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Kauf Grundstück und Haus von zwei unterschiedlichen Eigentümern - Erbpacht

| 04.07.2017 12:43 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Kosten einer Löschung eines Erbbaurechtes

Sehr geehrte(e) Anwalt(in),

wir beabsichtigen den Kauf eines Grundstücks (Eigentümer A = Erbpachtgeber) [Kaufpreis ca. EUR 120.000] und eines Hauses, das auf dem Grundstück (Eigentümer B = Erbpachtnehmer) [Kaufpreis ca. 80.000] steht, von zwei unterschiedlichen Eigentümern. Zwischen Eigentümer A und B wurde ein Erbpachtvertrag geschlossen.

Wir befinden uns noch im Rahmen der rechtlichen Ankaufsvorprüfung. Eigentümer A und B sind bereit am uns zu verkaufen. Wir sprechen ausschließlich mit Eigentümer A.

Frage: Gibt es im Rahmen der Auflassung und Eintragung in der geschilderten Situation rechtliche Besonderheiten (Zusammenführung auf einem Grundbuchblatt und entsprechende Eintragung beim Grundbuchamt?), die zu einer Kostensteigerung im Vergleich zu einem Kauf von nur einem Eigentümer führen? [keine Erbpacht vorhanden]

Mit besten Grüßen

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Die Zusammeführung im Rahmen der Erbpacht hat grundbuchrechtliche eine Übertragung sowie Löschungen zur Folge.

Zum einen werden Grundpfandrechte, die auf dem Erbbaurecht bestanden entweder auf das Grundbuch des Grundstückes übertragen oder im Rahmen des Erwerbsvorganges gelöscht.

Im weiteren ist das Erbbaurecht im Grundbuch zu löschen. Damit verbunden ist in der Regel die Löschung eines Vorkaufsrechtes sowie die Löschung der erfolgten Eintragung eines Erbbauzinses.

2. Im Ergebnis fallen durch die Löschungen höhere Kosten an, als bei einem Kauf eines Grundstückes, welches nicht mit einem Erbbaurecht belastet ist.

In dem notariellen Kaufvertrag kann aber vereinbart werden, dass etwaige Löschungskosten von den Verkäufern zu tragen sind, so dass Sie nicht damit belastet werden. Im weiteren bietet es sich an den Kauf des Grundbesitzes und des Erbpachtrechtes in einem notariellen Kaufvertrag vorzunehmen, um hier gffs. höhere Notarkosten zu sparen, die bei zwei getrennten Verträgen anfallen würden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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