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Kauf Immobilie, Erbschaft, Zugewinn

31.01.2008 08:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich lebe in einer Zugewinngemeinschaft,habe geerbt und möchte auf meinen Namen eine Immobilie erwerben. Fällt die Immobilie im Scheidungsfalle unter den Zugewinn? Falls ja, ist die Immobilie kein Zugewinn, wenn sie auf unser Kind umgeschrieben/gekauft wird?

Sehr geehrte Damen und Herren,

gerne beantworte ich ihre Anfrage wie folgt :

Grundsätzlich wird der Zugewinn in Scheidungsfalle dadurch ermittelt, dass dem Endvermögen jedes einzelnen Ehepartners sein entsprechendes Anfangsvermögen abgezogen wird. Besteht dann eine Wertdifferenz zwischen den Ehepartnern ist dieser als sogenannter Zugewinn auszugleichen.

Grundsätzlich führt eine Erbschaft zu einer Steigerung des Vermögens des entsprechenden Ehepartners, so dass dadurch das Endvermögen entsprechend steigt. Bei Erbschaften besteht die Besonderheit, dass diese gemäß § 1374 II BGB auch dem Anfangsvermögen hinzugerechnet werden. Dadurch kommt es zu dem Ergeniss dass eine Erbschaft sich grundsätzlich neutralisiert und für den Zugewinn letztlich faktisch irrelevant ist. Eine Besonderheit besteht aber bezüglich beispielsweise etwaiger Zinsgewinne die aufgrund der Erbschaft entstehen. Denn diese würden dem Zugewinn sehr wohl zugerechnet.
Wenn also die Erbschaft zu zusätzlichen Erträgen in der Ehezeit führt, sind diese für den Zugewinn sehr wohl relevant.

In ihrem konkreten Fall ist die Immobilie daher dem Endvermögen zuzurechnen.
Ebenso ist aber auch die Erbschaft dem Anfangsvermögen zuzurechnen, so dass unterm Strich nur eine etwaige Wertsteigerung der Immobilie für den Zugewinnausgleich relevant ist.

Sollte die Immobilie während der Ehezeit auf eine andere Person übergehen, fällt die Immobilie aus dem Endvermögen weg, da für das Endvermögen immer nur der Stichtag entscheidend ist. Ich bitte hier aber nur beispielsweise § 1375 II BGB zu beachten.

Der Verkauf an die Kinder ist grundsätzlich möglich, jedoch sollte dies am besten unter anwaltlicher Hilfestellung geschehen.


Beachten sie bitte das die hier gemachten allgemeinen Ausführungen nicht eine Beratung im Einzelfall ersetzen können. Das Hinzukommen weiterer bisher nicht genannter Umstände kann sehr wohl zu einer ganz anderen juristischen Betrachtung führen.

ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick gegeben haben zu können und stehe Ihnen über die Nachfragefunktion oder auch gerne telefonisch jederzeit zur Verfügung.

Rückfrage vom Fragesteller 31.01.2008 | 15:52

Würde ich die Immobilie an meinen Sohn (12 Jahre alt) verkaufen/verschenken und mir den Nießbrauch der Immobilie eintragen lassen, könnte ich sie aber auch nicht mehr (bis Alter 18/21? Jahre des Sohnes) ohne Zustimmung des Ehegatten bzw. des Sohnes verkaufen?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.01.2008 | 16:49

Richtig.
In dem Moment wo Sie das Eigentum an dem Objekt an ihr Kind weitergeben, können Sie nicht mehr alleine über das Eigentum verfügen.

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