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Kauf einen Teils des Nachbargrundstückes mit eingetragener Grundschuld? Was ist zu beachten?

| 08.09.2013 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Henry Naeve


Zusammenfassung: Zur Frage, wie ein Grundstück, dass (noch) mit einer Grundschuld belastet ist lastenfrei erworben werden kann.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte einen Teil des angrenzenden Grundstückes erwerben. Dieses Grundstück ist ca. 1.000qm groß und ich möchte ca. 500 qm erwerben. Das Nachbargrundstück ist allerdings noch mit einer Grundschuld belastet. Wie gehe ich am Besten vor? Kann ich das Grundstück erwerben ohne dass ich einen Teil der Grundschuld übernehme? Ich möchte das Grundstück Bar bezahlen und nicht mit einer Grundschuld behaftet erwerben. Welche Möglichkeiten habe ich den Kauf abzuwickeln? Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sie schreiben, dass Sie einen Teil des angrenzenden Grundstücks erwerben wollen. Ich gehe davon aus, dass dieses dann zunächst durch eine Grundstücksteilung rechtlich selbstständig wird. Andernfalls würden Sie ja (nur) Miteigentümer des angrenzenden Grundstücks werden können.

Dies vorausgeschickt gilt Folgendes:

Die Grundschuld ist nicht an eine bestimmte Person als Eigentümer des Grundstücks gebunden, sondern an das Grundstück selbst. Kauft man also ein Grundstück das belastet ist, dann kauft man die Belastung erst einmal mit.

Wenn Sie das Grundstück ohne Belastung erwerben möchten, muss die Grundschuld vorher gelöscht werden. Hierzu muss derjenige, zu dessen Gunsten sie besteht (meist eine Bank) aber zustimmen.
Um dies zu erreichen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

Es kann vereinbart werden, dass der Verkäufer die Grundschuld von dem Grundstück nimmt und sie zum Beispiel auf ein anderes Grundstück überträgt um den Kredit zu sichern. Dafür muss der Verkäufer natürlich eine andere Sicherheit zu bieten haben und die Bank muss einverstanden sein. Ferner kann vereinbart werden, dass der noch offene Kredit mit Hilfe des Kaufpreises vom Verkäufer abgelöst werden soll oder – andersherum – dass sich der Kaufpreis von vorn herein um den restlichen noch bestehenden Kredit mindert und der Erwerber diesen sodann selbst tilgt mit der Folge dass die Bank daraufhin der Löschung zustimmt.

Ein Grundstückskaufvertrag muss ohnehin (zwingend) mit Hilfe eines Notars abgeschlossen werden. Dieser kennt sich mit den unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten bestens aus und wird diese mit Ihnen ausführlich besprechen Auch die Abwicklung kann dann über den Notar erfolgen.

Praktisch läuft dies dann über einen Treuhandauftrag z.B. wie folgt ab: Der Notar holt bei den eingetragenen Gläubigern die Auskunft ein, wie hoch deren noch offene Forderungen gegen den Verkäufer sind. Zugleich lässt er sich eine Bewilligung für die Löschung der eingetragenen Grundpfandrechte übersenden wobei aber Vereinbart wird, dass er diese erst verwenden darf, wenn der Kaufpreis vollständig gezahlt ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Henry Naeve, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 10.09.2013 | 18:35

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Stellungnahme vom Anwalt:
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