine Eigentumswohnung.
Die Wohnung ist zur Zeit vermietet, uns liegt jedoch eine e.mail vor, in der die Anwältin der Mieter der jetzigen Eigentümerin mitteilt: "Wunschgemäß bestätige ich für meine Mandanten angesichts des mitgeteilten Verkaufes der Wohnung zum 01.10.2007, dass sie zum 30.09.2007 aus der Wohnung ausziehen werden."

Nun unsere Fragen:
1.Ist dieses Schreiben verbindlich?
2. Wir möchten die Wohnung in jedem Fall nur unvermietet übernehmen, welche Formulierung muss daher im Kaufvertrag aufgenommen werden?
(Die Fälligkeit der Zahlung wäre der 02.10.07)

Vielen Dank um voraus.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

1. Allein auf ein E-Mail-Schreiben würde ich mich an Ihrer Stelle nicht verlassen, da grundsätzlich nicht sichergestellt werden kann, wer tatsächlicher Absender dieser E-Mail ist. Darüber hinaus ist es durchaus unüblich, dass Anwälte Schriftverkehr dieser Art per E-Mail betreiben, insbesondere im Hinblick auf Ihr Interesse an einer unvermieteten Wohnung und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Interesse.

Ich rate Ihnen, sich von der Anwältin die Absicht der Mieter nochmals schriftlich, mit Originalunterschrift, vorlegen zu lassen sowie unter Vollmachtsvorlage. Aus einem solchen Schreiben können Sie Verbindlichkeit, über die Kenntnis und Absicht der Mieter über den bevorstehenden Auszug herleiten. Desweiteren wäre es von Vorteil, wenn Ihnen ebenfalls eine Abschrift des Kündigungsschreibens der jetzigen Eigentümer an die Mieter bzw. eines Aufhebungsvertrages - je nachdem auf welcher vertraglichen Vereinbarung die Beendigung des Mietverhältnisses basiert - vorgelegt würde.

2. In den Kaufvertrag können Sie als Bedingung aufnehmen, dass der Verkäufer sich verpflichtet, die Wohnung in unvermietetem Zustand zu übergeben. Das Zustandekommen des Kaufvertrages wird demnach davon abhängig gemacht, dass kein Mietverhältnis mehr zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Kaufpreises besteht und die Wohnung zu diesem Zeitpunkt bereits geräumt ist. Sie können entweder das Zustandekommen des gesamten Vertrages davon abhängig machen oder den Verkäufer zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet, wenn die Bedingung zum Stichtag 2.10. nicht erfüllt ist.
Sofern bereits eine Kündigung des Mietverhältnisses ausgesprochen wurde bzw. eine Aufhebungsvereinbarung der derzeitigen Eigentümer mit den Mietern getroffen wurden, wäre diese unter Bezugnahme auf diese, unter Datumsangabe, in die Klausel mit aufzunehmen. Der beurkundende Notar oder der den Vertrag formulierende Anwalt wird Ihnen je nach Sachlage entsprechende Formulierungsvorschläge unterbreiten.

Ich hoffe, Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben und verbleibe mit

freundlichen Grüßen

Helzel
- Rechtsanwältin -

Tel. 09831/8908-0
Fax 09831/8908-19
info@123kanzlei.net

Bitte beachten Sie, dass diese Antwort die von Ihnen geschilderten, wesentlichen Aspekte des Falles umfasst, jedoch weitere Tatsachen relevant sein können, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden. Diese Plattform ist lediglich geeignet, eine erste Einschätzung zu geben, kann jedoch die persönliche Beratung eines Anwalts vor Ort nicht ersetzen.

Nachfrage vom Fragesteller 29.07.2007 | 22:33

Sehr geehrte Frau Helzel,

vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Sie wird uns mit Sicherheit weiterhelfen. Nur zu unserem besseren Verständnis, was ist unter "Vollmachtsvorlage" gemeint?

Nochmals vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.07.2007 | 08:42

Sehr geehrte Fragestellerin,

mit Vollmachtsvorlage ist gemeint, dass die Anwältin Ihre Beauftragung durch die Mieter mittels einer Vollmacht ausweisen möchte. Eine entsprechende Vollmacht weist nach, dass die Anwältin beauftragt und ermächtigt ist, Erklärungen für Ihre Mandantschaft abzugeben.

Mit freundlichen Grüßen

Helzel
- Rechtsanwältin -

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